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Kaufvideo
Erhältlich seit:
22.10.2002
USA 2002
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 16
Jodie Foster
Kristen Stewart
Forest Whitaker
Regie: David Fincher
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Nach elegischem Ripley-Requiem ("Alien 3"), apokalyptischer Morallektion ("Sieben"), diabolischer Persönlichkeitstherapie ("The Game") und schwarzhumorigem Schizophrenietrip ("Fight Club") inszeniert David Fincher seinen thematisch und vielleicht auch kommerziell zugänglichsten Film. Überschaubar komplex in Handlung und Figurenbeschreibung legt "Panic Room" seine Schwerpunkte auf die Visualisierung einer räumlich einengenden dramatischen Extremsituation und auf ein Spannungskonzept, das der filigranen Suspensegenese in den Filmen Brian De Palmas näher steht als den vielen Geisterbahnstreifen, die mit optischen und akkustischen Springteufeln erschrecken. Das Ergebnis ist ein elegant inszeniertes Überlebensduell zwischen zwei Frauen und drei Einbrechern, das sich das Etikett Thriller sehr wohl verdient.
Bereits im Vorfeld erregte das Projekt beträchtliches Aufsehen, als David Koepps Drehbuch für vermutete vier Millionen Dollar rekordverdächtig honoriert wurde, als Hauptdarstellerin Nicole Kidman wegen einer Knieverletzung aussteigen musste, Nachfolgerin Jodie Foster für ihre Rolle den Cannes-Vorsitz abgab und dann Fincher mit ihrer Schwangerschaft selbst panisch machte. Schließlich wurde auch Darius Khondji, Finchers Lichtzauberer bei "Sieben", während der Dreharbeiten ersetzt, weil der Regisseur in seinem anspruchsvollen atmosphärisch-visuellen Konzept "Mission: Impossible" aus dem Vokabular entfernt hatte. Die Optik ist dann auch einer der Stars des Films. Ob nun plastische, fast dreidimensional wirkende Credits Besetzungs- und Stabnamen in die Architektur New Yorks integrieren, ob die Reduzierung künstlicher Lichtquellen Dunkelheit wirklich spüren lässt oder eine entfesselte Kamera aus Jodie Fosters Bett den Rückzug antritt, ohne sichtbaren Schnitt die Stockwerke nach unten bis zur Straßenebene rauscht oder später durch den Henkel einer Kaffeekanne eine Speedvisite durch die Küche macht. Der Grund für diese Show liegt in der Beschränkung an Raum und Dynamik, die Koepps Drehbuch auferlegt. Ähnlich wie demnächst in Joel Schumachers Telefonzellenthriller "Phone Booth" ist der beengte Schauplatz die größte inszenatorische Herausforderung. Nach kurzer Einführung der beiden weiblichen Hauptfiguren, einer kürzlich geschiedenen Prominentenfrau (Jodie Foster) und ihrer jungen, zuckerkranken, aber kämpferischen Tochter, erlaubt uns Fosters Hauskauf eine Tour durch die Örtlichkeiten, in denen sich bald Jäger und Beute zurechtfinden müssen. Zu der riesigen Immobilie, die mit mehreren Stockwerken und vielen Räumen trotz Zentrallage in Manhattan wie ein Geisterhaus wirkt, gehört auch ein einbruchsicherer geheimer Schutzraum, der mit Stahlwänden, eigener Telefonleitung und einer Monitorwand, die jeden Winkel des Objekts einsehen lässt, ausgestattet ist. Kaum sind Mutter und Tochter zur ersten, von Dauerregen begleiteten Nacht eingezogen, dringen drei Männer ein, um die Millionen, die der Vorbesitzer im Panic Room versteckte, zu holen. Genau dort aber verschanzen sich Mutter und Tochter. Die Rolle der Belagerten ist zunächst passiv, bis die emotional gewohnt engagierte Foster selbst initiativ wird und den Raum mehrfach verlassen muss, um Handy oder Insulin zu holen. Das Diktat des Drehbuchs zwingt zu einigen Unglaubwürdigkeiten, die aber in der Unterhaltungsbilanz relativ folgenlos bleiben. Bis zum Finale, in dem der ständig schwelende Konflikt zwischen menschlichem (Sympathiefigur Forest Whitaker) und brutalem Einbrecher eskaliert, bleibt die Spannung erhalten. Das sollte sich nicht zuletzt dank eines aufregenden Trailers auch kommerziell niederschlagen, zumal Deutschland für Jodie-Foster-Filme traditionell ein starker Markt ist. kob.
| Darsteller: | Jodie Foster | als Meg Altman | |
|---|---|---|---|
| Kristen Stewart | als Sarah Altman | ||
| Forest Whitaker | als Burnham | ||
| Dwight Yoakam | als Raoul | ||
| Jared Leto | als Junior | ||
| Ian Bauchau | als Evan Kurlander | ||
| Ann Magnuson | als Lydia Lynch | ||
| Andrew Kevin Walker | als schläfriger Nachbar | ||
| Patrick Bauchau | als Stephen Altman | ||
| Paul Schulze | als Officer Keeney | ||
| Regie: | David Fincher | ||
| Buch: | David Koepp | ||
| Musik: | Howard Shore | ||
| Kamera: | Conrad W. Hall | ||
| Darius Khondji | |||
| Produzent: | Gavin Polone | ||
| Judy Hofflund | |||
| David Koepp | |||
| Cean Chaffin | |||
Panic Room in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:2,40/16:9
Extras: Teaser, Filmografien
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