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Panic Room

Pechschwarzer Thriller über eine Frau und ihre Tochter, die vor drei Einbrechern in einen eigens dafür vorgesehenen Raum ihres Hauses flüchten.


Panic Room

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Erhältlich seit:
22.10.2002

Thriller

USA 2002
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 16

Jodie Foster
Kristen Stewart
Forest Whitaker

Regie: David Fincher
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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In Angst: Mutter und Tochter

In Angst: Mutter und Tochter

Menschen mit einem Herzfehler oder schwachen Nerven sollten diesen Film meiden und erst mal ihren Arzt oder Apotheker fragen. Denn der spannungsgeladene Psycho-Thriller lässt nicht nur auf der Leinwand die Sicherungen durchknallen. David Fincher, seit "Sieben" Spezialist für das Böse im Menschen, hat sich einen Albtraum einfallen lassen, der den Adrenalinspiegel in gefährliche Höhen puscht.

Tatort Manhattan: Nach ihrer Scheidung zieht Meg Altman (Jodie Foster) mit Tochter Sarah (Kristen Stewart) in ein luxuriöses New Yorker Brownstone-Haus über drei Etagen, groß wie mehrere Tanzsäle, aber unheimlich. Hinter einem Spiegel versteckt, birgt es den so genannten "Panic Room", ein mit modernster Überwachungstechnik ausgestatteter Raum, von dem aus man jede Bewegung im Haus kontrollieren kann und der von außen nicht zu öffnen ist - letzter Fluchtpunkt bei einem Überfall und Spleen des steinreichen Vorbesitzers.

Die Gangster gieren nach Dollars

Die Gangster gieren nach Dollars

Nie hätten die beiden es sich träumen lassen, dieses abgeschlossene Kabuff mit eigener Telefonleitung und Luftzufuhr jemals zu benutzen.

Doch der Horror ist schon unterwegs. In der ersten Nacht, die Kisten sind noch nicht ausgepackt, schleichen drei Einbrecher ins Haus, Mutter und Tochter flüchten in den Panic Room und fühlen sich hinter der Stahltür in Sicherheit.

Aber nicht lange, denn ausgerechnet dort suchen die Ganoven eine Masse Geld. Der Nette (Forest Whitaker), der Blöde (Jared Leto) und der Brutalo (Dwight Yoakam) gehen rabiat vor, lassen sich schon mal gar nicht durch eine Frau aufhalten.

Mutig: Jodie Foster

Mutig: Jodie Foster

Das Katz-und-Mausspiel gerät außer Kontrolle. Die rasante Kamera verursacht Schwindel, die suggestive Musik nistet sich in jede Hirnrille ein. Und Jodie Foster, die für diese Traumrolle den Vorsitz der Jury in Cannes sausen ließ, liefert eine Performance, die andere Hollywood-Ladies vor Neid grün macht.

Als in die Ecke gedrängte Kämpferin wächst sie über sich hinaus, vergisst ihre klaustrophoben Ängste und setzt den perfiden Verbrechern Mut und Intelligenz entgegen. Am Ende geht's ans Eingemachte. Aber eine Frau tut, was sie tun muss. Jodie ist die Größte!

Panic Room

Nach elegischem Ripley-Requiem ("Alien 3"), apokalyptischer Morallektion ("Sieben"), diabolischer Persönlichkeitstherapie ("The Game") und schwarzhumorigem Schizophrenietrip ("Fight Club") inszeniert David Fincher seinen thematisch und vielleicht auch kommerziell zugänglichsten Film. Überschaubar komplex in Handlung und Figurenbeschreibung legt "Panic Room" seine Schwerpunkte auf die Visualisierung einer räumlich einengenden dramatischen Extremsituation und auf ein Spannungskonzept, das der filigranen Suspensegenese in den Filmen Brian De Palmas näher steht als den vielen Geisterbahnstreifen, die mit optischen und akkustischen Springteufeln erschrecken. Das Ergebnis ist ein elegant inszeniertes Überlebensduell zwischen zwei Frauen und drei Einbrechern, das sich das Etikett Thriller sehr wohl verdient.

Bereits im Vorfeld erregte das Projekt beträchtliches Aufsehen, als David Koepps Drehbuch für vermutete vier Millionen Dollar rekordverdächtig honoriert wurde, als Hauptdarstellerin Nicole Kidman wegen einer Knieverletzung aussteigen musste, Nachfolgerin Jodie Foster für ihre Rolle den Cannes-Vorsitz abgab und dann Fincher mit ihrer Schwangerschaft selbst panisch machte. Schließlich wurde auch Darius Khondji, Finchers Lichtzauberer bei "Sieben", während der Dreharbeiten ersetzt, weil der Regisseur in seinem anspruchsvollen atmosphärisch-visuellen Konzept "Mission: Impossible" aus dem Vokabular entfernt hatte. Die Optik ist dann auch einer der Stars des Films. Ob nun plastische, fast dreidimensional wirkende Credits Besetzungs- und Stabnamen in die Architektur New Yorks integrieren, ob die Reduzierung künstlicher Lichtquellen Dunkelheit wirklich spüren lässt oder eine entfesselte Kamera aus Jodie Fosters Bett den Rückzug antritt, ohne sichtbaren Schnitt die Stockwerke nach unten bis zur Straßenebene rauscht oder später durch den Henkel einer Kaffeekanne eine Speedvisite durch die Küche macht. Der Grund für diese Show liegt in der Beschränkung an Raum und Dynamik, die Koepps Drehbuch auferlegt. Ähnlich wie demnächst in Joel Schumachers Telefonzellenthriller "Phone Booth" ist der beengte Schauplatz die größte inszenatorische Herausforderung. Nach kurzer Einführung der beiden weiblichen Hauptfiguren, einer kürzlich geschiedenen Prominentenfrau (Jodie Foster) und ihrer jungen, zuckerkranken, aber kämpferischen Tochter, erlaubt uns Fosters Hauskauf eine Tour durch die Örtlichkeiten, in denen sich bald Jäger und Beute zurechtfinden müssen. Zu der riesigen Immobilie, die mit mehreren Stockwerken und vielen Räumen trotz Zentrallage in Manhattan wie ein Geisterhaus wirkt, gehört auch ein einbruchsicherer geheimer Schutzraum, der mit Stahlwänden, eigener Telefonleitung und einer Monitorwand, die jeden Winkel des Objekts einsehen lässt, ausgestattet ist. Kaum sind Mutter und Tochter zur ersten, von Dauerregen begleiteten Nacht eingezogen, dringen drei Männer ein, um die Millionen, die der Vorbesitzer im Panic Room versteckte, zu holen. Genau dort aber verschanzen sich Mutter und Tochter. Die Rolle der Belagerten ist zunächst passiv, bis die emotional gewohnt engagierte Foster selbst initiativ wird und den Raum mehrfach verlassen muss, um Handy oder Insulin zu holen. Das Diktat des Drehbuchs zwingt zu einigen Unglaubwürdigkeiten, die aber in der Unterhaltungsbilanz relativ folgenlos bleiben. Bis zum Finale, in dem der ständig schwelende Konflikt zwischen menschlichem (Sympathiefigur Forest Whitaker) und brutalem Einbrecher eskaliert, bleibt die Spannung erhalten. Das sollte sich nicht zuletzt dank eines aufregenden Trailers auch kommerziell niederschlagen, zumal Deutschland für Jodie-Foster-Filme traditionell ein starker Markt ist. kob.

Darsteller:  Jodie Foster   als Meg Altman
  Kristen Stewart   als Sarah Altman
  Forest Whitaker   als Burnham
  Dwight Yoakam   als Raoul
  Jared Leto   als Junior
  Ian Bauchau   als Evan Kurlander
  Ann Magnuson   als Lydia Lynch
  Andrew Kevin Walker   als schläfriger Nachbar
  Patrick Bauchau   als Stephen Altman
  Paul Schulze   als Officer Keeney
 
Regie:  David Fincher  
Buch:  David Koepp  
Musik:  Howard Shore  
Kamera:  Conrad W. Hall  
  Darius Khondji  
Produzent:  Gavin Polone  
  Judy Hofflund  
  David Koepp  
  Cean Chaffin  

Penn ermittelt mit Kidman

Sean Penn hat in "Mystic River" einmal mehr bewiesen, dass er ein absoluter Topschauspieler ist. Demnächst wird der Amerikaner mit Nicole Kidman in einem mysteriösen Mordfall ermitteln.

Sean Penn ermittelt in den heiligen Hallen der UNO (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Sean Penn ermittelt in den heiligen Hallen der UNO (Foto: Kurt Krieger)

Sydney Pollack war von Penns Leistung in Clint Eastwoods Regieprojekt so beeindruckt, dass er dem Schauspieler die Hauptrolle in seinem nächsten Film "The Interpreter" angeboten hat. Der Thriller stammt aus der Feder von Charles Randolph, der bereits für das Skript zu "Das Leben des David Gale" verantwortlich zeichnete.

"The Interpreter" handelt von einer Dolmetscherin, die bei den Vereinten Nationen angestellt ist. Zufällig hört sie ein Gespräch mit, das sie in höchste Gefahr bringt: Skrupellose Politiker wollen nämlich einen hohen afrikanischen Regierungsvertreter ermorden. Geschockt wendet sich die junge Frau an das FBI, das sofort einen Agenten (Penn) auf die Bösewichte ansetzt.

Das erst Mal mit Nicole

Penn wird in dem Thriller das erste Mal neben Superstar Nicole Kidman vor die Kamera treten. Die Oscar-Preisträgerin schlüpft in die Rolle der Dolmetscherin, die das Mordkomplott aufgedeckt hat.

Produziert wird "The Interpreter" von Anthony Minghella, der bei "Der englische Patient" und "Der talentierte Mr. Ripley" Regie geführt hat. Hinter der Kamera steht mit Darius Khondji einer der Top-Leute Hollywoods: Er fotografierte unter anderem "Delicatessen", "Sieben", "Alien 4", "The Beach" und "Panic Room". Die Dreharbeiten zu "The Interpreter" sollen im Frühjahr 2004 in New York beginnen.

 

Panic Room in der Fotoshow

 

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