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Panther

Fiktionalisiertes Hochspannungsepos über die Geschichte der Stadtguerillatruppe der "Black Panther" von Mario Van Peebles.


Panther

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Erhältlich seit:
01.08.2001

Drama

USA 1995
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 16

Kadeem Hardison
Bokeem Woodbine
Joe Don Baker

Regie: Mario van Peebles
Cine Plus Entertainment

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Panther

Oakland/Kalifornien, 1966. Aufgerüttelt durch die Reden von Martin Luther King und Malcolm X, gründen einige schwarze Jugendliche die militante Black-Panther-Partei. Bewaffnet ziehen die Polit-Aktivisten durch die Straßen der Ghettos und überwachen die Aktionen der gewalttätigen, weißen Polizisten, die unter den Bewohnern Angst und Schrecken verbreiten. Angeführt von dem charismatischen Trio Huey Newton, Bobby Seale und dem Vietnam-Veteranen Judge, avancieren die Schwarzen Panther bald zum Staatsfeind Nr. 1.

Der neben Spike Lee streitbarste Protagonist des New Black Cinema, Mario Van Peebles ("New Jack City"), erkundet politisch hochsensibles Terrain. Als rasanter, emotional polarisierender Action-Film erzählt "Panther" die dramatische Geschichte der schwarzen Stadtguerilleros. Das dichte Drehbuch stammt von Marios Vater, Melvin Van Peebles, einem engen Vertrauten der Black-Panther-Gründer Newton und Seale. Original-Filmausschnitte aus den sechziger Jahren verstärken die Authentizität dieses Dramas, das nicht nur historisch Interessierte begeistern wird.

Panther

Die Kontroverse um "Panther" war vorprogrammiert: Amerika redet sich den Kopf heiß um Mario Van Peebles' fiktionalisiertes Hochspannungsepos über die Geschichte der Stadtguerillatruppe der "Black Panther". Denn dem Regisseur und seinem Vater Melvin, der die Vorlage lieferte, geht es weniger um historisch korrekte Auseinandersetzung, als die Präsentation afroamerikanischer role models, deren Idealismus, Leidenschaft und Einsatz farbigen Jugendlichen von heute als Vorbild dienen sollen. Sie glorifizieren die Black-Power- Bewegung, indem sie sich auf deren positives Wirken wie das Organisieren von Nahrungs- und Gesundheitsprogrammen konzentrieren. Die belegten dunklen Aktivitäten wie interne Machtkämpfe, Drogenhandel und der massive Mißbrauch von Frauen werden von den Filmemachern außer acht gelassen. Das ist nicht nur faktisch gesehen ärgerlich: Van Peebles verpaßt es damit auch, die Panther als Menschen mit Schwächen und nicht nur als eindimensionale Ikonen des bewaffneten Straßenkampfs zu präsentieren. Dennoch ist diese hemmungslos subjektiv gefärbte Geschichtsstunde packendes, rastloses Infotainment, das auch beim deutschen Kinostart zweifellos zu Diskussionen führen wird. Im explosiven Klima des Jahres 1966, in dem die Worte Martin Luther Kings und des radikaleren Malcolm X die farbige Bevölkerung aufrütteln, formieren unterpriviligierte, mit extremer Polizeibrutalität konfrontierte Afro-Amerikaner in Oakland, Kalifornien die militante Bürgerrechtspartei der Black Panther. Eine Lücke in der kalifornischen Rechtsprechung erlaubt der von dem charismatischen Huey P. Newton und dem eloquenten Bobby Seal geführten Truppe mit offen getragenen Waffen die Tätigkeit von Polizeioffizieren zu überwachen. Der Werdegang der von FBI-Chef Edgar J. Hoover zu Staatsfeind Nummer eins erklärten Panther wird aus der Sicht des fiktiven Judge (Kadeem Hardison) nacherzählt, der als eine Art unfreiwilliger Doppelagent zwischen die Fronten der Panther und der Polizei gerät. Mit dem Jungen im Mittelpunkt folgt Van Peebles den Panthern von den explosiven Ereignissen im Entstehungsjahr bis 1968, und entwickelt eine mutige Konspirationstheorie, dem zufolge das FBI und das organisierte Verbrechen für die Auflösung der Panther verantwortlich waren. Zu den beeindruckendsten Momenten des ohnehin im emotionalen Overdrive gestalteten Politdramas gehören die Szenen, in denen die schwarzuniformierten Panther verblüffte, wutschnaubende Cops, die einen Schwarzen grundlos zusammenschlagen, zum Rückzug zwingen sowie die bewaffnete Erstürmung des Capitols in Sacramento. Der Film endet damit, die heutige Drogenepidemie darauf zurückzuführen, daß die Ghettos mit Zustimmung des FBIs mit Heroin überschwemmt wurden, um den schwarzen Widerstand zu "neutralisieren". Ein Teil der Aufnahmen ist in schwarzweiß gefilmt, was in Verbindung mit den authentischen Filmausschnitten die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen läßt. Die weißen Charaktere werden ausschließlich negativ und eindimensional dargestellt, was den Van Peebles als umgedrehter Rassismus ausgelegt wurde. Sie berufen sich jedoch darauf, daß es im Kontext als Anti-Establishment-Statement gedacht sei. ara.

Darsteller:  Kadeem Hardison   als Judge
  Bokeem Woodbine   als Tyrone
  Joe Don Baker   als Brimmer
  Courtney B. Vance   als Bobby Seale
  Tyrin Turner   als Cy
  Marcus Chong   als Huey Newton
  Anthony Griffith   als Eldridge Cleaver
  Bobby Brown   als Rose
 
Regie:  Mario van Peebles  
Buch:  Melvin van Peebles  
Musik:  Stanley Clarke  
Kamera:  Edward Pei  
Produzent:  Preston Holmes  
  Mario van Peebles  
  Melvin van Peebles  
  Robert De Niro  
 

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