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Kaufvideo
Erhältlich seit:
16.01.2008
Deutschland 2005
Laufzeit: 180 Min.
FSK: ab 6
Fritz Karl
Silke Bodenbender
Anna Hausburg
Regie: Dr. Dieter Wedel
Studio Hamburg Enterprises

Nach gesellschaftspolitischeren Stoffen wie "Der Schattenmann" oder "Die Affäre Semmeling" widmet sich Dieter Wedel in der Tragikomödie "Papa und Mama" den Themen Ehe und Scheidung. Nat King Coles Swingklassiker "Let There Be Love" ist das musikalische Thema des Zweiteilers, auch wenn den Hauptfiguren in "Papa und Mama" das passiert, was Millionen Paare erleben - die Liebe zueinander kommt ihnen langsam abhanden und schließlich ist sie futsch. Für Julia (Anna Hausburg), die dreizehnjährige Tochter des Anwalts Peter Ulrich (Fritz Karl) und seiner Frau Katja (Silke Bodenbender), und ihren Bruder Philipp (Wolf-Niklas Schykowski) scheint die Welt unter zu gehen, als die Ehe ihrer Eltern in die Brüche geht. Auch Peter fällt aus allen Wolken, als seine Frau ihn verlässt - hatte er doch geglaubt, mit einem erfolgreichen Mann, zwei Kindern und einem schönen Haus sei die Ehefrau zufrieden. Aber weit gefehlt, plötzlich sitzt er allein da. Trost findet er bei seinem Jura-Zögling Thomas Hupach (Maximilian Brückner) und dessen Eltern - die allerdings auch schon bald in Scheidung leben... Auch wenn Dieter Wedel mit Geschichten aus dem familiären Umfeld wie "Einmal im Leben" angefangen hat, seine letzten großen Erfolge erzielte er mit genau recherchierten, gesellschaftspolitisch relevanten Stoffen wie "Der Schattenmann" oder "Der große Bellheim". Jetzt kehrt er mit "Papa und Mama" quasi zu seinen Wurzeln zurück, verarbeitet aber auch eigene Erlebnisse und beweist andererseits in den Dialogen ("Alles über 50 nennen wir Greisen-Scheidung"), dass er im Scheidungsanwalts-Milieu recherchiert hat. Indem er "Papa und Mama" aus der Perspektive der Tochter erzählt, verankert er die Geschichte jedoch fest im Privaten und lässt die verschiedenen Filmpaare die Themen Liebe, Ehe und Scheidung durchdeklinieren. Dabei setzt Wedel auf einen ernsten (das Paar Ulrich) und einem heiteren Erzählstrang (das Paar Hupach). Besonders die wunderbare Gisela Schneeberger sorgt für Heiterkeit, während Peter Weck als älterer Mann zwischen Ex-Frau und junger Geliebter eine anscheinend semi-autobiografische Figur verkörpert (auch darf Wedels Lebensgefährtin Dominique Voland eine kleine Rolle übernehmen). Wedel liefert, vor allem im ersten Teil, viele schön beobachtete Szenen über das langsame Auseinanderbrechen einer Ehe, ist sich aber andererseits nicht zu schade, mit den schlichtesten Slapsticknummern um Lacher zu buhlen. Gerade im zweiten Teil verliert "Papa und Mama" an Stringenz und Nachvollziehbarkeit, worüber auch die schwungvolle Musik nicht hinwegtäuschen kann. So bleibt "der neue Wedel" hinter seinen großen Vorgängern zurück - kein ganz großer Wurf, aber vermutlich dennoch ein Treffer in das Herz der ZDF-Zuschauer. sw.
Seine Fernsehfilme und Mehrteiler haben Mediengeschichte geschrieben und wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet: Erfolgsregisseur, Autor und Produzent Dieter Wedel zählt zu den renommiertesten und erfolgreichsten deutschen Filmemachern und er animiert sein Darstellerensemble stets zu außergewöhnlichen Leistungen.
In "Papa und Mama" beleuchtet Wedel kritisch, analytisch, humorvoll und immer unterhaltend die Bedingungen und Zwänge der modernen Gesellschaft, sucht Antworten auf die Fragen: Was ist Glück? Was ist Liebe? Wie sieht eine glückliche Beziehung aus? Dabei zeigt er einfühlsam und packend, wohin Sprachlosigkeit in Beziehungen führt, nämlich vor den Scheidungsrichter.
Auf verschiedenen Ebenen in verschiedenen Tonarten variiert er das Thema Scheidung. Da gibt es den Staranwalt (Fritz Karl), dessen vernachlässigte Frau (Silke Bodenbender) ihn völlig überraschend mitsamt den Kindern verlässt, das ältere Ehepaar, das sich nach Jahrzehnten der Gemeinsamkeit trennt, weil der alternde Mann noch einmal Bestätigung braucht und die andere Seite - die Auswirkungen der Trennung auf die Kinder. Aus ihrer Perspektive werden die einfallsreich miteinander verflochtenen Hauptstränge der Geschichte erzählt - auf dem Schlachtfeld der ehelichen Auseinandersetzungen geraten sie zwischen alle Fronten.
Quelle: Studio Hamburg
| Darsteller: | Fritz Karl | als Dr. Peter Ullrich | |
|---|---|---|---|
| Silke Bodenbender | als Katja Ullrich | ||
| Anna Hausburg | als Julia Ullrich | ||
| Wolf-Niklas Schykowski | als Philipp Ullrich | ||
| Rosel Zech | als Mutter Martha | ||
| Prof. Peter Weck | als Charly Hupach | ||
| Gisela Schneeberger | als Ruth Hupach | ||
| Maximilian Brückner | als Thomas Hupach | ||
| Eva Habermann | als Simone Behrend | ||
| Götz Schubert | als Kurt Lindemann | ||
| Ernst Jacobi | als Prof. Hampe | ||
| Naomi Krauss | als Barbara Wagner | ||
| Wolfgang Pregler | als Wolfgang Menzel | ||
| Dominique Voland | als Sigrid | ||
| Barbara Becker | als Linda Castor | ||
| Eva Hassmann | als Mona Berger | ||
| Jochen Busse | als Gastgeber | ||
| Regie: | Dr. Dieter Wedel | ||
| Buch: | Dr. Dieter Wedel | ||
| Musik: | Ralf Wengenmayr | ||
| Kamera: | Piotr Lenar | ||
| Produzent: | Jürgen Kriwitz | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 16:9
Extras: Bildergalerie
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Fritz Karl
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Silke Bodenbender
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