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Paranoid Park

Atmosphärisch magische Studie eines Skaters, der versucht, eine traumatische Erfahrung zu verarbeiten.


Paranoid Park

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Erhältlich seit:
07.11.2008

Drama

Frankreich/USA 2007
Laufzeit: 81 Min.
FSK: ab 16

Gabe Nevins
Daniel Liu
Scott Green Jr.

Regie: Gus Van Sant
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Atmosphärisch magische Studie eines Skaters, der versucht, eine traumatische Erfahrung zu verarbeiten.

Alex ist vom Leben verwirrt (Foto: Peripher) Großansicht

Alex ist vom Leben verwirrt (Foto: Peripher)

Nur beim Skaten im abgelegenen Paranoid Park wirkt der 16-jährige Alex (Gabe Nevins) glücklich. Seine Eltern hält er auf Abstand, wie auch seine Freundin, die unbedingt ihre Unschuld verlieren will. Alex ist sexuell verunsichert, emotional desorientiert und von Schuldgefühlen gequält, weil vielleicht durch ihn ein Mann während einer schrecklichen Nacht zu Tode kam.

Als Detective Lu (Daniel Liu) in dem Fall ermittelt, plagen den Schüler starke Gewissensbisse. In einem Brief an seine einzige Vertrauensperson, in einer Reflexion von Gedanken und Gefühlen, versucht er, seine gestörte Welt geistig zu ordnen.

Das Skateboard sorgt für Aufregung (Foto: Peripher) Großansicht

Das Skateboard sorgt für Aufregung (Foto: Peripher)

Zurück zur Schule

Wieder beschäftigt sich Gus van Sant mit dem Schulmilieu von "Elephant" und verarbeitet Fragen von Schuld und Sühne vor dem Hintergrund familiärer Konflikte. Beeindruckend.

Paranoid Park

Gus Van Sants Studie eines Skaters, der vom gewalttätigen Tod eines Wachmanns und sexueller Orientierungssuche belastet wird, ist eine subtile Momentaufnahme jugendlicher Erlebniswelt.

Schüler, Skaten, fast völlig ausgeblendete Eltern und erster Sex - das klingt wie ein Sequel zu "Ken Park", ist Larry-Clark-Territorium. Wo aber Clark Milieu-fixiert, realistisch, auch voyeuristisch ist, beobachtet Van Sant zurückgenommen, visuell-orientiert und künstlerisch. Die nicht linear erzählte Story folgt einer losen Dramaturgie, ist vor allem Mittel zum Eintauchen in eine Welt der Bilder, Geräusche und verwirrenden Empfindungen, die das Leben der Hauptfigur bestimmen.

In einem Brief schreibt sich der junge Alex (Newcomer Gabe Nevins) Schuldgefühle von der Seele, die ihn seit einer traumatischen Nacht belasten. Danach führt der Film zurück an die Schule, deren Korridore Alex durchschreitet wie sein introvertiertes Pendant in Van Sants "Elephant". Ein Cop befragt ihn, denn unweit des "Paranoid Park", wo sich die cooleren, am Rand der Gesellschaft lebenden Skatekids zwischen Betonröhren, Rampen und verrottenden Unterführungen messen, wurde ein Bahnwärter aufgefunden: niedergeschlagen von einem Skateboard, überrollt von einem Zug. Die Regie reicht später nach, was sich hier ereignete, beobachtet den offensichtlich involvierten Alex, wie er mit seinem Gewissen ringt und dem Wunsch, sich jemandem anzuvertrauen. Zu den getrennt lebenden Eltern hat Alex keinen Zugang. Die Distanz macht Van Sant dezent sichtbar, zeigt die Eltern meist nur in Umrissen und Bildausschnitten. Auch seiner Freundin öffnet er sich nicht, weil sie seine Veränderung nicht und ihn nur als sexuellen Erlöser wahrnimmt. Das von ihr ersehnte erste Mal inszeniert Van Sant als ernüchternde, leidenschaftslose Kapitulation - von Alex. Ein ungewöhnlicher Wechsel von traditionellen Rollen, den Van Sant nicht mit Ausrufezeichen, sondern nur mit Andeutungen erklärt.

"Paranoid Park" ist ein subtiles Puzzle, das man sich selbst zusammensetzen muss. Nie unverständlich, aber bewusst undeutlich - so wie Christopher Doyles Kamera hypnotisch mit den Skatern durch die Röhren gleitet, während Menschen und Objekte im Umfeld nur Schemen bleiben. Mit seinen authentischen, meist von Laien gespielten Kids öffnet sich "Paranoid Park" der Jugend, mit seiner Erzählweise, den atmosphärischen Bildern, in die sich Geräusche, Stimmen und ein musikalischer Mix aus Nino Rota, Beethoven und Elliot Smith mischen, ist er sehr erwachsen. In beiden Gruppen wird es wohl Ratlosigkeit und Ablehnung, aber auch Anerkennung und Bewunderung geben. kob.

Paranoid Park

Zum Eastside Skateboard Park unter einer der Brücken in Portland, Oregon, geht man besser nicht allein. Hier skaten nur die ganz harten Kids. Die illegale Skater-Anlage ist eine autonome Zone, in der Erwachsene nichts zu suchen haben. Hier ist der "Paranoid Park". Der junge Skater Alex fühlt sich noch nicht bereit für Paranoid. Als er eines Tages doch hingeht passiert, ein Unglück: Bei einem Unfall tötet er unbeabsichtigt einen
Wachmann. Alex beschließt es zu verheimlichen. Aber die Polizei ist ihm bereits auf der Spur...

Die Super-8-Skateboard-Ästhetik und die ausdrucksstarke Bildsprache von Kameramann Christopher Doyle tauchen tief in die Welt der Skater ein. Darüber hinaus ist Gus van Sants Film ein spannender Thriller und ein herausragendes Portrait einer ganzen Generation. Niemand ist je bereit für Paranoid Park.

Quelle: AL!VE

Making of, Interview mit Gus van Sant,
Trailer zu PARANOID PARK,
MALA NOCHE und LAST DAYS

Quelle: AL!VE

Darsteller:  Gabe Nevins   als Alex
  Daniel Liu   als Detective Richard Liu
  Scott Green Jr.   als Scratch
  Jake Miller   als Jared
  Taylor Momsen   als Jennifer
  Lauren McKinney   als Macy
  Grace Carter   als Alex's Mutter
  Jay "Smay" Williamson   als Alex's Vater
  Olivier Garnier   als Cal
  Winfield Jackson   als Christian
  Joe Schweitzer   als Paul
  Dillon Hines   als Henry
 
Regie:  Gus Van Sant  
Buch:  Gus Van Sant  
Kamera:  Christopher Doyle  
  Kathy Li  
Produzent:  David Cress  
  Nathanaël Karmitz  
  Neil Kopp  
  Marin Karmitz  
 

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