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Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück

Christophe Barratier ("Die Kinder des Monsieur Mathieu") lässt in seinem Film das Paris der Vorkriegsjahre wieder auferstehen und inszeniert eine Hommage an die Macht des Theaters.


Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück

Leihvideo

Erhältlich seit:
14.05.2009

Originaltitel: Faubourg 36

Drama/ Komödie

Frankreich/Deutschland/Tschechien 2008
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 6

Gérard Jugnot
Kad Merad
Clovis Cornillac

Regie: Christophe Barratier
Highlight Communications (Deutschland)

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Christophe Barratier lässt in seinem Film das Paris der Vorkriegsjahre wieder auferstehen und inszeniert eine Hommage an die Macht des Theaters.

Sängerin Douce soll die Show retten (Foto: Constantin) Großansicht

Sängerin Douce soll die Show retten (Foto: Constantin)

Mitte der 30er Jahre in Paris. Die Belegschaft des Musiktheaters "Chansonia" kämpft darum, das geschlossene Haus mit einer eigenen Show wieder zu eröffnen - allen voran die drei Freunde Pigoil (Gérard Jugnot), Milou (Clovis Cornillac) und Jacky (Kad Merad). Als Pigoil das Sorgerecht für seinen Sohn entzogen wird, bricht für den arbeitslosen Bühnenarbeiter eine Welt zusammen. Die Show muss zum Erfolg werden, denn nur so hat er eine Chance, den Jungen zurückzubekommen.

Mit der Sängerin Douce (Nora Arnezeder) finden sie einen echten Star - doch auf Douce hat auch der Obergangster des Viertels ein Auge geworfen. Mit Hilfe eines ehemaligen Starkomponisten stellen sie eine Show auf die Beine, wie sie Paris noch nie gesehen hat.

Vater und Sohn sind wieder vereint (Foto: Constantin) Großansicht

Vater und Sohn sind wieder vereint (Foto: Constantin)

Ein wahres Fest

Nach dem Erfolg von "Die Kinder des Monsieur Mathieu" begeistert Christophe Barratier nicht nur Paris-Liebhaber mit einem Fest für Auge und Ohr.

Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück

Poetisch-nostalgisch gefärbter Blick auf das Paris der 1930er Jahre und den Kampf eines Ensembles für ihr Musiktheater und eine eigene Show.

"Der sieht gar nicht wie ein Mörder aus", murmelt der Polizist beim Verhör von Pigoil, dem Prinzipal des Musiktheaters "Chansonia". Und der naiv dreinschauende rundliche Mann erzählt seine Geschichte: Die beginnt am Silvesterabend 1935. Auf der Bühne tobt das Leben, hinter den Kulissen fliegen die Fetzen: der kommunistische Arbeiterführer Milou ruft zum Streik wegen ausstehender Löhne auf, Pigoils Frau läuft mit dem Star des Ensembles davon und der Theaterdirektor erschießt sich um Mitternacht, weil er dem erpresserischen Miethai Galapiat Geld schuldet. Das Ende der legendären Bühne scheint eingeläutet. Aber nicht mit uns, sagen sich die Mitarbeiter, besetzen im Frühjahr das Etablissement und bringen den Bösewicht Galapiat dazu, sie zu dulden - nicht aus Gutmütigkeit, sondern um als Gutmensch seine Chancen in der Politik zu steigern. Ohne großes Budget melden sich aber nur Laien für die Auftritte, einzig eine junge Sängerin kann die Zuschauer begeistern, um deren Gunst buhlen ausgerechnet die Feinde Galapiat und Milou - mit fatalen Konsequenzen.

Die Hauptfigur spielt wie in "Die Kinder des Monsieur Mathieu" erneut Gérard Jugnot, ein armer und ehrlicher Hund. Um diese liebenswürdige Gestalt drapiert Barratier markante Charaktere wie den tragikomischen, mit den Faschisten liebäugelnden Imitator Jacky (Kad Merad aus "Willkommen bei den Sch'tis"), den "roten" Milou oder den spleenigen Eremiten "Monsieur Radio" (Pierre Richard).

Barratiers Liebeserklärung an ein Paris der Fantasie (das Filmset wurde in der Nähe von Prag gebaut), bei dem die politische und gesellschaftliche Wirklichkeit nur als folkloristische Folie dienen, ist ein alles verzaubernder Tanz, eine gelungene Paarung aus Nostalgie und Gefühl, wunderschönem Kitsch und herzerwärmenden Klischee. Historisch wichtige Fakten werden "en passant" gestreift, es geht vor allem um ein emotionsreiches Sittengemälde mit Werten wie Solidarität und sozialer Gerechtigkeit, um den kleinen und respektablen Mann von der Straße im "Faubourg", der auch nach härtesten Schicksalsschlägen mit neuer Kraft für seine Würde kämpft. Die manchmal ganz unwirklichen Farben verdankt diese stilisierte Vision der Seinemetropole Clint Eastwoods Kameramann Tom Stern, der den Bildern eine traumhafte Magie verleiht, mag sie für Realisten vielleicht "zuckersüß" wirken. Dazu ein bunter Strauß Chansons - Parisliebhaber schwimmen im Glück. mk.

Darsteller:  Gérard Jugnot   als Monsieur Pigoil
  Kad Merad   als Jacky
  Clovis Cornillac   als Milou
  Nora Arnezeder   als Douce
  Pierre Richard   als Monsieur Radio
  Bernard-Pierre Donnadieu   als Galapiat
  Maxence Perrin   als Jojo
  François Morel   als Célestine
  Élisabeth Vitali   als Viviane
  Christophe Kourotchkine   als Lebeaupin
  Eric Naggar   als Grevoul
  Eric Prat   als Detective Tortil
  Julien Courbey   als Mondain
  Philippe du Janerand   als Triquet
 
Regie:  Christophe Barratier  
Buch:  Christophe Barratier  
Musik:  Reinhardt Wagner  
Kamera:  Tom Stern  
Produzent:  Jacques Perrin  
  Nicolas Mauvernay  
 

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