
In der texanischen Wüste wird ein halbverdursteter Mann gefunden, der scheinbar Sprache und Erinnerung verloren hat. Walt identifiziert ihn als seinen Bruder Travis, der vor Jahren verschwunden war und dessen Sohn Hunter bei ihm lebt. Nach einiger Zeit beginnt Travis wieder zu sprechen und gewinnt das Vertrauen seines Sohnes, mit dem er sich auf die Suche nach seiner Frau Jane begibt. Er findet sie in einer Peep-Show.
Mit "Paris, Texas" fand Amerika-Kenner Wim Wenders einen idealen Ausdruck für seine Beschäftigung mit den Mythen und dem Kino des Landes. Dabei ließ er seine europäische Perspektive mit der amerikanischen Filmästhetik verschmelzen und schuf mit der Hilfe des brillanten Kameramanns Robby Müller einen bestechenden Film. Faszinierende Bilder, eine überzeugende Darstellerriege, aus der Harry Dean Stanton und Nastassja Kinski herausragen, und eine zeitlos-allegorische Geschichte fügen sich zu einer atmosphärisch dichten Einheit zusammen. Der Film brachte Wenders nicht nur internationale Beachtung, sondern auch die Goldene Palme in Cannes.