DVD Leihvideo

Parkour

Intensiv inszeniertes und gespieltes Langfilmdebüt über einen Parkourläufer, der im Sport jede Hürde nimmt, doch im realen Leben an seiner krankhaften Eifersucht zugrunde geht.


Parkour

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.10.2010

Drama

Deutschland 2009
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

Christoph Letkowski
Nora von Waldstätten
Marlon Kittel

Regie: Marc Rensing
Lighthouse Home Entertainment Vertriebs GmbH & Co. KG

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Parkour

Mittzwanziger Richie ist Gerüstbauer und führt mit der jüngeren Hannah eine glückliche Beziehung. Am liebsten aber absolviert er mit seinen beiden Kumpels Nonne und Paule Parkour-Läufe über urbane Industriebrachen. Was er an sportlichen Hürden spielerisch nimmt, daran scheitert er im Leben. Rasend eifersüchtig auf Nonne, der Hannah für ihre Abiprüfung Nachhilfestunden gibt, steigert er sich in einen aggressiven Wahn hinein, der sein aussichtsreiches Leben - Karriere und Beziehung - drastisch ruiniert.

Das in Hof prämierte Langfilmdebüt von Marc Rensing beginnt zwar wie ein energiegeladener Sportfilm, ist aber tatsächlich ein klassisches Psychodrama über die vernichtende Wirkung der Eifersucht. Mit Anleihen bei "Das weiße Rauschen" gelingt Rensing, der mit am Drehbuch schrieb, die Chronik einer sich auswachsenden Geisteskrankheit authentisch und dennoch nicht wie eine klinische Fallstudie zu inszenieren, sondern als eindringlichen, bestürzenden Abstieg in die Hölle - ohne jede Effekthascherei.

Parkour

Ein Parkourläufer steigert sich in diesem authentischen Psychodrama aus Verlustängsten um seine hübsche Freundin in einen unberechenbaren, gewalttätigen Wahn.

Mittzwanziger Richie (Christoph Letkowski) ist Gerüstbauer und führt mit der jüngeren Hannah (Nora von Waldstätten) eine glückliche Beziehung - am liebsten aber absolviert er mit seinen beiden Kumpels Nonne (Marlon Kittel) und Paule (Constantin von Jascheroff) Parkour-Läufe über urbane Gebirge: Häuser, Dächer, Fassaden. Aus schwelender Eifersucht um seine attraktive Freundin vermöbelt er heimlich Nebenbuhler in der Disco. Doch so richtig brechen seine Verlustängste aus, als Hannah, die berechtigte Sorge hat, ihr Abitur nicht zu schaffen, Mathe-Nachhilfestunden nimmt. Denn obwohl er dafür Nonne beauftragt, um ja nicht die Kontrolle über die Situation zu verlieren, wird er rasend eifersüchtig. Nicht ganz unschuldig daran ist sein österreichischer Baukollege Janko (Georg Friedrich als Nervensäge), der mit seinem gescherten Gerede von fortlaufender Untreue seine Paranoia entfacht und den Wahn anstachelt. Geldsorgen, ein betrügerischer Bauherr und eine Pechsträhne später wächst Richie alles über den Kopf, bis er einen tragischen Unfall verschuldet, der Janko ins Krankenhaus befördert. Damit schlittert Richie erst richtig in seinen verbissenen Irrsinn.

Das in Hof (Kodak Förderpreis 2009) und Baden-Baden (MFG Star 2009) prämierte Langfilmdebüt von Marc Rensing beginnt zwar wie ein energiegeladener Sportfilm, ist aber tatsächlich ein klassisches Psychodrama über die vernichtende Wirkung der Eifersucht. Mit Anleihen bei "Das weiße Rauschen" gelingt Rensing, der mit am Drehbuch schrieb, die Chronik einer sich auswachsenden Geisteskrankheit authentisch und dennoch nicht wie eine klinische Fallstudie zu inszenieren, sondern als eindringlichen, bestürzenden Abstieg in die Hölle - ohne jede Effekthascherei. Zwar sind einige Stilmittel zu durchsichtig, aber der düster bebilderte Film schraubt sich gefährlich tief in den ausufernden Wahn hinein - so tief, dass auch der Zuschauer getäuscht wird und einige bittere Überraschungen erlebt. Das Parkour-Laufen in einer Industriebrache dient vor allem als Metapher für den Geisteszustand der Hauptfigur: zunächst sind die Hürden, die er spielerisch nimmt, im Leben jedoch daran scheitert, ein sportlicher Spaß, bald eine Flucht, schließlich (auto)aggressive Destruktivität. Wie Letkowski als psychisch Labiler agiert und immer mehr Freunde verprellt, wenn nicht verprügelt, während ihm selbst in einem wiederkehrenden Vertigo der Boden unter den Füßen weggezogen wird, ist stark und so glaubwürdig, wie die restliche Besetzung eines vielversprechenden Erstlingswerks. tk.

Darsteller:  Christoph Letkowski   als Richie
  Nora von Waldstätten   als Hannah
  Marlon Kittel   als Nonne
  Arved Birnbaum   als Frankie
  Constantin von Jascheroff   als Paule
  Georg Friedrich   als Janko
  Ralf Dittrich   als Lehmann
  Lilly Marie Tschörtner   als Jana
  Laurens Walter   als Stefan
  Nadja Stübiger   als Sylvie
  Piet Fuchs   als Naber
  Stefan Feddersen-Clausen   als Seng
  Özgür Karadeniz   als Kontrolleur
  Martin Butzke   als Chefarzt
  Joachim Nimtz   als Arzt
  Michael Stiller   als Vater
  Walter Sprungala   als Bauherr
  Christoph Gawenda   als Polizeibeamter
  Daniel Seniuk   als Typ in Disco
  Dorothea Arnold   als Krankenschwester
  Vilmar Bieri   als Mieter
  Georg Alfred Wittner   als Chef in Disco
 
Regie:  Marc Rensing  
Buch:  Marc Rensing  
  Rüdiger Heinze  
Musik:  Thomas Mehlhorn  
Kamera:  Ulle Hadding  
Produzent:  Rüdiger Heinze  
  Stefan Sporbert  
 

Parkour in der Fotoshow

 

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