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Party Animals ... Wilder geht's nicht!

Überdrehter College-Klamauk aus der Schule des US-Satiremagazins National Lampoon.


Party Animals ... Wilder geht's nicht!

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Erhältlich seit:
10.02.2003

Originaltitel: Van Wilder

Komödie

USA 2002
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 12

Ryan Reynolds
Tara Reid
Tim Matheson

Regie: Walt Becker
Universum Film

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Der Ernst des Lebens kann warten: Faulpelz Van Wilder zeigt, wie es geht.

Van Wilder lässt den Arbeitstag gern lässig angehen (Foto: Universum Film) Großansicht

Van Wilder lässt den Arbeitstag gern lässig angehen (Foto: Universum Film)

Sei kein Dummi, bleib an der Uni - so lautet das Lebensmotto von Van Wilder (Ryan Reynolds), allseits respektiertes Partytier und Student im 17. Semester. Um so größer die allgemeine Bestürzung, als der gestrenge Vati dem Faulpelz den Geldhahn zudreht.

Plötzlich sieht sich Van gezwungen, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen und endlich seinen Hintern hochzubekommen, um wenigstens mit Ach und Krach einen Abschluss zu schaffen.

Das Problem mit der Geldversorgung ist schnell gelöst, erwirbt er sich doch als Partyveranstalter schnell einen Namen.

Auf dem Golfplatz lässt sich Frau schon mal den Schläger führen (Foto: Universum Film) Großansicht

Auf dem Golfplatz lässt sich Frau schon mal den Schläger führen (Foto: Universum Film)

Lebensziel: faul sein

Die Noten sind unterdessen nicht so leicht zu verbessern, zumal sich hier zwei Feinde in seinen Weg stellen: Disziplinfreak Professor McDoogle will den Anarchisten durchfallen lassen, und ein reicher Widersacher mit guten Beziehungen ist eifersüchtig, weil sich seine Journalistenfreundin plötzlich nicht mehr nur aus beruflichen Gründen für den Uni-Freak zu interessieren scheint.

Vorbildliche Faulenzer wie "Ferris" lassen schön grüßen, wenn Lebenskünstler Van Wilder der Leistungsgesellschaft den Gruß mit dem Mittelfinger entbietet und auch von schönen Frauen wie Tara Reid nicht vom Pfad des stilvollen Müßigganges abzubringen ist. Ein Fall für die Comedy-Factory National Lampoon, die sozusagen die moderne Version ihres Spät-70er-Meisterwerkes "Ich glaub, mich tritt ein Pferd" ins Rennen schickt.

Party Animals ... Wilder geht's nicht!

Zehn Jahre sind vergangen, seit mit "Loaded Weapon 1" zuletzt eine Komödie unter dem Banner des Satiremagazins National Lampoon veröffentlicht wurde. Davor landete die in den USA höchst beliebte Mischung aus Titanic und Mad regelmäßig Filmhits wie "Die schrillen Vier auf Achse", "Hilfe, die Amis kommen" und vor allem "Ich glaub', mich tritt ein Pferd". Letzterer darf nun als großväterliches Vorbild für den überdrehten Collegeklamauk "Van Wilder" bezeichnet werden, wobei Regisseur Walt Becker auch unverzagt Anleihen bei den Bad-Taste-Königen Peter und Bobby Farrelly genommen hat. In den Hauptrollen treten Chevy-Chase-Lookalike Ryan Reynolds (vor allem bekannt aus der Sitcom "Two Guys, a Girl and a Pizza Place") und "American Pie"-Göre Tara Reid auf.

Wie in "Schwer verliebt" bildet eine harmlose Liebesgeschichte den zentralen Aufhänger für die Handlung und dient als Zubringer für einen guten Schuss schmalzige Sentimentalität. Doch Regisseur Becker, dessen letztjähriger Debütfilm "Buying The Cow" (ebenfalls mit Reynolds) bislang noch nicht veröffentlicht wurde, versteht es, ausreichend nackte Brüste, wildes Partygebaren und einen Ekelgag, der selbst Tom Greens "Freddy Got Fingered" gut zu Gesicht stehen würde, unterzubringen, um unterhaltungswütige Teenager bei Laune zu halten.

Der umtriebige Van Wilder (Reynolds) studiert bereits das siebte Jahr am Coolidge College, wobei er mehr an Feten als am Abschlussdiplom interessiert ist. Nach einer besonders wilden Party am Campus kreuzt sein Vater (Tim Matheson spielte in "Ich glaub', mich tritt ein Pferd" den legendären Tunichtgut Otter) auf, um den Geldhahn zuzudrehen. Zunächst wendet sich Van an eine sexgeile, alternde Schulverwalterin, mit der er ein Stelldichein hinter sich bringt, das an Woody Harrelsons Tête-à-tête mit seiner Vermieterin in "Kingpin" erinnert. Doch Van verzagt nicht und beschließt, mit Hilfe seines indischen persönlichen Assistenten Taj Mahal Badalandabad (ausgiebig dienen rassische Stereotypen als Quelle für - allemal liebenswerte - Gags) als Partyplaner das nötige Kleingeld zu verdienen. Die Feste sind ein Hit. Doch dann tritt die Studentenzeitungsreporterin Gwen (Reid), mit dem Auftrag eine enthüllende Story über ihn zu schreiben, in Vans Leben. Sie hat einen erwartungsgemäß schnöseligen Boyfriend, der seine Abreibung später mit dem Verspeisen eines Sahnedessert mit Hundesamen (na ja!) verabreicht bekommt. Zunächst versucht Van jedoch sein entwaffnend Bestes, die unbeeindruckte Gwen in seinen Bann zu ziehen. Sie merkt schließlich, dass sich hinter Vans exzessiver Partytier-Fassade tatsächlich ein intelligenter und liebenswerter Charmebolzen verbirgt, der lediglich lernen muss, sein Potential zu realisieren. Das Happy End wird nach 92-minütiger Lauflänge eingeläutet.

Trotz mancher allzu grotesker Gags gelingt "Van Wilder" ein beeindruckender Balanceakt: Nie rutscht der Ton des enthemmten Comical ins Hämische ab. Die niedliche Chemie zwischen den beiden Protagonisten trägt zur weiteren Entschärfung etwaiger "Tomcats"-Treminen bei. Vor allem Titeldarsteller Reynolds überzeugt mit seinem leichtherzigen Sonnyboy-Charme und macht Van Wilder zu einer sympathischen Figur. Ein poppig-energetischer Soundtrack verleiht dem für fünf Mio. Dollar spottbillig realisierten Studentenspaß das akustische I-Tüpfelchen. ara.

Darsteller:  Ryan Reynolds   als Van Wilder
  Tara Reid   als Gwen Pearson
  Tim Matheson   als Vance Wilder Sr.
  Kal Penn   als Taj Mahal Badalandabad
  Teck Holmes   als Hutch
  Daniel Cosgrove   als Richard Bagg
  Deon Richmond   als Mini Cochran
  Alex Burns   als Gordon
  Emily Rutherfurd   als Jeannie Jacobs
  Paul Gleason   als Professor McDoogle
  Erik Estrada   als Erik Estrada
  Jason Winer   als Panos Patakos
  Curtis Armstrong   als Campus-Polizist
  Kim Smith   als Casey
  Tom Everett Scott   als Elliot Grebb
  Chris Owen   als Timmy
 
Regie:  Walt Becker  
Buch:  Brent Goldberg  
  David Wagner  
Musik:  David Lawrence  
Kamera:  James Bagdonas  
Produzent:  Robert L. Levy  
  Peter Abrams  
  Andrew Panay  
  Jonathon Komack Martin  
 

Fassungen

 

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Features

 

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"Filme sind wie Nervenzusammenbrüche. Du weißt nie, worum sie sich drehen, bis sie vorbei sind." Dieses Zitat stammt nicht von Forrest Gump,...