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Passwort: Swordfish

Explosive, werbespotreif gefilmte Gangsterstory, mit der John Travolta als Mr.Cool nach diversen Flops wieder weiter oben mitschwimmt.


Passwort: Swordfish

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Erhältlich seit:
02.05.2002

Originaltitel: Swordfish

Thriller/ Action

USA 2001
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 16

John Travolta
Hugh Jackman
Halle Berry

Regie: Dominic Sena
Warner Home Video Germany

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Atemloser Action-Spaß, in dem John Travolta als aalglatter Ganove das Wort "cool" neu definiert.

Das Ganoven-Trio plant den großen Coup (Foto: Warner) Großansicht

Das Ganoven-Trio plant den großen Coup (Foto: Warner)

Der vorbestrafte Hacker Stanley wird von dem undurchsichtigen Gangster Shear und dessen attraktivem Lockvogel Ginger engagiert, um bei einem Coup mitzumachen, der neun Milliarden Dollar einbringen soll.

Nachdem er in einem Test innerhalb von nur 60 Sekunden den FBI-Computer geknackt und sich als würdiger Komplize erwiesen hat, willigt Stanley in den Deal ein, weil er hofft gemeinsam mit Tochter Holly ein neues Leben beginnen zu können. Doch was als vermeintlich sauberer Computerjob beginnt, endet in einer blutigen Geiselnahme.

Vor so viel Coolness muss man einfach Angst kriegen (Foto: Warner) Großansicht

Vor so viel Coolness muss man einfach Angst kriegen (Foto: Warner)

Einmal tief Luftholen

Wieder einmal darf John Travolta das spielen, was er seit "Pulp Fiction" am besten kann: einen coolen Ganoven. Dennoch muss er sich kräftig ins Zeug legen, um neben seinen charismatischen Kollegen Halle Berry und Hugh Jackman und zahlreichen wüsten Detonationen nicht in den Hintergrund zu geraten.

Regisseur Dominic Sena ("Nur noch 60 Sekunden") lässt seinen Zuschauern 95 Minuten lang kaum eine Atempause. Autoverfolgungen lösen Bombenexplosionen und Helikopterstunts ab, so dass der Film würdig im "Mission: Impossible"-Fahrwasser schwimmt.

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Mit "Battlefield Earth" und "Lucky Numbers" musste John Travolta zuletzt ein tiefes Karrieretal durchschreiten, doch mit Dominic Senas hyperaktiven Hochglanz-Actionthriller hat Mr. Pulp Fiction im "Mission: Impossible"-Fahrwasser endlich wieder einen dickeren Fisch an der Angel. Nach Jerry Bruckheimer, für den er "Nur noch 60 Sekunden" in Szene setzte, arbeitet Sena diesmal mit Joel Silver zusammen, dem zweiten Testosteron- und Explosionsexperten Hollywoods. Erwartungsgemäß servieren sie einen werbespotreif ins Bild gesetzten Machomix aus Sex und Gewalt, wobei erstere Komponente vor allem von den Kostars Halle Berry ("Bulworth") und Aussie-Export Hugh Jackman ("X-Men") beigesteuert wird, während Travolta sich damit zufrieden gibt, cool zu sein

Der verwackelt gefilmte Prolog voll sarkastischer Selbstironie zeigt den Star denn auch mit kinnlanger "Pulp Fiction"-Frisur, wie er in einem Cafe einen "Schnappt Shorty"-würdigen Diskurs über das erbärmliche Niveau heutiger Hollywood-Produktionen loslässt. Es fehle an "Realismus", und Happy Endings seien unvermeidlich, konstatiert er und sinniert über eine Modernisierung von Sidney Lumets "Hundstage" für das Medienzeitalter, um anschließend vom Tisch aufzustehen, an dem sich außer ihm nur Gesetzeshüter befinden, und sein eigenes, hochdramatisches Geiseldrama in der gegenüber liegenden Bank fort zu führen. 22 Geiseln sind dort mit Dynamit und Kugellagern umwickelt. Kurz darauf folgt eine im "Matrix"-Zeitlupenstil gefilmte Detonation, deren donnernde Destruktion dermaßen beeindruckend ist, dass Sena nicht umhin kann, sie später noch einmal zu zeigen. Daraufhin erscheint eine "Vier Tage zuvor"-Einblendung, und in Rückblenden wird erzählt, was zu diesem Big Bang führte.

Stanley Jobson (der viel versprechende Charmebolzen Jackman macht einen weiteren Schritt nach oben) gilt als einer der besten Computerhacker der Welt, doch nach seiner Verurteilung darf er weder in die Nähe eines Computers noch Besuch von seiner kleinen Tochter Holly bekommen. In seinem heruntergekommenen Wohnwagen erhält er Besuch von der verführerischen Ginger (Golden-Globe-und Emmy-Gewinnern Halle Berry als leichtgeschürzter Augenfang - sie ist in diesem Film erstmals oben ohne zu sehen), die ihn zu einem Treffen mit ihrem Arbeitgeber und Geliebten Gabriel Shear (Travolta) überredet. Er braucht Stanley, um der Regierung über neun Milliarden Dollar von gewaschenen Drogengeldern abzuzapfen. Ob er dies nun lediglich für eigennützige Zwecke benötigt oder er womöglich selbstlose Motive hegt, bleibt zunächst im Dunkeln, wie auch seine mysteriöse Identität bis zum Schluss ein Fragezeichen bleibt. Sicher ist nur, dass Travolta ihn mit überheblicher Unerschütterlichkeit auf supercool trimmt und damit an Paraderollen wie in "Operation: Broken Arrow" oder "Im Körper des Feindes" anknüpft. Stanleys Test besteht darin, innerhalb von 60 Sekunden in den FBI-Computer zu hacken - mit Pistole an der Schläfe und einer Blondine mit ihrem Kopf in seinem Schoß. Exzessive Szenen wie diese helfen, das eigentlich ganz imposante Geschehen mit Lichtgeschwindigkeit nicht nur absurd, sondern auch sensationell geschmacklos zu machen. Sena rettet sich mit atemberaubenden Explosionen, adrenalindurchtränkten Autoverfolgungen (absolutes Highlight ist die Jagd eines von einem Helikopter in die Lüfte gehobenenen Busses voller Geiseln) und bombastischen Ballereien, die dem Treiben, das Sexismus mit Coolness verwechselt, einen doch recht straffen Spannungsbogen verleihen, der bis zur 99. Minute keine Langeweile aufkommen lässt. Eine obligatorische emotionale Prämisse wurde ebenfalls eingebaut, indem Stanley den kriminellen Machenschaften nur zustimmt, um seine Tochter zurückzubekommen. Die Show gehört Travolta, der bisweilen haarscharf an der Selbstparodie vorbeischrammt. Das lässt sich für den gesamten Film feststellen, der viel Effekt fürs Geld bietet, aber nur wenig Inhalt, der ein Gehirn beschäftigen könnte, das mit mehr gefüllt ist als Popcorn. ara.

Darsteller:  John Travolta   als Gabriel Shear
  Hugh Jackman   als Stanley Jobson
  Halle Berry   als Ginger
  Don Cheadle   als Agent Roberts
  Sam Shepard   als Senator Reisman
  Vinnie Jones   als Marco
  Drea de Matteo   als Melissa
  Rudolf Martin   als Axl Torvalds
  Zach Grenier   als A. D. Joy
  Camryn Grimes   als Holly Jobson
  Angelo Pagán   als Torres
  Laura Lane   als Helga
  Kirk B.R. Woller   als Anwalt
 
Regie:  Dominic Sena  
Buch:  Skip Woods  
Musik:  Christopher Young  
  Paul Oakenfold  
Kamera:  Paul Cameron  
Produzent:  Joel Silver  
  Jonathan D. Krane  

Halle und das Jackson-Problem

Vielleicht sollten sich Janet Jackson und Halle Berry zu einer Selbsthilfegruppe zusammen finden.

Keine Angst vor freizügigen Auftritten: Halle Berry (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Keine Angst vor freizügigen Auftritten: Halle Berry (Foto: Kurt Krieger)

Denn die beiden teilen ein Problem: In letzter Zeit standen beide gegen ihren Willen nackt in aller Öffentlichkeit. Doch während Janet Jackson mit ihrem Super Bowl-Auftritt einen veritablen Skandal provozierte, werden Halle Berrys Nacktauftritte wohl im Mülleimer eines Film-Cutters landen.

Denn wie die Oscar-Preisträgerin in einem Interview verriet, hatte sie während der Dreharbeiten zu "Catwoman" gleich dutzendweise mit Problemen zu tun, gegen die Jacksons "Nippelgate"-Offenbarungen kalter Kaffee wäre - und das alles ohne dass Justin Timberlake dazu seine Patschhändchen ins Spiel bringen musste. Verrutschten Oberteilen, gerissenen Nähten und geplatzten Reissverschlüssen gaben am Set oftmals mehr preis, als Frau Berry lieb sein konnte.

Peepshow dank Materialermüdung

"Wenn du in einem solchen Kostüm Salti und Überschläge machst, Karate-Kicks trittst und nebenbei noch von Dach zu Dach springst, bleibt der Stoff eben manchmal auf der Strecke!" nahm es das ehemalige "Bond"-Girl locker.

"Ich weiß gar nicht, wie oft ich nackt vor dem Team rumstand. Zumindest hat sich keiner beschwert.", setzte Halle Berry noch kokett eins drauf. Das kann sie auch ruhig behaupten, denn anders als in "Passwort: Swordfish", wo sie das Publikum kurz oben ohne erblicken konnte, wird sie in "Catwoman" immer keusch bekleidet sein - wenn man bei diesem Kostüm überhaupt davon sprechen kann...

 

Passwort: Swordfish in der Fotoshow

 

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John Travolta

Als Sohn sizilianischer und irischer Immigranten errang Travolta ersten Ruhm als großspuriger Vinnie Barbarino in der TV-Serie "Welcome Back...

 

Star

Hugh Jackman

Der Aristokrat unter den Action Men. Wie Mel Gibson stammt er aus Australien und ist als Charmeur und Macho mit Herz, dem Look und der...