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Paycheck - Die Abrechnung

Thriller nach Philip K. Dick von John Woo actionreich und packend inszeniert.


Paycheck - Die Abrechnung

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.06.2004

Originaltitel: Paycheck

Science Fiction/ Thriller

USA 2003
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 12

Ben Affleck
Aaron Eckhart
Uma Thurman

Regie: John Woo
Universal Pictures Germany

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Ein Kopf mit einem hohen Preis. HighTech-Spezialist Ben Affleck wartet auf ein Millionenhonorar. Stattdessen sind plötzlich Killer auf ihn angesetzt. Rasantes Zukunfts-Action-Spektakel von John Woo ("Mission: Impossible 2").

Der Preis für Michaels Multi-Millionen-Dollar-Job: ein ausradiertes Gedächtnis (Foto: UIP) Großansicht

Der Preis für Michaels Multi-Millionen-Dollar-Job: ein ausradiertes Gedächtnis (Foto: UIP)

Ein Kopfgeldjäger, der desertierte Roboter-Menschen zur Strecke bringt ("Blade Runner"). Ein Polizist, der in einer Pre-Crime-Einheit Verbrechen bekämpft, die noch gar nicht stattgefunden haben ("Minority Report").

Der kultisch verehrte Science-Fiction Autor Philip K. Dick war ein Meister darin, sich Jobs auszudenken, die noch nicht existierten. Und Hollywood-Stars wie Harrison Ford und Tom Cruise brannten darauf, diese Zivilisations-Abenteurer der Zukunft zu spielen.

Jetzt ist Ben Affleck an der Reihe. Im Blockbuster von Action-Regisseur John Woo ("M:I-2") ist er der hoch bezahlte Computerexperte Michael Jennings, der sich am Ende eines Jobs zwecks Wahrung der Firmengeheimnisse sein Gedächtnis löschen lässt.

Auf der Flucht: Michael Jennings kämpft um sein Überleben (Foto: UIP) Großansicht

Auf der Flucht: Michael Jennings kämpft um sein Überleben (Foto: UIP)

Die Zeit läuft...

Drei Jahre hat er im Geheimauftrag für die mächtige Rethrick-Corporation gearbeitet und freut sich nun auf den "Paycheck" über 92 Millionen Dollar. Aber statt der enormen Summe erwartet ihn nur ein Umschlag mit einer Anzahl scheinbar wertloser Dinge.

Mit ihnen und mit Hilfe seiner Kollegin und Geliebten Rachel (Uma Thurman) versucht er, seine Vergangenheit zu rekonstruieren.

Die Zeit drängt. Denn jemand will verhindern, dass Michael seine Erinnerung wieder findet und schreckt dabei auch vor Mord nicht zurück...

Letzte Verbündete: Mit Rachel hat Michael drei Jahre zusammen gearbeitet - und das Bett geteilt (Foto: UIP) Großansicht

Letzte Verbündete: Mit Rachel hat Michael drei Jahre zusammen gearbeitet - und das Bett geteilt (Foto: UIP)

Düster und kühl

In düsteren Farben malt John Woo seinen Genre-Mix aus Film Noir und SciFi, angelehnt an Ästhetik und Atmosphäre seiner berühmten Vorgänger, und beschleunigt die unterkühlten Bilder mit seinem unverwechselbaren Action-Stil.

Paycheck - Die Abrechnung

Ein entscheidendes Kriterium guter Science Fiction ist Fantasie. Wer genug davon hat, um Ben Affleck als Technologiegenie zu akzeptieren, erlebt eine Philip-K.-Dick-Adaption, die Action- und Thrillerfans zufrieden stellen, wenn auch nicht begeistern wird. Somit dürfte der "Paycheck" für diese Dreamworks-Paramount-Koproduktion solide sein, aber schon in den US-Kinos unter dem 92-Millionen-Dollar-Betrag liegen, den Afflecks Figur im Film kassiert.

Diese stolze Summe ist der Lohn für Afflecks Ingenieur Michael Jennings, der ihm in Aktien-Anteilen des High-Tech-Riesen Allcom ausgezahlt werden soll. Dafür musste er, in einem Entwicklungslabor hermetisch von der Außenwelt abgeschottet, drei Jahre in ein Geheimprojekt investieren. Jahre, die nach beendeter Arbeit aus seinem Gedächtnis entfernt werden. In einem Prolog wird das Prozedere vorgestellt. Jennings erledigt einen Achtwochen-Job, akzeptiert, dass dieser Zeitraum aus seinen Erinnerungen gelöscht wird, damit die Technologie nicht Konkurrenten in die Hände fallen kann, und bekommt seinen Scheck. Am Ende seines nächsten Auftrags aber, der ihn drei Jahre kostet, ist alles anders. Fassungslos erfährt er, dass er auf sein Honorar von 92 Millionen Dollar für einen ihm ausgehändigten Briefumschlag verzichtet hat. Jennings nimmt an, von seinem Freund und Allcom-Vorsitzenden Rethrick (Aaron Eckhart) betrogen worden zu sein, hat aber tatsächlich vermeintlich wertlose Utensilien wie Büroklammer, Motorradschlüssel, Pistolenkugel und Busticket hinterlegen lassen. Diese Dinge helfen ihm bei seiner Flucht und sind Hinweise auf das, was er in drei Jahren entwickelt hat - eine Maschine, die den Blick in die Zukunft ermöglicht. Weil Jennings dabei Schreckliches gesehen hat, versucht er, die Zukunft zu korrigieren und seine Erfindung zu zerstören. Gejagt von Allcom-Killern, die genau das verhindern wollen, aber auch neugierigen FBI-Agenten, muss Jennings das Puzzle zusammensetzen, um die Welt zu retten. In einer recht kleinen Rolle unterstützt ihn dabei Uma Thurman als Biologin, in die er sich in den drei Jahren verliebt hat. Losgelöst von einem privaten Umfeld, das keine der Hauptfiguren zu haben scheint, ist "Paycheck" ein reiner Jagd- und Fluchtfilm - inklusive Soundtrack-Hommage an Hitchcocks "Der unsichtbare Dritte". Die Grundidee ist clever, kreist wie viele Philip-K.-Dick-Stories um manipulierte Erinnerungen, die Action allerdings ist konventionell, lässt kein Blockbuster-Budget vermuten. Die visionäre Brillanz von "Blade Runner" oder "Minority Report" und auch das emotionale Engagement dieser Hits fehlen. Letzteres kommt dem etwas steif wirkenden Hauptdarsteller entgegen, unterfordert aber Thurman, die in "Kill Bill" noch brillant in Gefühl und Action war. Der Film ist immer in Bewegung, überdeckt damit die Glaubwürdigkeitsdefizite eines Drehbuchs mit eigenen Gedächtnisproblemen, wenn sich Affleck an Thurman nicht erinnern kann, obwohl der Tag nicht gelöscht wurde, an dem er die Biologin erstmals traf. Schwierig auch zu verstehen, warum man Jennings überhaupt am Leben ließ, angesichts dessen, was auf dem Spiel stand. Wer nicht übergroße Erwartungen mit diesem Actionthriller verbindet, der in Woo-Tradition weiße Tauben fliegen und Männer Auge in Auge mit Pistolen Drohhaltung einnehmen lässt, wird zwar nicht überwältigt, aber doch unterhalten werden. kob.

Darsteller:  Ben Affleck   als Michael Jennings
  Aaron Eckhart   als Rethrick
  Uma Thurman   als Rachel Porter
  Paul Giamatti   als Shorty
  Colm Feore   als Wolfe
  Joe Morton   als Agent Dodge
  Michael Hall   als Agent Klein
 
Regie:  John Woo  
Buch:  Dean Georgaris  
Musik:  John Powell  
Kamera:  Jeffrey L. Kimball  
Produzent:  John Davis  
  Michael Hackett  
  John Woo  
  Terence Chang  

Affleck kommt Reportern Spanisch vor

"¿Hablar español, Señor Ben?" - "Claro que sí!"

Irgendwann in Mexiko: Ben Affleck (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Irgendwann in Mexiko: Ben Affleck (Foto: Kurt Krieger)

So oder so ähnlich begann kürzlich eine Pressekonferenz mit Ben Affleck in der spanischen Hauptstadt Madrid. Der Leinwand-Beau legte im Zuge einer ausgedehnten Promotiontour für seinen aktuellen Film "Paycheck - Die Abrechnung" einen Zwischenstopp auf der iberischen Halbinsel ein - und überraschte die Journalisten mit Antworten in fließendem Spanisch.

Ein baffer US-Reporter hakte nach und erfuhr interessante, bislang relativ unbekannte Details über die Jugend des 31-Jährigen: "Ich habe die Sprache als Teenager gelernt, da ich für einige Zeit in Mexiko gelebt habe."

Lopez versteht nur spanisch

Mit seiner Vermutung, Affleck hätte Nachhilfeunterricht von Herzdame Jennifer Lopez bekommen, lag der Pressevertreter gründlich daneben - die selbsterklärte Ober-Latina Hollywoods kommt schließlich schon ins Straucheln, wenn sie in ihrer "Muttersprache" nach der Uhrzeit fragen will.

John Woos SciFi-Thriller "Paycheck", in dem Affleck neben "Kill Bill"-Racheengel Uma Thurman zu sehen ist, startet diese Woche in den deutschen Kinos.

 

Paycheck - Die Abrechnung in der Fotoshow

 

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