DVD (Movie Edition, 1 DVD) Kaufvideo

Pearl Harbor

Gewaltiges Liebesepos vor historischer Kulisse über zwei beste Freunde, die die gleiche Frau lieben.


Pearl Harbor (Movie Edition, 1 DVD)

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Erhältlich seit:
09.06.2003

Kriegsfilm/ Drama

USA 2001
Laufzeit: 177 Min.
FSK: ab 16

Ben Affleck
Josh Hartnett
Kate Beckinsale

Regie: Michael Bay
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Pearl Harbor (Movie Edition, 1 DVD)

New Jersey 1941. Rafe und Danny sind Piloten der U.S. Army. Als Rafe sich freiwillig meldet, um an der Seite der Engländer gegen die Nazis zu kämpfen, läßt er nicht nur seinen Kumpel, sondern auch seine große Liebe, die Krankenschwester Evelyn, zurück. Zwischenzeitlich nach Hawaii versetzt, wird Danny und Evelyn hinterbracht, dass Rafe gefallen sei. Nach Monaten der Trauer kommen die beiden einander näher und verlieben sich. Da steht Rafe plötzlich vor Evelyn - und ehe das Gefühlschaos bereinigt werden kann, greifen die Japaner Pearl Harbor an.

Mit rund 4,5 Millionen Besuchern gelang Michael Bay ("Armageddon") der vierterfolgreichste Kinofilm des Jahres 2001. Im Mittelpunkt des überlangen, tricktechnisch brillant umgesetzten und extrem teueren Spektakels steht das schlimmste US-Trauma des letzten Jahrhunderts, das in eine Rahmenhandlung um eine tragische Dreiecks-Liebesgeschichte eingebettet wurde. Getrübt wird das Bild jedoch von durchschnittlichen Darstellerleistungen und unreflektiertem Hurra-Patriotismus.

Pearl Harbor (Movie Edition, 1 DVD)

Wer in Jahren im Lexikon den Begriff "Materialschlacht" nachschlägt, wird als Erklärung Michael Bays "Pearl Harbor" finden: 40 Minuten seiner dreistündigen Laufzeit widmet das Kriegsepos der exakten Nachstellung des größten amerikanischen Traumas des letzten Jahrhunderts. Die gigantomanische Umsetzung des unerwarteten Angriff Japans auf den amerikanischen Marinestützpunkt im Pazifik am 7. Dezember 1941, der 3000 US-Soldaten das Leben kostete, ist denn auch die große Boxoffice-Attraktion des eindimensionalen Schlachtengemäldes, auch wenn ganz offensichtlich das Geschlechter übergreifende Erfolgsrezept von "Titanic", ein historisches Ereignis als Kulisse einer fiktiven Liebesgeschichte greifbar zu machen, Pate für die Konzeption des Films stand. Anders als die Bomben Japans setzt die Geschichte zweier archetypisch amerikanischer Army-Flyboys, dargestellt von Ben Affleck und Josh Hartnett, die sich in eine US-Ausgabe von Florence Nightingale verlieben, die Leinwand nicht in Flammen.

Abbilden statt Erleuchten war stets das Prinzip des Overkill-Kinos von Michael Bay, das an Oberflächen interessiert ist, aber selten weit genug in seine Sujets eindringt, um das zu offenbaren, was sich dahinter verbergen könnte. Seine Filme wie "The Rock" oder "Armageddon" sind angefüllt mit Situationen, aber nie mit Geschichten, mit Typen, aber nie mit Menschen, in deren Innenleben womöglich Raum sein könnte für mehr als einem wiedererkennbaren Charakterzug. Das ist der Grund, warum unanimierte Hardware in Bays Filmen stets lebendiger wirkt als sein auf jeweils ein oder zwei Emotionen abgespecktes Figurenarsenal, das letztlich nur dazu da ist, die Handlung von einem Höhepunkt zum nächsten zu transportieren. Die Blockbuster-freundlichen Minimalismus-Mittel der totalen Reduktion funktionieren bei den typischen "Dreckiges Dutzend"-Situationen wie die Ausbildung der Ölbohrer-Crew in "Armageddon". Wenn es um die Liebe ging, reichten Bay bislang zwei Postkartenmotive und ein Sonnenuntergang, ohne die Gefühle mit mehr als bloßen Behauptungen zu unterstützen.

Dass sein filmischer Angriff Japans auf die Insel Oahu fulminant ausfallen würde, stand nie in Zweifel. Mit einem Budget von 140 Mio. Dollar ist "Pearl Harbor" der teuerste Film, dem jemals grünes Licht von einem Studio erteilt wurde (aber nicht, wie fälschlich immer wieder gemeldet, der teuerste Film überhaupt - diese Ehre wird nach wie vor "Titanic" mit einem Budget nördlich von 200 Mio. Dollar zuteil), und das Geld wanderte Penny für Penny auf die Leinwand, wenn 350 Flieger das Eiland-Paradies Oahu in zwei großen Angriffswellen in die pure Hölle verwandeln. Bays Risiko und Knackpunkt ist vielmehr die Liebesgeschichte, die in "Titanic"-Manier an Stelle der Bay-typischen Buddyszenen in den Mittelpunkt getreten ist. Und schon enden die Parallelen zu James Camerons Jahrhundertfilm, in dem die Liebe den Helden die Tür öffnet zu einem Leben der Selbstverwirklichung, der ungeahnten Möglichkeiten. "Pearl Harbor"-Krankenschwester Evelyn hat anderes im Sinn, will mit ihrem Mann einfach nur "alt werden und auf der Veranda sitzen". Diese Verengung passt zum altbackenen Groschenroman-Szenario, das Randall Wallace ("Braveheart") mit markigen Sprüchen und unreflektierten patriotischen Platitüden zum Epos aufgeblasen hat. Entsprechend sind die unzertrennlichen Freunde Rafe und Danny gute Jungs aus dem amerikanischen Hinterland, die die ersten 20 Jahre ihres Lebens offensichtlich ausschließlich mit dem Wunsch verbracht haben, eines Tages Piloten zu werden. Andere Regungen empfinden sie nur, wenn Typen wie Hitler andere Länder nicht in Frieden lassen oder der beste Freund sich in die gleiche Frau verliebt. Ersteres lässt den pflichtbewussten Sunnyboy Rafe als Freiwilligen in die britische Eagle Squadron eintreten, wo er prompt über dem Ärmelkanal abgeschossen wird. Bequemerweise sind sowohl Freund Danny als auch Rafes Freundin Evelyn mittlerweile nach Pearl Harbor versetzt worden, wo sie sich einen faulen Lenz machen und Zeit finden, sich beim gemeinsamen Trost über den vermeintlichen Verlust Rafes ineinander zu verlieben - über den Wolken, selbstverständlich, in einer schönen und allzu kurzen Szene. Als Rafe wieder auftaucht, ist auch der Angriff Japans auf Oahu nicht fern, so dass wenig Zeit für Differenzen bleibt. "Pearl Harbor" wäre indes kein Jerry-Bruckheimer-Film, wenn Amerika the Beautiful sich in die Knie zwingen ließe. Der "Tag der Heimtücke" (Zitat Präsident Roosevelt, im Film mit hohem Knatterfaktor von Jon Voight auf die Leinwand gezimmert) weckt vielmehr "einen schlafenden Giganten", und bei der anschließenden Doolittle-Raid, als ein paar Handvoll B-25-Bomber strategische Ziele in Tokio angreifen, entscheidet sich auch das Schicksal von Rafe und Danny - einer muss sich in Jesus-Pose opfern.

Dass Michael Bay die dreistündige Laufzeit bevorzugt nutzt, sich pausenlos selbst zu kopieren, statt das Publikum eine Verbindung mit seinen blassen Hauptfiguren aufbauen zu lassen, dass die Action den Zuschauer immer in die Mitte des Geschehens versetzt, anstatt ihn Zusammenhänge begreifen oder die furiose Stuntarbeit bewundern zu lassen, dass die Story belanglos, tumbe, eindimensional und fast komplett ohne historischen Hintergrund auskommt, sind valide Kritikpunkte. Man bekommt stets nur das, was man sieht, wenn die Filmemacher sich bei ihrer filmischen Denkmalspflege immer wieder in hohlstes Pathos flüchten. Das Verrückte ist, dass die Mischung stimmt: Als künstlerisches Unterfangen mag "Pearl Harbor" schon früh auf Grund laufen. Als kommerzielles Produkt ist das Gung-Ho-Spektakel ein Gigant, der sich, einmal geweckt, wohl lange nicht schlafen legen wird. Das ist die Kunst des Jerry Bruckheimer. Inwiefern sich der US-Erfolg des ersten repräsentativen Films der Ära Bush Junior - kriegstreiberisch, patriotisch, selbstgefällig, naiv - letztlich international übertragen lässt, wird man in wenigen Tagen wissen. ts.

Darsteller:  Ben Affleck   als Rafe McCawley
  Josh Hartnett   als Danny Walker
  Kate Beckinsale   als Evelyn Johnson
  Cuba Gooding Jr.   als Doris "Dorie" Miller
  Tom Sizemore   als Earl
  Jon Voight   als Präsident Roosevelt
  Colm Feore   als Admiral Kimmel
  Mako   als Admiral Yamamoto
  Alec Baldwin   als Jimmy Doolittle
  William Lee Scott   als Billy
  Michael Shannon   als Gooz
  Scott Wilson   als General Marshall
  Peter Firth   als Kapitän der West Virginia
  Jaime King   als Betty
  Catherine Kellner   als Barbara
  Jennifer Garner   als Sandra
  Greg Zola   als Anthony Winkle
  Dan Aykroyd   als Captain Thurman
  William Fichtner   als Dannys Vater
  Matthew Davis   als 1st Lieutenant Joe Olson
 
Regie:  Michael Bay  
Buch:  Randall Wallace  
Musik:  Hans Zimmer  
Kamera:  John Schwartzman  
Produzent:  Jerry Bruckheimer  
  Michael Bay  

Die Apokalypse naht

...und Hollywood ist natürlich live dabei.

Michael Bay kennt keine Skrupel: Er filmt den Weltuntergang (Foto: Universum) Großansicht

Michael Bay kennt keine Skrupel: Er filmt den Weltuntergang (Foto: Universum)

Michael Bay und Warner werden den noch unveröffentlichten Science-Fiction-Roman "2012: The War of Souls" verfilmen. Der für Spezialeffekte und Actionszenen bekannte Regisseur von "Armageddon - Das jüngste Gericht" und "Pearl Harbor" übernimmt die Produktion und führt wahrscheinlich selbst bei dem Endzeit-Thriller Regie.

Alten Prophezeiungen zufolge soll es in dem Jahr 2012 einen großen Wandel in der Menschheitsgeschichte geben. Der Maya-Kalender verkündet das Ende der bestehenden Weltordnung. Nostradamus sagte für den blauen Planeten bis spätestens 2012 einen verheerenden Kometeneinschlag voraus.

Der katholische Heilige Malchy prophezeite für dieses Jahr die Ankunft des letzten Papstes, der zum jüngsten Gericht antritt. So mancher Verschwörungstheorie-Anhänger glaubt für das besagte Jahr sogar an die Invasion von Aliens.

Das Jahr 2012 verheißt nichts Gutes

Sogar seriöse Nasa-Wissenschaftler warnen vor einer Umpolung der Magnetfelder. Für 2012 erwarten Forscher extrem starke Sonnenstürme und spekulieren, dass diese das geomagnetische Gleichgewicht der Erde aus dem Gleichgewicht bringen könnten. Hat die Erde erst einmal begonnen sich in die andere Richtung zu drehen, drohen gewaltige Naturkatastrophen von ungeahntem Ausmaß.

Was genau in Whitley Striebers Science-Fiction-Roman steht, wissen bisher nur wenige. Der Erfolgsautor lieferte schon zu manchem Blockbuster wie "The Day After Tomorrow" die Vorlage. Michael Bay war jedenfalls mit dem Roman "2012: The War of Souls" in Hollywood bereits auf der Suche nach Partnern. Mit Alex Kurtzman und Roberto Orci, die unter anderem das Drehbuch für "Mission: Impossible III" geschrieben haben, wurde der Regisseur fündig. Sie wollen koproduzieren und das Script entwickeln.

 

Pearl Harbor (Movie Edition, 1 DVD) in der Fotoshow

 

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