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Kaufvideo
Erhältlich seit:
06.04.2005
USA 1998
Laufzeit: 83 Min.
FSK: ab 12
Edward Furlong
Christina Ricci
Mary Kay Place
Regie: John Waters
Concorde Home Entertainment

In einem Zeitalter in dem Schock-Chic geradezu zum guten Ton gehört und Cameron Diaz berüchtigte Haargel-Szene in "Verrückt nach Mary" Eingang in die Mainstream-Komödien-Annalen gefunden hat, wirken die neueren Filme John Waters, der in den siebziger Jahren mit seinen genüßlichen Zelebrationen des schlechten Geschmacks wie "Pink Flamingos" oder "Female Trouble" das Establishment wackelte, mittlerweile fast schon rührend antiquiert. Seine
gutmütige Sozialsatire "Pecker" um einen jungen Fotografen aus der Arbeiterklasse Baltimores, der zum gefeierten Star in prätentiösen Manhattaner Kunst-Kreisen aufsteigt, macht da keine Ausnahme.
Waters wartet mit einem buntem Panoptikum von exzentrischen Charakteren auf, denen er eine nostalgisch angehauchte sentimentale Verehrung entgegenbringt. Der Name des von Edward Furlong ("Terminator 2 - Tag der Abrechnung") porträtierten Titelcharakters bedeutet im englischen Slang Penis, beruht hier jedoch auf seiner Gewohnheit, am Essen wie ein Vogel herumzupicken. Das ist nur eine von vielen Doppeldeutigkeiten, die Waters unauffällig einzubauen weiß. Doch selbst wenn Ratten während den Opening-Credits in der Mülltonne kopulieren, wirkt es hier weniger wie eine zotige Anzüglichkeit, denn eine humorvolle und selbstverständliche Alltäglichkeit. Ähnlich sind die schwarzweiß-Bilder Peckers eine unschuldige Dokumentation seiner innerstädtischen Umgebung, denn bewußte Exploitation. Zu seinen beliebtesten Motiven zählen neben dem Rest der Welt (Kunst ist überall) vor allem seine
resolute Freundin Shelley (Christina Ricci), die in einem Waschsalon arbeitet, und seine schrille, doch sehr liebenswerte Familie. Die kleine Schwester ist zuckersüchtig, die große Schwester (Martha Plimpton) schmeißt einen Schwulenstripschuppen, die Oma vollbringt mit ihrer Marienstatue wahre (Bauchredner-)Wunder und die Mutter legt modisches Mitgefühl für Obdachlose an den Tag. Diese heile Welt bekommt Risse, als Pecker von der New Yorker
Kunsthändlerin Rorey (Lili Taylor) entdeckt und seine Arbeit in der Kunstszene als letzter Schrei gehandelt wird. Seine Modelle werden in der Presse als kulturell unterentwickelt bewertet und sind davon wenig angetan. Pecker ist schließlich gezwungen sich für Ruhm und Geld oder für Integrität, Freunde und Familie zu entscheiden.
Furlong liefert mit verschlafenem Blick und linkischem Charme einen sympathischen, wenn auch nicht sonderlich charismatischen Hauptdarsteller. Der Rest des Ensembles ist ebenfalls milde amüsant. Übermäßiges Publikumsinteresse wird dieser zahmen Parodie eines gängigen Hollywood-Plots versagt bleiben. ara.
| Darsteller: | Edward Furlong | als Pecker | |
|---|---|---|---|
| Christina Ricci | als Shelley | ||
| Mary Kay Place | als Joyce | ||
| Martha Plimpton | als Tina | ||
| Brendan Sexton III | als Matt | ||
| Mark Joy | als Jimmy | ||
| Mink Stole | als Bezirkshauptmann | ||
| Lili Taylor | als Rorey | ||
| Bess Armstrong | als Dr. Klompus | ||
| Patricia Campbell Hearst | als Lynn Wentworth | ||
| Jean Schertler | als Memama | ||
| Lauren Hulsey | als kleine Chrissy | ||
| Regie: | John Waters | ||
| Buch: | John Waters | ||
| Musik: | Stewart Copeland | ||
| Kamera: | Robert M. Stevens | ||
| Produzent: | John Fiedler | ||
| Mark Tarlov | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Trailer
Star
Edward Furlong
Zornige Söhne, verstörte Brüder, junge Rebellen, unangepasste Außenseiter und introvertierte Charaktere bestimmen die Rollen von Edward...
Star
Christina Ricci
Kinderstar in Fantasy-Filmen, pummelige Kindfrau, Superbiest, das es faustdick hinter den Ohren hat, und Independent-Ikone mit Hang zu...
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