
Voller Hoffnungen kommen Pelle und sein Vater Lasse um die Jahrhundertwende in Dänemark an. Dort sollen die Löhne so hoch sein, daß Kinder den ganzen Tag spielen können. Doch die Wirklichkeit hält für die beiden nur Knechtschaft und ein ärmliches Leben auf dem Steinhof der Kongstrups bereit. Während Pelle trotz aller Widrigkeiten reift und davon träumt, die Welt zu bereisen, verfällt Lasse zusehends. Als auch noch die Hoffnung auf ein bescheidenes Glück - ein Lebensabend mit einer Seemannsfrau, deren Mann verschollen ist - durch die Rückkehr des Gatten erlischt, hat Lasse nicht mehr die Kraft zum Aufbruch. Pelle zieht allein los.
Großartige Verfilmung des gleichnamigen Romans von Martin Andersen-Nexö. In epischer Breite erzählt Regisseur Bille August vom Schicksal seiner Helden und nimmt sich dabei auch die Zeit, auf Nebenhandlungen einzugehen. Den bewegenden Bildern und den großartigen Darstellern, allen voran Max von Sydow und Pelle Hvenegard, die im letzten Jahr für ihre Leistungen den Europäischen Filmpreis erhielten, ist es zu verdanken, daß keine Minute Langeweile aufkommt. Unverständlicherweise wollten nur gut 50.000 Kinozuschauer den Oscar-Preisträger 1989 und Gewinner der Goldenen Palme in Cannes1988 sehen. Dabei hätte Pelle mit etwas Engagement die Fähigkeiten, neben der Welt auch den Markt zu erobern.