Gleichsam als Teil zwei zu der Dokumentation "Sechsundneunzig" zeigt 96 Live ein komplettes Konzert aus der Dortmunder Westfalenhalle.
Wie wichtig Peter Maffay sein Album "96" war, zeigt allein der Umstand, wie gut dokumentiert diese Produktion ist. Ein erster Film, die ebenfalls als DVD erhältliche Dokumentation "Sechsundneunzig", schildert die Studiosessions und ein Club-Konzert, während später ein Live-Mitschnitt eines vollständigen Konzerts auf den Markt kam, zunächst auf VHS, nun auch auf DVD. Wie schon bei einigen Konzertaufnahmen zuvor entschieden sich Maffay und sein Team wieder für die große Westfalenhalle in Dortmund, weil die gute Stimmung der Maffay-Fans im Ruhrgebiet stets eine hervorragende Kulisse für derartige Projekte abgegeben hatte. Alles andere war jedoch neu. Die Band spielte auf einer gitarrenförmigen Bühne, die komplett in den Zuschauerraum hineinragte und einen Blick von jeder Seite gestattete. Und auch die Gestaltung der Setlist war ungewöhnlich. Denn Maffay und seine Band fangen mit einem Medley aus lauter Hits aus den 60er-Jahren an, darunter Songs von den Beatles, Bob Dylan, Elvis Presley, Creedence Clearwater Revival oder Simon & Garfunkel, bevor Maffays eigene Klassiker aus den 70er-Jahren auf dem Programm standen - "Spuren einer Nacht", "Josie", "Und es war Sommer" und "Du". Das Publikum dankte es den Musikern mit Begeisterungsstürmen und war somit entsprechend aufgewärmt für den zweiten Teil des Konzertes, in dem Maffay und seine Band vor allem die Songs des "96"-Albums spielten. Im Zugabenteil gab es dann weitere Überraschungen. Jule Neigel, Wolfgang Ambros und Wolfgang Niedecken kamen als Gäste auf die Bühne, bevor Maffay sein Publikum mit langen Versionen von "Über sieben Brücken" und "Sonne in der Nacht" heimschickte.
Quelle: musikwoche.de