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Kaufvideo
Erhältlich seit:
31.01.2011
USA 2003
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 6
Jason Isaacs
Jeremy Sumpter
Rachel Hurd-Wood
Regie: P. J. Hogan
Oetinger Media

Der Junge, der niemals erwachsen werden will, ist im Grunde eine zeitlose Identifikationsfigur - sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, die nicht mehr Kind sein dürfen. Die Perspektive der letzteren Zielgruppe war dominant in Steven Spielbergs "Hook", der bis jetzt einzigen großen Realverfilmung von J. M. Barries' klassischem Theaterstück, das 2004 100 Jahre alt wird. Die farbenprächtige, den Märchencharakter durch einen artifiziellen Touch unterstreichende Neuverfilmung kommt rechtzeitig zum Jubiläum, hat erstmals tatsächlich auch einen jungen Protagonisten in der Titelrolle und möglicherweise das Problem, dass über Neverland zwar aktuell debattiert, geträumt aber heute in Hogwarts wird. Womit sich kommerziell die zentrale Frage stellt: Kann Peter Pan wirklich abheben?
Der größte Rivale des fliegenden Neverlanders ist nicht der Mann mit dem Haken, sondern der Junge mit dem Besen. Harry Potter und seine Kammer des Schreckens, die mit Monsterhunden, Riesenspinnen, dämonischen Lehrern und mächtigen Zauberern die Fans weltweit in den Bann schlägt, wirft einen großen Schatten über dieses 100 Millionen-Dollar-Unternehmen, das sich bewusst altmodisch und traditionell gibt, im erhöhten Romantikfaktor gleichzeitig aber auch die Bindung zum Teenpublikum von heute sucht.
Das bisher aufwändigste Projekt des Australiers P.J. Hogan ("Die Hochzeit meines besten Freundes") wurde von zwei Hollywood-Majors gestemmt und hat auf den optisch entscheidenden Positionen - Schnitt, Kamera, Produktionsdesign und Visuelle Effekte - ausschließlich Spitzenkräfte versammelt. Der überzeugendste Spezialeffekt ist aber der 14-jährige Jeremy Sumpter (Bill Paxtons jüngster Sohn in "Dämonisch") in der Titelrolle, die bisher vornehmlich Frauen, Broadwaystars wie Mary Martin oder Sandy Duncan, und Senioren-Kobold Robin Williams spielten. Sumpters Pan wirkt jungenhaft und verspielt, bekommt ein visuell großartiges Entree, das zu den Höhepunkten des Films zählt. Peters Erstkontakt mit Wendy (Newcomerin Rachel Hurd-Wood), seine Flugshow, sein Blitzparken an der Wand und seine Probleme mit dem individualistischen Schatten lassen staunen, bevor es schließlich nach Neverland geht, wo schon Captain Hook wartet, um ihn mit Kanonen unter Beschuss zu nehmen. Jason Isaacs, als dämonischer Lucius Malfoy auch im Potter-Universum präsent, ist zurückgenommener, weniger cartoonhaft als noch Dustin Hoffman in dieser Rolle, dennoch ein Killer, der für drei eiskalte Morde ein angemessenes Ende im Magen eines Riesenkrokodils findet. Hooks Härte und eine Sequenz mit diabolischen Meerjungfrauen wirken beunruhigend für Sechsjährige, die angestrebte Altersgrenze, liegen aber deutlich unter dem Gruselfaktor der Potter-Produktionen. Die Fechtduelle zwischen Hook und Pan sorgen für vitale Actionsequenzen, sind die Köder für die Jungs, während Wendys romantisches Aufblühen, das schließlich im ersten Kuss gipfelt, die Brücke zu den Mädchen schlägt.
Obwohl dieser Aspekt einer zarten Lovestory stark akzentuiert wurde, Wendy plötzlich eine Tante hat und der Haushund Slapstick à la Beethoven zu bewältigen hat, hält sich Hogans Adaption näher am Original als seine Vorgänger. Es ist ein schöner Film geworden, der Barries Botschaft von der Magie der Kindheit, von der Macht des Erzählens, vom Triumph der Fantasie über die Wirklichkeit visuell verführerisch vermittelt. Das erhoffte überwältigende und verblüffende Erlebnis ist aber auch dieser "Peter Pan" nicht. Es gibt Defizite an frecher Situationskomik, an einer packenderen Dramaturgie und an dem geheimnisvollen Charme, der leise und unbemerkt erobert und nicht über Spezialeffekte zu erreichen ist. kob.
Filmdokumentationen, Alternatives Ende, Entfallene Szenen
Quelle: Oetinger Media
| Darsteller: | Jason Isaacs | als Mr. Darling/ Käpt'n Hook | |
|---|---|---|---|
| Jeremy Sumpter | als Peter Pan | ||
| Rachel Hurd-Wood | als Wendy Darling | ||
| Ludivine Sagnier | als Glöckchen | ||
| Olivia Williams | als Mrs. Darling | ||
| Harry Newell | als John Darling | ||
| Freddie Popplewell | als Michael Darling | ||
| Lynn Redgrave | als Tante Millicent | ||
| Richard Briers | als Smee | ||
| Theodore Chester | als Strich | ||
| Rupert Simonian | als Tutut | ||
| George MacKay | als Locke | ||
| Harry Eden | als Nibs | ||
| Patrick Gooch | als Zwilling 1 | ||
| Lachlan Gooch | als Zwilling 2 | ||
| Geoffrey Palmer | als Sir Edward Quiller Couch | ||
| Carsen Gray | als Tiger Lily | ||
| Saffron Burrows | als Erzählerin | ||
| Regie: | P. J. Hogan | ||
| Buch: | Michael Goldenberg | ||
| P. J. Hogan | |||
| Musik: | James Newton Howard | ||
| Kamera: | Donald M. McAlpine | ||
| Produzent: | Douglas Wick | ||
| Lucy Fisher | |||
| Patrick McCormick | |||
Peter Pan in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:2,40/16:9
Extras:
Star
Ludivine Sagnier
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Star
Olivia Williams
An Olivia Williams fällt auf Anhieb jener gütige und zugleich neckische Zug um die Augen auf, der sie mitsamt der Stupsnase wie die...
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