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Peter Pan

Effektreiche Realverfilmung des Klassikers, die erstmals einen Jungen den ewigen Jungen spielen lässt.


Peter Pan

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Erhältlich seit:
31.01.2011

Fantasy/ Abenteuer

USA 2003
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 6

Jason Isaacs
Jeremy Sumpter
Rachel Hurd-Wood

Regie: P. J. Hogan
Oetinger Media

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Ein Klassiker, wie er so noch nie zu sehen war: In P.J. Hogans aufwändiger Neuverfilmung erstrahlen die Abenteuer des ewigen Jungen aus "Nimmerland" in neuem Glanz.

Peter Pan, der Junge, der nicht erwachsen werden will (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Peter Pan, der Junge, der nicht erwachsen werden will (Foto: Columbia TriStar)

Erwachsenwerden ist eine schmerzhafte Angelegenheit. Nur einer hat es 100 Jahre lang geschafft, sich der Ernsthaftigkeit des Lebens über 18 zu entziehen: Peter Pan.

Mit seiner konsequenten Realitätsverweigerung wurde J. M. Barries "Nimmerland"-Held zum Idol der Kinder - und zum heimlichen Traumbild der Erwachsenen.

Wer erst einmal drin steckt in einer Existenz mit Karriere und Kontoauszügen, kann sich schließlich nichts Schöneres vorstellen als einen Flug zurück in die Zeit, in der das Leben aus Neugier, Spaß und Verantwortungslosigkeit bestand.

Wendy Darling (Rachel Hurd Wood) ist zwölf Jahre alt und merkt, wie die Erwachsenen sie allmählich auf ihre Seite ziehen. Dabei interessieren sie nur Geschichten von fernen Ländern, Schwertkämpfen und Zauberei, die sie abends ihren kleinen Brüdern erzählt.

Peter Pans ständige Begleiterin ist die Fee Glöckchen (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Peter Pans ständige Begleiterin ist die Fee Glöckchen (Foto: Columbia TriStar)

Süße Träume

Peter Pan (Jeremy Sumpter) will Wendy zur Gutenacht-Geschichten-Prinzessin seines Kinderparadieses "Nimmerland" machen. So überredet er sie, mit ihm zu kommen. In das Land der "Verlorenen Jungs" und der Feen, in dem es vor Abenteuern nur so wimmelt.

Aber es gibt auch Gefahren im Nimmerland: "Hook" (Jason Isaacs, der Malfoy aus "Harry Potter"), der Wendy zur Piratin machen will. Hook ist nicht nur Freibeuter, sondern auch verbitterter Erwachsener, der dem Verlust seiner Jugend nachtrauert. Und Peter Pan deshalb sein natürlicher Todfeind...

Piraten sind böse, Käpt'n Hook ein Prachtexemplar (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Piraten sind böse, Käpt'n Hook ein Prachtexemplar (Foto: Columbia TriStar)

Der Zaubermeister

Der australische Regisseur P. J. Hogan ("Die Hochzeit meines besten Freundes") ist viel zu klug, um Peter Pan im Jahr 2003 ähnlich kindgerecht zu erzählen wie die bekannten Zeichentrick-Versionen.

Sein perfekt besetzter Realfilm (der erste seit der Stummfilm-Zeit) ist ein Fantasy-Abenteuer mit aufwändiger Action, opulenten Bildern und selbstironischem Witz, das die Grenzen des Genres neu definiert und auch Erwachsenen den Glanz von Elfenstaub in die Augen zaubern kann.

Peter Pan

Der Junge, der niemals erwachsen werden will, ist im Grunde eine zeitlose Identifikationsfigur - sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, die nicht mehr Kind sein dürfen. Die Perspektive der letzteren Zielgruppe war dominant in Steven Spielbergs "Hook", der bis jetzt einzigen großen Realverfilmung von J. M. Barries' klassischem Theaterstück, das 2004 100 Jahre alt wird. Die farbenprächtige, den Märchencharakter durch einen artifiziellen Touch unterstreichende Neuverfilmung kommt rechtzeitig zum Jubiläum, hat erstmals tatsächlich auch einen jungen Protagonisten in der Titelrolle und möglicherweise das Problem, dass über Neverland zwar aktuell debattiert, geträumt aber heute in Hogwarts wird. Womit sich kommerziell die zentrale Frage stellt: Kann Peter Pan wirklich abheben?

Der größte Rivale des fliegenden Neverlanders ist nicht der Mann mit dem Haken, sondern der Junge mit dem Besen. Harry Potter und seine Kammer des Schreckens, die mit Monsterhunden, Riesenspinnen, dämonischen Lehrern und mächtigen Zauberern die Fans weltweit in den Bann schlägt, wirft einen großen Schatten über dieses 100 Millionen-Dollar-Unternehmen, das sich bewusst altmodisch und traditionell gibt, im erhöhten Romantikfaktor gleichzeitig aber auch die Bindung zum Teenpublikum von heute sucht.

Das bisher aufwändigste Projekt des Australiers P.J. Hogan ("Die Hochzeit meines besten Freundes") wurde von zwei Hollywood-Majors gestemmt und hat auf den optisch entscheidenden Positionen - Schnitt, Kamera, Produktionsdesign und Visuelle Effekte - ausschließlich Spitzenkräfte versammelt. Der überzeugendste Spezialeffekt ist aber der 14-jährige Jeremy Sumpter (Bill Paxtons jüngster Sohn in "Dämonisch") in der Titelrolle, die bisher vornehmlich Frauen, Broadwaystars wie Mary Martin oder Sandy Duncan, und Senioren-Kobold Robin Williams spielten. Sumpters Pan wirkt jungenhaft und verspielt, bekommt ein visuell großartiges Entree, das zu den Höhepunkten des Films zählt. Peters Erstkontakt mit Wendy (Newcomerin Rachel Hurd-Wood), seine Flugshow, sein Blitzparken an der Wand und seine Probleme mit dem individualistischen Schatten lassen staunen, bevor es schließlich nach Neverland geht, wo schon Captain Hook wartet, um ihn mit Kanonen unter Beschuss zu nehmen. Jason Isaacs, als dämonischer Lucius Malfoy auch im Potter-Universum präsent, ist zurückgenommener, weniger cartoonhaft als noch Dustin Hoffman in dieser Rolle, dennoch ein Killer, der für drei eiskalte Morde ein angemessenes Ende im Magen eines Riesenkrokodils findet. Hooks Härte und eine Sequenz mit diabolischen Meerjungfrauen wirken beunruhigend für Sechsjährige, die angestrebte Altersgrenze, liegen aber deutlich unter dem Gruselfaktor der Potter-Produktionen. Die Fechtduelle zwischen Hook und Pan sorgen für vitale Actionsequenzen, sind die Köder für die Jungs, während Wendys romantisches Aufblühen, das schließlich im ersten Kuss gipfelt, die Brücke zu den Mädchen schlägt.

Obwohl dieser Aspekt einer zarten Lovestory stark akzentuiert wurde, Wendy plötzlich eine Tante hat und der Haushund Slapstick à la Beethoven zu bewältigen hat, hält sich Hogans Adaption näher am Original als seine Vorgänger. Es ist ein schöner Film geworden, der Barries Botschaft von der Magie der Kindheit, von der Macht des Erzählens, vom Triumph der Fantasie über die Wirklichkeit visuell verführerisch vermittelt. Das erhoffte überwältigende und verblüffende Erlebnis ist aber auch dieser "Peter Pan" nicht. Es gibt Defizite an frecher Situationskomik, an einer packenderen Dramaturgie und an dem geheimnisvollen Charme, der leise und unbemerkt erobert und nicht über Spezialeffekte zu erreichen ist. kob.

Filmdokumentationen, Alternatives Ende, Entfallene Szenen

Quelle: Oetinger Media

Darsteller:  Jason Isaacs   als Mr. Darling/ Käpt'n Hook
  Jeremy Sumpter   als Peter Pan
  Rachel Hurd-Wood   als Wendy Darling
  Ludivine Sagnier   als Glöckchen
  Olivia Williams   als Mrs. Darling
  Harry Newell   als John Darling
  Freddie Popplewell   als Michael Darling
  Lynn Redgrave   als Tante Millicent
  Richard Briers   als Smee
  Theodore Chester   als Strich
  Rupert Simonian   als Tutut
  George MacKay   als Locke
  Harry Eden   als Nibs
  Patrick Gooch   als Zwilling 1
  Lachlan Gooch   als Zwilling 2
  Geoffrey Palmer   als Sir Edward Quiller Couch
  Carsen Gray   als Tiger Lily
  Saffron Burrows   als Erzählerin
 
Regie:  P. J. Hogan  
Buch:  Michael Goldenberg  
  P. J. Hogan  
Musik:  James Newton Howard  
Kamera:  Donald M. McAlpine  
Produzent:  Douglas Wick  
  Lucy Fisher  
  Patrick McCormick  

7 Filme kämpfen um den Spezialeffekte-Oscar

Heißt es auch diesmal "same procedure as every year"?

Sehen und Staunen heißt es auch in "Peter Pan" (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Sehen und Staunen heißt es auch in "Peter Pan" (Foto: Columbia TriStar)

Denn die letzten beiden Male konnte sich die Academy nicht sattsehen an finster dreinblickenden Orks, epischem Schlachtengetümmel und artistischen Elbeneinlagen: 2001 und 2002 ging der Oscar für die besten Spezialeffekte an "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" und "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme".

Jetzt hat das Auswahlkomitee der 76. Academy Awards die sieben Filme bekannt gegeben, aus denen sie die drei Kandidaten für die diesjährige Verleihung am 29. Februar bestimmen wird - und diesmal gibt's starke Konkurrenz für die Macher von Mittelerde, denn die Kandidaten sind: "Hulk", "Master and Commander", "X-Men 2", "Peter Pan", "Fluch der Karibik", "Terminator 3" und eben "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs".

Kampf der Gerippe

So sind beispielsweise nach Expertenmeinung die Piratenzombies um Kapitän Barbossa aus "Fluch der Karibik" wesentlich detailgetreuer und gruseliger geraten als das vergleichbare Heer der Untoten, das Aragorn in "Die Rückkehr des Königs" aus dem Berg Erech in die finale Schlacht um Minas Tirith lockt.

Mit viel Vorschusslorbeeren, was die Visual Effects angeht, wurde auch die neue "Peter Pan"-Verfilmung von P. J. Hogan ("Die Hochzeit meines besten Freundes") bedacht, die am 25. März nächsten Jahres in die deutschen Kinos kommt - wobei der eigentliche Star des Films der talentierte Jungdarsteller Jeremy Sumpter ("Dämonisch") ist.

Als Überraschung ist wohl zu bezeichnen, dass "Matrix Revolutions" nicht berücksichtigt wurde, der trotz berechtigt schlechter Kritiken zumindest mit einigen sehenswerten Effekten aufwarten kann.

Eine erste Entscheidung fällt dann am 27. Januar, wenn die Academy bekannt gibt, welche drei Filme letztendlich für die Preisverleihung nominiert werden. Gut einen Monat später, am 29. Februar, zeigt sich dann endgültig, ob sich ein grünes Wutmonster, ein britischer Kapitän, eine Mutantencrew, ein fliegender Held, untote Piraten, ein Cyborg-Gouverneur oder doch wieder die Geschöpfe von J.R.R. Tolkien freuen dürfen, wenn es einmal mehr heißt: "And the Oscar goes to..."

 

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