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Kaufvideo
Erhältlich seit:
02.07.2010
Deutschland 2010
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 6
Ottfried Fischer
Hansi Jochmann
Antonio Wannek
Regie: Wolfgang F. Henschel
S.A.D. Home Entertainment

Krimi, Komödie und auch noch Heimatfilm: Das Muster der "Pfarrer Braun"-Filme ist im Grunde perfekt. Andererseits hat das starre Schema in der Vergangenheit des öfteren zu unübersehbaren Abnutzungserscheinungen geführt: Sein Bischof schickt Braun in die Provinz, wo umgehend ein Mord geschieht. Der korpulente Kirchenmann löst den Fall sodann mit einem minimalen Aufwand an körperlichem Einsatz, aber um so beweglicheren grauen Zellen.
Um so erfrischender ist der Wind, den Autor Ralf Kinder mit seinem Drehbuch zur Episode "Schwein gehabt!" in die Reihe bringt. Gerade die Dialoge finden zu jener sanften Unbotmäßigkeit gegenüber dem Klerus zurück, die die Reihe so sympathisch macht. Außerdem erzählt Kinder eine überraschend komplexe Geschichte, in der es keineswegs bloß um eine im Titel angedeutete Schweinemast geht, sondern auch um einen Priester, den Brauns Chef, Bischof Hemmelrath (Hans-Michael Rehberg), gern selig sprechen würde: Seit er einem gräflichen Paar vor hundert Jahren dank eines selbstlosen Fasteneinsatzes zum erhofften Nachwuchs verholfen hat, gilt Pastor Mangelreich als Schutzpatron der ungewollt Kinderlosen. Hemmmelrath entsendet Braun (Ottfried Fischer) daher in die Diaspora nach Usedom, wo er den Leumund des Kandidaten überprüfen soll. Diese Nebenhandlung ist fast interessanter als der Anlass für Brauns Kriminalisieren, zumal der geistliche Kollege auf durchaus weltliche Weise vom Weg abgekommen ist.
Kern der Geschichte ist jedoch der vermeintliche Jagdunfall eines Schweinezüchters, der kurz zuvor auf wundersame Weise zu erstaunlichem Wohlstand gekommen ist. Natürlich war es Mord; die Frage ist bloß, ob die Tat dem Geld galt oder ob sie andere Hintergründe hat. Als Braun rausfindet, dass eine geplante Schweinemast das Dorf polarisiert, weil die einen unter dem Gestank leiden, während die anderen der Meinung sind, Geld stinke nicht, kommt er der Wahrheit schon ziemlich nahe. Aufschluss könnte der Landrat (Udo Schenk) geben, doch prompt ereilt auch ihn der Ruf ins Jenseits.
Mit Heinrich Schafmeister, Alexander Held und Sonja Kirchberger ist die Episode zwar prominent besetzt, aber die schönsten Momenten hat trotzdem selbstredend Ottfried Fischer (Regie: Wolfgang F. Henschel). Dank der Dialoge haben sogar die in früheren Filmen mitunter kaum erträglichen Auftritte von Peter Heinrich Brix als beschränktem Ermittler einen gewissen Witz. tpg.
Pfarrer Guido Braun kann es nicht lassen, sich in seiner jeweiligen Dienstgemeinde um geheimnisvolle Todesfälle zu kümmern. Wegen der damit verbundenen Publicity wird Braun etwa alle 2-3 Episoden strafversetzt und bereist auf diese Art und Weise allmählich die ganze Republik. In seinen neuesten zwei Fällen verschlägt es den scharfsinnigen Seelsorger mitsamt Armin und der Roßhauptnerin nach Usedom. Trotz des winzigen Bevölkerungsanteils von Katholiken vor Ort, bleibt Pfarrer Braun jedoch wenig Zeit, sich in den berühmten Seebädern der Insel zu erholen. Denn natürlich warten wieder neue Herausforderungen kriminalistischer Art auf ihn...
Bei einem Jagdunfall stirbt der Schweinezüchter Gützkow. Von seinem Tod profitieren die Gegner eines geplanten Schweinemastbetriebs, wie auch das bankrotte Ehepaar Sigmund und Vera von Darendorf (). Der Verkaufswert ihres Schlosses wäre durch eine angrenzende Schweinemast ruiniert. Als wenig später auch noch Landrat Harmknecht erschlagen wird, der mit dem Gelände der Schweinemast undurchsichtige Geschäfte betrieb, wird es Zeit für eine ordentliche Prise Schnupftabak.
Quelle: S.A.D.
| Darsteller: | Ottfried Fischer | als Pfarrer Guido Braun | |
|---|---|---|---|
| Hansi Jochmann | als Margot Roßhauptner | ||
| Antonio Wannek | als Armin Knopp | ||
| Peter Heinrich Brix | als Kommissar Geiger | ||
| Hans-Michael Rehberg | als Bischof Hemmelrath | ||
| Gilbert von Sohlern | als Monsignore Mühlich | ||
| Heinrich Schafmeister | als Sigmund von Darendorf | ||
| Sonja Kirchberger | als Vera von Darendorf | ||
| Alexander Held | als Joseph Köpplinger | ||
| Udo Schenk | als Wolfgang Harmknecht | ||
| Matthias Matz | als Peter Weckmann | ||
| Kaspar Eichel | als Karl Gützkow | ||
| Margarita Broich | als Anne Gützkow | ||
| Christian Rudolf | als Holger Gützkow | ||
| Beate Pfeiffer | als Sekretärin Michaela | ||
| Kornelia Boje | als Karin Simon | ||
| Regie: | Wolfgang F. Henschel | ||
| Buch: | Ralf Kinder | ||
| Musik: | Martin Böttcher | ||
| Kamera: | Randolf Scherraus | ||
| Produzent: | Prof. Hubertus Meyer-Burckhardt | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 16:9
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