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Phantoms

Solider, klassischer Horror-Schocker, der alle bekannten Register seines Genres zieht. Nach einer Dean-Koontz-Story.


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Erhältlich seit:
19.10.2007

Horror

USA 1997
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 16

Peter O'Toole
Rose McGowan
Joanna Going

Regie: Joe Chappelle
Cine Plus Entertainment

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Phantoms

Auf der Durchreise kommen die Schwestern Jennifer und Lisa in das abgelegene Bergstädtchen Snowfield und finden die Einwohnerschaft ermordet vor. Zwei Polizisten, die zufällig hinzustoßen, begleiten die Frauen bei der Suche nach der mysteriösen Ursache und zahlen kräftig Lehrgeld, als man auf ein mörderisches Monster aus uralten Zeiten trifft. Ein hinzugezogener Wissenschaftler identifiziert den Schädling als "Todesursache der Mayas" und empfiehlt konzentrierten Militäreinsatz.

Nach Vorlage und Drehbuch des neben King wohl erfolgreichsten US-Horrorliteraten Dean R. Koontz entstand diese atmosphärisch dichte und einigermaßen spannende Monsterhorrorgeschichte in bestem "Octalus"-/"Mimic"-Stil. Hollywood-Hoffnung Ben Affleck ("Armageddon") und Peter O'Toole sind die großen Namen in der Besetzung, doch gehört die Show zumeist den beiden hauptagierenden Damen und der Killermotte aus der Hölle.

Phantoms

Mit dem Megahit "Scream - Schrei!" konnte Miramax-Ableger Dimension Films eine bluttriefende Goldader anzapfen und eine Renaissance des Horrorfilms einläuten. Doch während "Scream" und das Sequel "Scream 2" finessenreich mit Selbstironie und Cleverness bestechen, spielt die auf dem Roman von Dean Koontz basierende Monstermär "Phantoms" seine Genrekarten verbissen geradlinig und ohne nennenswerte Humorinjektionen als ernster Schocker aus.

Autor Koontz' erste Hollywood-Erfahrung "Das Versteckspiel", von Brett Leonard mit Jeff Goldblum in der Hauptrolle verfilmt, war derart negativ ausgefallen, daß er seinen Namen aus den Credits entfernen ließ. Für den zweiten Anlauf ließ er sich daher vorsichtshalber von den Weinstein-Brüdern kreatives Mitspracherecht zusichern. Hier ist Koontz nicht nur für das Drehbuch verantwortlich, sondern fungiert zudem als ausführender Produzent. Für die Inszenierung wurde der genreerprobte Joe Chappelle verpflichtet, dessen Filmographie "Halloween - Der Fluch des Michael Myers" umfaßt. Darüberhinaus kann die Besetzungsliste sich sehen lassen: Neben Altstar Peter OToole tummelt sich im Stil von "Scream" aufstrebendes Jungtalent wie Ben Affleck ("Good Will Hunting"), Rose McGowan ("Scream - Schrei!"), Joanne Going und Liev Schreiber ("Scream 2").

Seinen Ausgang nimmt der Schocker als Psychohorror um teuflische Mächte, die im Erdinneren hausen und seit Jahrtausenden bedauerliche Menschenseelen verschlingen. Wie in "Shining", "Poltergeist" und "Amityville Horror" nimmt das Böse zunächst keine konkrete Form an, sondern macht sich mit heulenden Geräuschen im Abfluß, Gepoltere im Gebälk und Strom- und Autobatterieausfällen bemerkbar und hinterläßt so manch übel zugerichtete Leiche. Als Handlungsort dient ein idyllischer Wintersportort in den Rocky Mountains, in den ein vierblättriges Kleeblatt Einzug hält, um für die Instandhaltung des globalen menschlichen Wohlergehens zu sorgen. Zu den Ghostbusters gehört ein englischer Professor (O'Toole), der seine Weltuntergangstheorien in der Regenbogenpresse veröffentlicht, zwei attraktive Schwestern und ein junger Sheriff ("Good Will Hunting"-Prolo Ben Affleck will als Autoritätsfigur nicht so recht überzeugen) mit traumatischer Dienstvergangenheit. Sie können dem sich teils als schleimige Wurmkreatur inkarnierenden Feind schließlich in letzter Minute mit biochemischer Keule auf den Leib rücken.

Regisseur Chappelle mag es trotz seines Hintergrunds nicht sehr zufriedenstellend gelingen, Spannung und Schrecken in jene Dimensionen voranzutreiben, die ein abgebrühtes Publikum heute von einem Genrefilm erwartet. Daß die zumeist computergenerierten Effekte bestenfalls durchschnittlich ausgefallen sind und das Böse aus bereits bekannten Filmen zusammengewürfelt wirkt, trägt zum insgesamt eher enttäuschenden Gesamteindruck des bislang vermutlich schwächsten Dimension-Films bei. ara.

Darsteller:  Peter O'Toole   als Timothy Flyte
  Rose McGowan   als Lisa Pailey
  Joanna Going   als Jenny Pailey
  Liev Schreiber   als Deputy Stu Wargle
  Ben Affleck   als Sheriff Bryce Hammond
  Nicky Katt   als Deputy Steve Shanning
  Clifton Powell   als General Copperfield
  Rick Otto   als Wissenschaftler Lockland
  Valerie Chow   als Wissenschaftlerin Yamaguci
  Adam Nelson   als Wissenschaftler Burke
  John Hammil   als Wissenschaftler Talbot
  John Scott Clough   als Wissenschaftler Shane
  Michael DeLorenzo   als Soldat Velazques
 
Regie:  Joe Chappelle  
Buch:  Dean R. Koontz  
Musik:  David C. Williams  
Kamera:  Richard Clabaugh  
Produzent:  Joel Soisson  
  Michael Leahy  
  Robert Pringle  
  Steve Lane  
 

Fassungen

 

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Features

 

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