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Pius XII. - Ein Papst in Zeiten des Krieges

Zweiteiliges TV-Porträt von Papst Pius XII. und seiner Rolle im von Deutschen besetzten Rom des Jahres 1943.


Pius XII. - Ein Papst in Zeiten des Krieges

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Erhältlich seit:
30.09.2011

Originaltitel: Pius XII.

Drama/ Biographie

Deutschland/Italien 2010
Laufzeit: 177 Min.
FSK: ab 12

James Cromwell
Alessandra Mastronardi
Marco Foschi

Regie: Christian Duguay
polyband Medien GmbH

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Pius XII. - Ein Papst in Zeiten des Krieges

Im Gegensatz zu einem Zweiteiler über Augustinus, den das "Erste" an Ostern zur Mittagszeit versendet hat, lief "Pius XII." völlig zurecht im Abendprogramm. Regisseur (Christian Duguay), Autor, Produzenten (u.a. Martin Choroba) und Auftraggeber (der Bayerische Rundfunk und die italienische RAI) sind die gleichen, und auch der Aufwand ist ähnlich groß. Die Dramaturgie orientiert sich diesmal jedoch deutlich stärker an gewohnten Fernseherwartungen.

Mindestens so wichtig wie die Leistungen des Papstes ist eine parallel erzählte Liebesgeschichte. Pius XII. aber ist unbestritten das spirituelle Zentrum der Geschichte, die sich anders als das epische Augustinus-Porträt nicht dem gesamten Leben widmet, sondern sich klugerweise auf die Kriegsjahre 1943 und '44 konzentriert.

Der 1939 zum Papst gewählte Eugenio Pacelli hatte eine äußerst schwierige Gratwanderung zu absolvieren: Einerseits wollte er klare Stellung zur deutschen Judenverfolgung beziehen, andererseits musste er die politische Neutralität wahren. Außerdem hatten die Nationalsozialisten frühere Einmischungsversuche etwa der niederländischen Kirche mit blutiger Rache an jüdischen Holländern beantwortet. Als die Nazis jedoch die römischen Juden deportieren, kann Pacelli nicht länger schweigen.

Immer wieder thematisiert das Drehbuch (Fabrizio Betelli, Francesco Arlanch) den Zwiespalt, lässt aber nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen, was die Haltung des Papstes zu den Nazis angeht: Der Faschismus ist in seinen Augen die Inkarnation des Teufels, die Pflicht zum Widerstand eine Fortsetzung des ewigen Kampfs zwischen Gut und Böse ("Weiche, Satan!"). Da Pius zudem vom wunderbaren James Cromwell (den meisten Menschen als Farmer in "Ein Schweinchen namens Babe" bekannt) als gütiger und weiser Papst verkörpert wird, sind die Sympathien ohnehin auf seiner Seite.

Damit die Handlung über drei Stunden trägt, muss sich Pacelli den Film mit einem jungen jüdischen Liebespaar teilen. Dessen Geschichte hätte man zwar durchaus kürzer erzählen können, aber die Romanze ist der Tribut an die Sendezeit: Mit Glück und Geschick entkommen die schöne Miriam (Alessandra Mastronardi, erinnert verblüffend an die junge Sophia Loren) und Schwarzmarktgenie Davide (Marco Foschi) der Deportation und finden Zuflucht in einem Kloster. Unter den deutschen Mitwirkenden imponiert vor allem Ken Duken als ebenso feingeistiger wie grausamer Nazi. tpg.

Pius XII. - Ein Papst in Zeiten des Krieges

James Cromwell ("Die Queen") und Ken Duken ("Inglourious Basterds") in einem bewegenden Zweiteiler nach einer wahren BegebenheitRom im Jahr 1943: Papst Pius XII. (James Cromwell), hat sich bezüglich des Kriegsgeschehens für unparteilich erklärt, und versucht stattdessen, die Stadt vor Hunger und Zerstörung zu bewahren. Im jüdischen Ghetto der Ewigen Stadt lebt unterdessen die 22-jährige Miriam (Alessandra Mastronardi) mit ihrer Familie, die sich trotz widrigster Umstände ihren Lebensmut bewahren konnte. Gleich zwei Männer buhlen um ihre Aufmerksamkeit: der Schwarzmarkthändler Davide und Marco, ein Student ! aus gutem Haus. Die Invasion der Amerikaner auf Sizilien führ! t zum Sturz Mussolinis. Als deutsche Truppen daraufhin Rom besetzen, um den Vormarsch der Amerikaner zu stoppen, droht der jüdischen Bevölkerung die Deportation. Mit allen Mitteln versucht Pius XII. dies zu verhindern ...Nach einer wahren Begebenheit: Papst Pius XII. war von 1939 bis zu seinem Tod 1958 das Oberhaupt der katholischen Kirche. Bis heute halten ihm Kritiker vor, nicht energisch genug gegen die Vernichtung der Juden durch die Nazis interveniert zu haben.

Quelle: polyband

Darsteller:  James Cromwell   als Pius XII.
  Alessandra Mastronardi   als Miriam
  Marco Foschi   als Davide
  Ettore Bassi   als Marco
  Miguel Herz-Kestranek   als Pater Pfeiffer
  Ken Duken   als Hauptmann von Goedel
  Holger Daemgen   als General Rainer Stahel
  Mathias Herrmann   als General Karl Wolff
  Heinz Trixner   als Botschafter Ernst von Weizsäcker
  Cesare Bocci   als Monsignor Montini
  Christine Neubauer   als Schwester Pascalina
  Andrea Tidona   als Armando
  Vincent Riotta   als Dante Cimino
  Marguerite Sikabonyi   als Nadia
  Roberto Nobile   als Jacopo Martini
  Elena Arvigo   als Ester Levi
  Carla Cassola   als Mutter Oberin
  Pietro Ragusa   als Prof. Boni
 
Regie:  Christian Duguay  
Buch:  Fabrizio Bettelli  
  Francesco Arlanch  
  Elisabeth von Molo  
Musik:  Andrea Guerra  
Kamera:  Fabrizio Lucci  
Produzent:  Matilde Bernabei  
  Luca Bernabei  
  Martin Choroba  
  Ferdinand Dohna  
  Golli Marboe  
  Eric Welbers  
 

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Features

 

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