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Planet der Affen

Tim Burtons bildgewaltige, spannende "Re-Interpretation" vom Freiheitskampf der Menschen auf dem Planeten der Affen.


Planet der Affen

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Erhältlich seit:
28.05.2007

Originaltitel: Planet of the Apes

Science Fiction

USA 2001
Laufzeit: 124 Min.
FSK: ab 12

Mark Wahlberg
Tim Roth
Helena Bonham Carter

Regie: Tim Burton
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Planet der Affen

Im Jahr 2029 gerät der Astronaut Leo Davidson bei einem Routineeinsatz im Weltall in ein Wurmloch und findet sich auf einem erd-ähnlichen Planeten wieder, wo Menschen auf der Entwicklungsstufe wilder Tiere leben und statt dessen Affen eine autoritär ausgerichtete Gesellschaftsstruktur entwickelten. Mit einer Gruppe humanoider Leidensgenossen flieht Davidson der Gefangenschaft und zettelt eine Rebellion an. In der pazifistisch orientierten Jungäffin Ari findet er Hilfe, in dem Gorilla-General Thade einen leidenschaftlichen Feind.

Tim Burton, Hollywoods Mann für fantastische Big-Budget-Fälle ("Batman", "Mars Attacks"), knöpft sich die putzigen SF-Klassiker aus der Flower-Power-Ära vor und extrahiert daraus einen straighten Actionreißer, der nur selten an die Verspieltheit anderer Burton-Filme erinnert und stattdessen vor allem in der Stunt- und Special-Effect-Abteilung punktet. "Sturm"-Fischer Mark Wahlberg gibt den humanoiden Rebellen, prominente Kollegen wie Tim Roth oder Helena Bonham-Carter sind unter schweren Masken kaum zu erkennen.

Planet der Affen

33 Jahre nach Franklin J. Schaffners Original von 1968, dessen Status als (filmisches) Denkmal weitaus besser intakt ist als die Freiheitsstatue am legendären Ende des Films, ist Fox nach mehreren Versuchen endlich das Remake geglückt. Oder besser gesagt: eine, wie von den Machern immer wieder betont, "Re-Imagination", in der das clever variierte Handlungsgrundgerüst von damals als Spielwiese für ein ebenso triviales wie effektives Shakespeare-Schlachtengemälde mit bereits viel diskutiertem Schlussgag dient. Die ernsthafte Diskussion des Originals über Evolution, Zivilisation und Überlegenheitsanspruch des Menschen musste allerdings launigen Onelinern weichen. Dass "Planet der Affen" mit Mark Wahlberg als funktionalem Charlton-Heston-Ersatz dennoch weit aus dem Gros des US-Sommerangebots herausragt, ist vor allem Verdienst des visuellen Zaubers von Tim Burton und des bahnbrechenden Affen-Makeups von Rick Baker.

Affenstark oder einfach nur affig - das ist die Frage, die sich einer weltweiten Fangemeinde stellt, für die "Planet der Affen" (und seine vier zunehmend absurder werdenden Fortsetzungen) als Teil des heiligen Science-Fiction-Dreigestirns (neben "Krieg der Sterne" und "Star Trek") sakrosankt ist. Dankenswerter Weise schert sich Tim Burton in seinem pompösen Affentheater um Denkmalspflege so wenig, wie in seinen anderen Arbeiten um konventionelle Spannungsbögen. Sein filmischer Ansatz ist nicht philosophisch, sondern stets emotional-sensibel: In seinen Welten soll man nicht diskutieren, sondern sich in ihnen verlieren. Deshalb funktioniert sein "Planet der Affen" wunderbar sowohl als eigenständiger Sommer-Actionfilm, aber auch als spannende Variation des Originals, als schrulliger Kommentar, der in seiner Struktur nach Fußnotenprinzip funktioniert und immer wieder die Stützpfeiler des Heston-Films bemüht, um ganz neue Ergebnisse und Entwicklungen folgen zu lassen. Dass sich trotz unverkennbarem Burton-Look die typisch traumhafte Atmosphäre seiner anderen Filme nicht einstellt, mag daran liegen, dass Produzent Richard D. Zanuck die Zügel in der Hand hielt und Burton spät als Auftragsregisseur an Bord kam. Aber gerade, wie es dem Regisseur von "Sleepy Hollow" und "Batman" gelingt, in dem sehr stringent erzählten und von seinem Hauscutter Chris Lebenzon (der auch die großen Jerry-Bruckheimer-Filme schneidet) obendrein mit einem Affenzahn versehenen Krieg der Welten Burtoneske Schrullen und Fetische unterzubringen, macht mehr Freude, als wenn der Regisseur sich nach eigenem Gusto in dem auf den Kopf gestellten Machtverhältnis Mensch/Affe ausgebreitet hätte.

Nach einer herrlichen Titelsequenz, in der die Kamera verliebt um die Verzierungen einer Gorilla-Rüstung fährt, setzt die Handlung im Jahr 2029 auf einer Raumstation ein, in der Wissenschaftler die Intelligenz von Affen mit gezielten Trainingsmaßnahmen steigern. Als der Lieblingsschimpanse von Captain Leo Davidson in einem Winzigraumschiff in einem schwarzen Loch verschwindet, jagt der ungestüme Mann ihm hinterher und stürzt in einer Bruchlandung auf einen ihm unbekannten Planeten. Während im Original Charlton Heston und zwei weitere Kollegen sich erst einmal den Weg über unwirtliche Landschaften bahnen mussten und in ihren Gesprächen die Grundlagen für die politischen und gesellschaftlichen Topoi gelegt wurden, hält sich Burton - etwas überhastet - nicht mit Exposition auf, sondern schickt seine Hauptfigur sogleich mitten hinein in die Jagd der Affen auf die als Wilde im Urwald hausenden Menschen.

In der Affenstadt, wohin die Gefangenen gebracht werden, findet Burton, was ihn tatsächlich interessiert. Unendlich mehr Faszination als die faden Menschenfiguren (verschenkt: Kris Kristofferson und Ex-Olympia-Nixe Estella Warren, die wenigstens einmal kurz ihre Schwimmkünste zur Schau stellen darf) üben auf ihn natürlich Figuren wie der martialische Schimpansen-General Thade (Tim Roth gibt dem Affen als ständig wutschnaubender Inbegriff purer Aggression Zucker), die aufgeweckte Senatorentochter Ari (Helena Bonham Carter mit der differenziertesten Performance des Films) oder der verschlagene Orang-Utan (Mann fürs Komische: Paul Giamatti). Hier bringt der Regisseur alle Figuren in Stellung, legt den Grundstein für seinen fulminanten Showdown in der Einöde des Planeten, der alles bietet, was Actionfans das Herz übergehen lässt. Erfreuen kann man sich überdies an einem leise angedeuteten Eifersuchtssubplot, in dem Menschenmädchen und Affendame um den Helden buhlen, einem bizarren Auftritt der Burton-Regulars Lisa Marie und Glenn Shadix sowie einer Cameoszene von Charlton Heston als Vater von Thade, in der eine starke Anti-Waffen-Botschaft transportiert wird. Vor allem aber ist "Planet der Affen" der Triumph von Rick Baker: Seine Affenmasken sind absolut atemberaubend und gestatten den Darstellern vorzügliche Leistungen. Dass das Original nicht übertroffen wird, spielt keine Rolle: "Planet der Affen" ist kompetent, versponnen und spektakulär genug, eine Affenregentschaft auch auf Erden zu gewährleisten. ts.

Darsteller:  Mark Wahlberg   als Captain Leo Davidson
  Tim Roth   als General Thade
  Helena Bonham Carter   als Ari
  Michael Clarke Duncan   als Attar
  Paul Giamatti   als Limbo
  Estella Warren   als Daena
  Cary-Hiroyuki Tagawa   als Krull
  David Warner   als Sandar
  Kris Kristofferson   als Karubi
  Erick Avari   als Tival
  Luke Eberl   als Birn
  Evan Dexter Parke   als Gunnar
  Glenn Shadix   als Senator Nado
  Lisa Marie   als Nova
  Freda Foh Shen   als Bon
  Charlton Heston   als Zaius
 
Regie:  Tim Burton  
Buch:  William Broyles jr.  
  Lawrence Konner  
  Mark Rosenthal  
Musik:  Danny Elfman  
Kamera:  Philippe Rousselot  
Produzent:  Richard D. Zanuck  

Sanchez jagt Serienkiller

Roselyn Sanchez mit Cuba Gooding jr. in ''Boat Trip''

Roselyn Sanchez mit Cuba Gooding jr. in ''Boat Trip''

Roselyn Sanchez, bekannt aus "Rush Hour 2" ist gemeinsam mit "Derek Hamilton" in Chris Fishers neuem Thriller "The Night Stalker" einem Serienkiller auf der Spur. Der Film basiert auf der Mordserie, die Mitte der 80er Jahre von Richard Ramirez begangen wurde.

Sanchez spielt die Kriminalkommissarin Gabriella Martinez, die als Erste am Tatort des ersten Mordes eintrifft und der Hamilton für diesen Fall an die Seite gestellt wird. Fisher führt bei diesem Projekt nicht nur Regie, sondern hat auch das Drehbuch verfasst und wird mit seiner eigenen Firma produzieren. Dabei handelt es sich um eine Low-Budget-Produktion - der Film soll nicht mehr als schlappe zwei Millionen Dollar kosten.

In weiteren Rollen werden Bret Roberts als Richard Ramirez, Danny Trejo ("Spy Kids", "xXx - Triple X") und Evan Dexter Parke ("Planet der Affen") zu sehen sein.

 

Planet der Affen in der Fotoshow

 

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Mark Wahlberg

Mit Buddy George Clooney steht er gern vor der Kamera, als Rapper wurde er bekannt, für Wolfgang Petersen ging er in einem Jahrhundertsturm...

 

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Tim Roth

Seine Gauner und Ganoven wirken kaum einschüchternd, eher verklemmt und latent sadistisch, mit schlechten Manieren und leicht psychopathischen Zügen....