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Planet Terror

Robert Rodriguez Beitrag zum "Grind House"-Double-Feature, in dem Zombies auf den erbitterten Widerstand einer kleinen Gruppe Versprengter stößt.


Planet Terror (Steelbook)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
31.03.2008

Originaltitel: Grindhouse: Planet Terror

Horror/ Action

USA 2007
Laufzeit: 94 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Rose McGowan
Freddy Rodriguez
Michael Biehn

Regie: Robert Rodriguez
Senator Home Entertainment

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"Sin City"-Zampano Robert Rodriguez hält, was er verspricht: sündigen Spaß.

Letzte Atempause vor dem großen Texas-Mutantenmassaker (Foto: Senator) Großansicht

Letzte Atempause vor dem großen Texas-Mutantenmassaker (Foto: Senator)

Stöberte Quentin Tarantino in "Death Proof" in den Straßenrennthrillern der 70er Jahre, so zitiert Rodriguez eifrig die erste Zombiewelle von George A. Romero und den Italo-Epigonen. Aber auch Erinnerungen an "From Dusk Till Dawn" werden wach, Rodriguez' erste Kooperation mit Tarantino.

Wie sich der wilde Showdown im Titty Twister noch gehörig steigern lässt, zeigt die neue Beinprothese von Cherry (Rose McGowan) - ein bleispuckendes Maschinengewehr, das bereits vor Filmstart Kult ist.

Bruce Willis, der die Starbesetzung anführt, muss als grimmiger General mit ansehen, wie ein toxisches Virus seinem Armeelabor entweicht. "Lost"-Insulaner Naveen Andrews kann als Forscher nur noch die Toten zählen, als im Nachbarort ein Hautausschlag die Befallenen in sabbernde Zombies verwandelt.

Frauen mit Knarren - mehr braucht's nicht (Foto: Senator) Großansicht

Frauen mit Knarren - mehr braucht's nicht (Foto: Senator)

Invasion der Untoten

Währenddessen versuchen Ärztin Dakota (Marley Shelton) und Sheriff Hague (Michael Biehn) im Krankenhaus der Untoten-Apokalypse Einhalt zu gebieten.

Planet Terror (Steelbook)

Mit dem mit einem Maximum an Fanliebe zusammengestellten Doppelfilm huldigen die beiden Kultregisseure Quentin Tarantino und Robert Rodriguez dem Genre des Exploitationfilms.

Bizarre B-Movies waren ihre cineastische Muttermilch und entscheidender Ausgangspunkt ihrer nunmehr langjährigen Freundschaft. Nun taten sich die Regisseure der modernen Klassiker "Pulp Fiction" bzw. "Sin City" für ein Double-Feature im Stile billiger Genrefilme der Siebzigerjahre zusammen. Vorgeführt wurde das häufig exzessiv übersteigerte Genregebräu aus Sex, Gewalt, Action und Horror damals in zumeist heruntergekommenen Kinos, die als "Grindhouses" bezeichnet wurden - das Äquivalent zu den Schmuddel- und Bahnhofskinos in Deutschland. Angereichert mit fiktiven Trailern mit bezeichnenden Titeln wie "Machete" oder "Werewolf Women of the SS", optisch psychedelischen Übergangseinblendungen, bewusst zerkratztem Film, fehlenden Szenen und knisterndem Projektor-Sound schufen Tarantino und Rodriguez nun mit peniblem Auge (und Ohr) für Authentizität eine faszinierende Hommage.

Zuerst an den Start dieses knapp dreistündigen Thrillrides geht in der US-Fassung des Projekts "Desperado" Rodriguez mit seinem (unter anderem) an George Romeros Zombie-Trilogie angelehnten Splatterthriller "Planet Terror". Mit eiternden Pusteln übersäte Untote gehen in Texas auf Menschenfang. Ins Blutgericht gegen sie ziehen der örtliche Sheriff (Michael Biehn), der gerechte Gangster El Wray (Freddy Rodriguez), die verheulte Stripperin Cherry Darling (Rose McGowan) und die sexy Narkoseärztin Dakota (Marley Shelton). In ausgedehnten Cameo-Auftritten geben sich zudem Bruce Willis als grimmiger General einer Armee von "Toxic Avengers", "Lost"-Star Naveen Andrews als abgeschnittene Hoden sammelnder Wissenschaftler und Tarantino himself als unflätiger Vergewaltiger die Ehre. Inmitten dieser Sammlung von schrägen Typen ist es jedoch McGowans Cherry, die mit ihrer Maschinengewehr-Beinprothese den bleibendsten Eindruck hinterlässt. Nach ca. 85 Minuten findet die blut- und eiterspritzende Splatterorgie ihr emotionsgetränktes Ende, woraufhin der Schockfaktor sogleich mit drei augenzwinkernd hartgesottenen Trailern, darunter "Hostel"-Regisseur Eli Roths "Thanksgiving", erneut angekurbelt wird.

Für Tarantinos hochtouriges Rennfahrt/Rache-Segment "Death Proof" ("Fluchtpunkt San Francisco" diente als eine der Inspirationen) werden Ton und Tempo zunächst einen Gang zurückgeschaltet. Tarantinos Talent für Dialoge (und Soundtracks!) kommt gewohnt zum Einsatz, als eine Gruppe von drei Freundinnen (Sydney Poitier, Vanessa Ferlito, Jordan Ladd) auf dem Weg zu ihrer Lieblingskneipe quengelig über Männer und Drogen diskutiert. Sie palavern und bechern, was das Zeug hält, und als der vernarbte Stuntman Mike (ein knochentrockener Kurt Russell) auf den Plan tritt, erscheint er als sympathisch-umgänglicher Zeitgenosse. Doch der Schein trügt, wie die arglose Pam (erneut McGowan) mit fatalen Folgen feststellen muss, als sie in seinen aufgemotzten und (für ihn) todessicheren Chevy Nova einsteigt. Im Anschluss gibt es eine wahnwitzige Frontalkollision zu sehen, deren brutal-brachialer Blut- und Blechsalat voll auf den Magen geht. Sobald er selbst wieder verheilt ist, nimmt Killer Mike eine weitere Gruppe von Frauen ins Visier, die er zu Tode zu schikanieren trachtet. Doch mit dem aus Rosario Dawson, Tracie Thomas und Zoe Bell (Uma Thurmans Stuntdouble in den "Kill Bill"-Filmen als sie selbst) bestehenden Trio, hat er sich die Falschen ausgesucht, da sie nach der Fasson von "Die Satansweiber von Tittfield" den Spieß umdrehen. Ihr Todesrennen mit Mike in ihrem Dodge Challenger über enge Landstraßen darf als eine der aufregendsten Autoverfolgungsjagden der letzten Zeit gelten - vor allem in der Hinsicht, dass es sich hier um echte Stunts handelt und nicht mit CGI-Effekten gemogelt wurde.

Fraglich ist einzig, wer außer eingeschworenen Filmfans Details wie diese wirklich zu schätzen weiß. In Deutschland kommen die beiden Filme nach ihrer Premiere in Cannes in längeren Versionen nacheinander in die Kinos. ara.

Darsteller:  Rose McGowan   als Cherry
  Freddy Rodriguez   als Wray
  Michael Biehn   als Sheriff Hague
  Jeff Fahey   als JT
  Josh Brolin   als Block
  Marley Shelton   als Dr. Dakota Block
  Naveen Andrews   als Abbey
  Stacy Ferguson   als Tammy
  Bruce Willis   als Lt. Muldoon
  Rebel Rodriguez   als Tony Block
  Tom Savini   als Deputy Tolo
 
Regie:  Robert Rodriguez  
Buch:  Robert Rodriguez  
Musik:  Robert Rodriguez  
Kamera:  Robert Rodriguez  
Produzent:  Elisabeth Avellán  
  Robert Rodriguez  

"Planet Terror" verschoben

Im Verleih feiert Robert Rodriguez' Trash-Hommage als Spitzenreiter der Rentalcharts bereits große Erfolge - bis "Planet Terror" sich anschickt, auch die Kaufoutlets zu erobern, wird man jedoch noch bis Ende März warten müssen.

Kommt drei Wochen später als vorgesehen in den Verkauf: "Planet Terror" (Foto: Senator) Großansicht

Kommt drei Wochen später als vorgesehen in den Verkauf: "Planet Terror" (Foto: Senator)

Wie Anbieter Senator Home Entertainment mitteilt, wurde sowohl die Steelbook-Version als auch die Limited Collector's Edition mit zwei DVDs auf den 31. März verschoben. Ursprünglich war der 10. März als Kaufstart vorgesehen.

Das warten lohnt sich aber - vor allem auf die Limited Collector's Edition. Diese kommt als Special DigiPack in einer Tinbox, nummeriert und limitiert auf 30.000 Einheiten.

Auch die Extras können sich sehen lassen. Neben einem Audiokommentar und einer Audiospur mit Publikum gibt es Anbieterangaben zufolge ein 60-minütiges Featurette.

Darüber hinaus sind die Features "Rebellen Casting", "Filmschule", "Die Typen von Planet Terror", "Die Planet Terror Babes" und "Die Stunts" angekündigt. Als besonderes Goodie ist das DVD-Label mit einer "Duft-Schicht" versehen.

 

Planet Terror (Steelbook) in der Fotoshow

 

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Rose McGowan

Amerikanische Schauspielerin. Rose McGowan ist die kapriziös unberechenbare rothaarige "Fille fatale", Katzenfrau, Teen Screen Queen und Sex-...

 

Star

Freddy Rodriguez

Amerikanischer Schauspieler. Populär geworden als begnadeter Einbalsamierer Hector Federico "Freddy" Diaz, der für das...