- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Kaufvideo
Erhältlich seit:
14.12.2007
Dokumentarfilm/ Musik
Deutschland 2006
Laufzeit: 89 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Regie: Julian Benedikt
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

Eine filmische Collage über Musiker des alten Kontinents und deren Herangehensweise an den Jazz zwischen Hommage und Eigenständigkeit.
Mit "Blue Note" und "Jazz Seen" hat Julian Benedikt bereits zwei Dokumentationen über diese scheinbar so unverwechselbar amerikanische Musik gedreht. Ist aber nicht gerade die Improvisation, das Hineinbringen einer eigenen "Stimme" und die damit einhergehende Weiterentwicklung das eigentliche Herzstück der Idee "Jazz"? Gianluigi Trovesi, einer der europäischen Musiker, die in Benedikts drittem Langfilm zu Wort kommen, vergleicht die Musik mit einer Pizza: Jeder benützt andere Zutaten, dennoch würde niemand behaupten, es handle sich bei den jeweiligen Variationen nicht mehr um Pizzen.
Dies ist das Konzept, dem auch der Regisseur folgt: Nicht in chronologischer Abfolge, sondern in Form einer Collage aus Konzertaufnahmen, Interviews und der Erzählerstimme Jan Garbareks erläutert er ein musikalisches Patchwork. Der Jazz in Europa, so zeigt sich, ist kein einheitliches Gebilde; aber eines verbindet den Ungarn Tomasz Stanko, die Französin Juliette Gréco, den Briten Robert Wyatt und den in der DDR aufgewachsenen Joachim Kühn: Trotz aller Eigenständigkeit zeigt sich in ihren Aussagen stets eine Mischung aus Bewunderung der amerikanischen Vorbilder, deren Verdienst es war, in den 50ern ihre Musik in die Alte Welt zu bringen und damit ein wenig zum Aufbruch in eine neue Zeit beizutragen, sowie einem subtilen Rechtfertigungsdruck. So wird der Gedanke des Jazz gerade in diesem Mittelweg zwischen Adaption und Weiterführung am Leben gehalten.
In den zahlreichen Statements wird die Faszination greifbar, die den kürzlich verstorbenen Albert Mangelsdorff ebenso wie den Jungstar Till Brönner, deren schwedischen Kollegen Palle Mikkelborg, den Österreicher Joe Zawinul und viele andere erfasst hat und der sich auch der Zuschauer nicht entziehen kann. Die geschickte Belegung ihrer Aussagen mit Ausschnitten eigener Auftritte oder der ihrer Idole, von Charlie Parker bis Dizzy Gillespie, macht auch einem Neuling in der Welt des Jazz verständlich, was diese Musik ausmacht und warum sich auf jeder Seite des Atlantik so viele Menschen dafür begeistern können. geh.
Play Your Own Thing - das ist das Motto einer Musik, deren Interpreten ihre Grenzen ausloten und ihre eigene Stimme suchen. Die amerikanischen GIs brachten den Jazz Ende des Zweiten Weltkriegs nach Europa. In Clubs zwischen Trümmern, in denen der Aufbruch in eine neue, andere Zeit auch musikalisch zu spüren war.
Der Film ist eine Reise zu Ursprüngen, Anfängen und Wandlungen des Jazz in Europa. Begleitet von bekannten Musikern und Künstlern aus den verschiedenen europäischen Ländern, aus Ost und West, Nord und Süd, lauscht der Film den Klängen des europäischen Jazz und den Gedanken seiner Vertreter und Freunde.
Quelle: AL!VE
Play Your Own Thing - Eine Geschichte des europäischen Jazz in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Mehrsprachig
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85
Extras: Making of, Trailer
Registrieren




