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Plunkett & Macleane

Flotter und frecher Kostümabenteuerfilm mit modernem Anstrich.


ohne Abbildung

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Erhältlich seit:
16.01.2002

Abenteuer/ Komödie

Großbritannien/USA 1999
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 16

Robert Carlyle
Jonny Lee Miller
Liv Tyler

Regie: Jake Scott
Universal Pictures Germany

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Plunkett & Macleane

Der grobschlächtige Straßenräuber Plunkett und der verarmte Edelmann MacLean lernen sich im England des 18. Jahrhunderts im Gefängnis kennen. Nach ihrer Entlassung tun sich die beiden gegensätzlichen Männer zusammen und erleichtern Adlige um ihr Hab und Gut. Funktioniert die Kooperation zunächst vorzüglich, kommt es jedoch bald zu Reibereien wegen der verschieden Weltanschauungen und Lebensweisen. Und dann verliebt sich MacLeane zu allem Überfluss auch noch in Lady Rebecca, die Nichte eines einflussreichen Lords...

"Plunkett & MacLeane", mit den beiden "Trainspotting"-Stars Robert Carlyle und Johnny Lee Miller in den Titelparts ideal besetzt, ist eine gelungene Mischung aus Abenteuer und Romanze, versehen mit einer gehörigen Portion bissig-britischen Humors. Dabei stellt der Spielfilmdebütant Jake Scott, Sohn von Ridley Scott, die Regeln des konventionellen historischen Kostümfilms auf den Kopf - er verbindet nämlich klassische Elemente mit den Stilmitteln der Gegenwart. Das Ergebnis ist ein auf ein jugendliches, hippes Publikum zugeschnittenes Gaunerstück, gefilmt als moderner Actionfilm.

Plunkett & Macleane

Adel verzichtet, wenn auch nicht freiwillig, in dieser anachronistischen Räuberpistole über einen Grobklotz und einen Aristokraten, die Mitte des 18. Jahrhunderts Englands Blaublüter räuberisch zur Ader lassen und damit zu Volkshelden werden. Eine nicht nur thematisch, sondern auch in der Verquickung von Tradition und Moderne abenteuerliche Kostümkomödie, die dank Tempo und Witz gerade beim jugendlichen Publikum ankommen könnte.

Wie schon sein Vater Ridley Scott mit "Die Duellisten" debütiert auch Sohn Jake mit einem historischen Stoff, der freilich weniger über die Last des Lebens als die Lust am Leben sagen will. Frei nach den realen Vorbildern, von denen allerdings nur einer als Gentleman in die Landesfolklore einging, entfaltet sich das Robin-Hood-Märchen über den etwas grobschlächtigen Straßenräuber Plunkett (Robert Carlyle aus "Trainspotting" mit gebremstem Schaum vor dem Mund), der mit dem finanziell abgehalfterten, aber stets manierlichen Aristokraten Macleane (Jonny Lee Miller aus "Trainspotting") nach wenig verheißungsvollem Erstkontakt eine Partnerschaft eingeht, um sich mit Beutezügen ihre Lebenswünsche zu erfüllen. Eines ihrer ersten Opfer ist Lord Gibson (Michael Gambon), das Oberhaupt der britischen Justiz, der den Tätern seinen schlimmsten Jagdhund Chance (Ken Stott) hinterhetzt, während Gibsons Nichte Rebecca (Liv Tyler), vom Feuer der Leidenschaft entflammt, fortan vom gefährlichen Gentleman Macleane träumt. Die weitere Handlung folgt dem transparenten Muster "Aushecken, Überfallen und Verstecken", gewinnt aber durch die Paarung von Profi und Amateur, Schläger und Sensibelchen sowie die frechen Dialoge und das amüsante Porträt des dekadenten Adels (Snob mit Herz: Alan Cumming) beträchtlich an Reiz. Als Kontrast zum sichtbaren Elendsrealismus des visuell oft düsteren Films forciert Regisseur Scott über Design, Sprache und Musik (ein exzentrischer Mix aus Dancemusic, Folklore und sinfonischen Klängen) immer wieder bewußte Stilbrüche, um seinem Abenteuerfilm, der trotz Breitwand-Format durch enge Bildausschnitte oft klaustrophobisch wirkt, einen modernen Anstrich zu verpassen. Ungeachtet einiger Gewaltszenen ist der Ton von "Plunkett und Macleane" grundsätzlich unbeschwert, eine Dur-Variante wohl zu Neil Jordans vor Jahren geplantem Projekt über "Jonathan Wild", dem realen Vorbild für Scotts Bösewicht Chance. Vergleiche mit George Roy Hills Klassiker "Zwei Banditen", die von Working Title lanciert und von der britischen Presse aufgenommen wurden, erweisen sich als unnötige Bürde für einen Film, der auch ohne hype gut unterhält, aber zum derzeitigen deutschen Starttermin (26. August) die wahre Bedrohung, "Star Wars: Episode 1", im Nacken spürt. kob.

Darsteller:  Robert Carlyle   als Will Plunkett
  Jonny Lee Miller   als Captain James Macleane
  Liv Tyler   als Lady Rebecca
  Ken Stott   als Chance
  Michael Gambon   als Lord Oberrichter Gibson
  Alan Cumming   als Lord Rochester
  Iain Robertson   als Highwayman Rob
  Tommy Flanagan   als Eddie
  Stephen Walters   als Dennis
  James Thornton   als Catchpole
  Terence Rigby   als Harrison
  Claire Rushbrook  
  Jeff Nuttall  
  Nichola McAuliffe  
  Susan Porrett  
 
Regie:  Jake Scott  
Buch:  Robert Wade  
  Neal Purvis  
  Charles McKeown  
Musik:  Craig Armstrong  
Kamera:  John Mathieson  
Produzent:  Tim Bevan  
  Eric Fellner  
  Rupert Harvey  
 

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Features

 

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Jonny Lee Miller

Er möchte Zugang finden: in die Welt der Datenautobahnen ("Hackers"), in die Welt der Gefühle ("Liebesflüstern"), in die Welt der...

 

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Liv Tyler

Sie ist die Schönheit schlechthin. Nicht nur der tapfere Aragorn liegt der von Liv Tyler mit wahrer Vollkommenheit verkörperten Elbenkriegerin Arwen...