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Pollock

Beeindruckendes Künstler-Biopic von und mit Ed Harris, das ebenso ein präzises und bedrückendes Psychogramm der Kunst-Stars ist .


Pollock (Special Edition)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
11.03.2003

Drama

USA 2000
Laufzeit: 118 Min.
FSK: ab 12

Ed Harris
Marcia Gay Harden
Amy Madigan

Regie: Ed Harris
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Pollock (Special Edition)

1947 entwickelt Jackson Pollock die Stilrichtung des abstrakten Expressionismus, der konservative Zeitgenossen irritiert. Wegen des exzessiven Farbverbrauchs nennen sie ihn verächtlich "Jack the Dripper". Einzig Kollegin Lee Krasner erkennt sein Talent, fördert ihn und verliebt sich in den verschlossenen Mann. Doch weder künstlerischer Erfolg noch Lees Liebe können Jackson vor seinen Alkoholexzessen und Depressionen bewahren. 1956 kommt der begnadete Kunstrevolutionär 44-jährig bei einem Autounfall ums Leben.

Ed Harris ("Die Truman Show"), Hauptdarsteller, Produzent und Regisseur in Personalunion, schuf mit diesem intensiven, mitreißenden Biopic eine detaillierte Studie über Pollocks Psyche. Die pendelt zwischen Wutausbrüchen und Liebesbekundungen für Lee Krasner, exzellent von Marcia Gay Harden verkörpert, die für ihre Leistung mit einem Oscar belohnt wurde. So gelang Harris das stimmige Psychogramm eines Menschen zwischen Genie und Wahnsinn, das nicht nur kunstinteressierte Cineasten begeistern wird.

Pollock (Special Edition)

16 Jahre lang hat Ed Harris daran gearbeitet, bis er diese Biographie des amerikanischen Expressionisten und Action-Painters Jackson Pollock fürs Kino umsetzen konnte. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht bemerkenswert, vor allem, wenn man bedenkt, wie die Eitelkeitsprojekte namhafter Stars (etwa Travoltas "Battleship Earth" oder Bruce Willis' "Hudson Hawk") sonst so aussehen können. Doch Harris näherte sich dem schwierigen Thema - Kunst! - mit einer Leidenschaft, die von seinem tiefen Verständnis für die gequälte Seele des tragisch verunglückten Malers gespeist wird. Neben zahlreichen anderen Preisen wurde er dafür in den USA mit einer Oscar-Nominierung und einem Oscar für seine Filmpartnerin Marcia Gay Harden belohnt.

"Jack the Dripper" nannten einige gehässige Kritiker Jackson Pollock, der in den vierziger Jahren als einer der wichtigsten Vertreter des abstrakten Expressionismus und als der vielleicht erste Popstar der amerikanischen Kunstwelt zu Ruhm und Erfolg kam. Pollocks monumentale Bilder, auf denen er seine Energien in sich netzartig ausbreitenden Farbspuren festhielt, hatten auf die damalige Kunstwelt eine Wirkung, die man nun, nach Ed Harris' Film, noch einmal nachvollziehen kann. Wie sein Spitzname andeutet, wurde Pollock zunächst als zwielichter Charakter wahrgenommen, als Prolet, der mit eigentümlichen Werkzeugen (Tube, Holzspan und durchlöchterter Farbeimer statt Pinsel oder Bleistift) einen außergewöhnlich aggressiven Malstil pflegte. Den Menschen hinter dem sich der Medienneugier scheu entziehenden Künstler stellt Harris zunächst als manischen, in regelmäßige Alkoholexzesse verfallenden Sonderling dar, der große Schwierigkeiten hat, sich seiner Umgebung anzupassen. Erst als die Malerin - und seine spätere Ehefrau - Lee Krasner (Gay Harden) sein unverstandenes Talent entdeckt und durch ihre Liebe fördert, lernt Pollock seine in ihm tobenden Kräfte zu kanalisieren: auf die Leinwand. Nach den harten Jahren der Depression und des Krieges lernt er in der reichen Kunstverständigen Peggy Guggenheim (gespielt von Harris' langjähriger Ehefrau, Amy Madigan) zudem jemanden kennen, der ihn auch kommerziell fördert und zum ersehnten Erfolg bringt. Doch der Seelenfrieden lässt sich auch auf dem neuen Landsitz nicht finden, im Gegenteil: Mit dem Ruhm und dem Interesse der Öffentlichkeit fällt es Pollock immer schwerer, zu seiner eigenen Kunst zu finden. Besonders in diesen späteren Szenen gelingt Harris dann das ebenso präzise wie bedrückende Psychogramm einer Künstlerehe, die von wechselseitiger Abhängigkeit und der Suche nach diesem flüchtigen Ding, der Inspiration, geprägt ist. Je ausfallender Pollock Krasner gegenüber wird, je mehr er trinkt und sie verletzt und je verzweifelter sie zurückkeilt, umso klarer wird auch die ungeheure Kraft, die hinter Pollocks Bildern steckt: Da muss dann tatsächlich jemand einen sehr hohen Preis bezahlen, um vom bloßen Abbilden der (inneren) Wirklichkeit zu einem Stil zu finden, der die moderne Kunst veränderte. Obwohl Harris sich bis ins Detail dem sperrigen Maler angenähert zu haben scheint - es ist überraschend, wie ähnlich Pollock ihm auf Fotos sieht -, lebt sein Film doch weniger vom Darstellen einer Berühmtheit, sondern von der Lebendigkeit und Wahrhaftigkeit der Figuren, besonders des Ehepaares Pollock-Krasner. Und ähnlich wie Pollock bündelt auch Harris alles Talent auf seiner Leinwand, ohne Schnörkel und ohne einen Farbtropfen zuviel: So diszipliniert und uneitel hat man selten einen Schauspieler sich und seinesgleichen inszenieren sehen. evo.

Darsteller:  Ed Harris   als Jackson Pollock
  Marcia Gay Harden   als Lee Krasner
  Amy Madigan   als Peggy Guggenheim
  Jennifer Connelly   als Ruth Kligman
  Jeffrey Tambor   als Clement Greenberg
  Bud Cort   als Howard Putzel
  John Heard   als Tony Smith
  Val Kilmer   als Willem DeKooning
  Stephanie Seymour   als Helen Frankenthaler
  Tom Bower   als Dan Miller
  Robert Knott   als Sande Pollock
  Matthew Sussman   als Reuben Kadish
  Sada Thompson   als Stella Pollock
  Norbert Weisser   als Hans Namuth
  Sally Murphy   als Edith Metzger
  Molly Regan   als Arloie Pollock
  Moss Roberts   als Ted Dragon
  Eduardo Machado   als Alfonso Ossorio
  Katherine Wallach   als Barbara Kadish
  John Rothman   als Harold Rosenberg
  Annabelle Gurwitch   als May Rosenberg
  Isabelle Townsend   als Mercedes Matter
  Claire Beckman   als Vita Peterson
  Kenny Scharf   als William Baziotes
  Barbara Garrick   als Betty Parsons
  Everett Quinton   als James Johnson Sweeney
  Steven Beach   als Jay Pollock
  Jill Jackson   als Alma Pollock
  David Leary   als Charles Pollock
  Donna Mitchell   als Elizabeth Pollock
  Sondra Jablonski   als Jeremy Pollock (11 Jahre)
  Frank Wood   als Frank Pollock
  Julia Anna Rose   als Marie Pollock
  Kyle Smith   als Jonathan Pollock (8 Jahre)
 
Regie:  Ed Harris  
Buch:  Barbara Turner  
  Susan J. Emshwiller  
Musik:  Jeff Beal  
Kamera:  Lisa Rinzler  
Produzent:  Fred Berner  
  Ed Harris  
  Jon Kilik  
  James Francis Trezza  

Wahnsinn ohne Genie

Nachdem Russell Crowe, Hauptdarsteller in "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn", bei der diesjährigen Verleihung der British Academy Film Awards ausgezeichnet worden war, hielt er eine ausführliche Rede.

Wer würde bei einem wütenden Russell Crowe nicht Angst bekommen?

Wer würde bei einem wütenden Russell Crowe nicht Angst bekommen?

Er gab sich bescheiden, lobte Filmpartnerin Jennifer Connelly ("Pollock") und sagte Dinge wie: "Ich liebe meinen Job. Ich denke nicht, dass ich ihn sonderlich gut mache, aber es ist in Ordnung, wenn Sie mich weiter auszeichnen."

Dem übertragenden Fernsehsender BBC war die Rede aber zu lang, Crowes Ausführungen wurden gekürzt. Und der wurde zum Tier, als er davon erfuhr. Der Ex-"Gladiator" stürmte zur After-Show Party, um sich mit BBC-Regisseur Malcolm Gerrie anzulegen. Der war zwar noch gewarnt worden, doch zu spät. Crowes Bodyguards hatten Gerrie schon gepackt und in einen Nebenraum gezerrt, in dem der wutentbrannte Schauspieler bereits wartete. "Es interessiert mich einen Scheiß, wer du bist", fluchte er, während er Gerrie an die Wand presste. "... Du verdammtes Stück Scheiße. Ich sorge dafür, dass du niemals in Hollywood arbeiten kannst."

Uups. Gleich nach dem Vorfall entschuldigten sich sowohl das BAFTA-Komitee als auch das "Beautiful Mind"-Studio Dreamworks bei Gerries. Der Australier erklärte aber erst gestern angesäuert: "In der englischen Presse klingt es, als sei es nur um das Entfernen eines vierzeiligen Verses von Patrick Kavanagh gegangen, in Wahrheit war es aber eine Rede von einer Minute und fünfzig Sekunden, aus der sie eine Minute herausgeschnitten haben." Als weitere Rechtfertigung sagte Russell Crowe: "Ich gestehe ein, dass meine Reaktion nicht perfekt war, aber ich befand mich in einer sehr adrenalinhaltigen Situation." Einsicht, der erste Weg zur Besserung...

Foto: UIP

 

Pollock (Special Edition) in der Fotoshow

 

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Ed Harris

Ed Harris ist der große Verlässliche des amerikanischen Kinos, der mit der sicheren Hand und dem klugem Blick. Als loyaler Mr. Integer steht er...

 

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Marcia Gay Harden

Ihre Dankesrede bei der "Oscar"-Verleihung 2001, wo sie als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde für ihre Rolle der unter dem...