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Ponyo - Das große Abenteuer am Meer

Wunderbarer Zeichentrickfilm von Hayao Miyazaki über die Freundschaft eines Jungen zu einem Goldfisch.


Ponyo - Das große Abenteuer am Meer

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Erhältlich seit:
09.03.2011

Originaltitel: Gake no ue no Ponyo

Zeichentrick/ Fantasy

Japan 2008
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Hayao Miyazaki
Senator Home Entertainment

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Ponyo - Das große Abenteuer am Meer

Der fünfjährige Sosuke entdeckt den Goldfisch Ponyo, dessen Kopf in einem Marmeladenglas feststeckt, und befreit ihn. Die beiden schließen Freundschaft, aber Ponyos Vater, ein Zauberer, der am Meeresgrund lebt, befiehlt seiner Tochter, wieder ins Meer zurückzukehren. Ponyo träumt davon, ein Mensch zu werden - wie es ihr Vater einstmals war. Sie flieht, leert jedoch davor das Lebenswasser ins Meer und löst damit Naturkatastrophen aus, die das Heimatdorf Sosukes bedrohen.

Obwohl er sich nichts mehr zu beweisen hat, kehrte Hayao Miyazaki, der Walt Disney Japans, vier Jahre nach "Das wandelnde Schloss" (Goldener Löwe 2004) wieder mit einem völlig CGI-freien Zeichentrickfilm zurück, der in Japan erneut Kassenrekorde schlug und all die bekannten Themen Miyazakis aufgreift. Nach den beiden etwas schematischen Vorgängern profitiert diese Geschichte der Freundschaft eines Jungen zu einem Goldfisch wieder von einer größeren Fabulierlust, die nicht auf Kosten der wie immer exquisiten technischen Umsetzung geht.

Ponyo - Das große Abenteuer am Meer

Ein wunderbares Märchen in Malbuchfarben ist Hayao Miyazakis neuester Zeichentrickfilm, der in seiner Heimat Kinokassenrekorde brach.

Dabei sieht "Ponyo" ganz und gar nicht aus wie ein Blockbuster: Er ist klassisch animiert, sehr einfach gezeichnet, mit klaren Farben oder wie mit Buntstift ausgemalt. Der Soundtrack von Hayao Miyazakis und Takeshi Kitanos Lieblingskomponist Joe Hisaishi bietet Klassik mit Operngesang am Anfang und einem Kinderlied am Ende. Dann erzählt der Film die wenig aufregend klingende Geschichte einer Freundschaft zwischen einem fünfjährigen Jungen und einem Goldfisch. Doch wie der japanische Altmeister sie erzählt, entzückt auch das erwachsene Publikum und riss die Zuschauer bei den Filmfestspielen in Venedig zu stürmischem Applaus hin. Ihm genügen einfache Tricks: Er versieht dunkelblaue Wellen mit Augen und lässt sie böse murmeln, um sie zu für Hauptfigur und Zuschauer glaubhafte bedrohliche Jagdhunde des Unterwasser-Magiers Fujimoto umzufunktionieren. Auf der visuellen und erzählerischen Ebene ließen sich Hayao Miyazaki und sein Team von Studio Ghibli noch etliche weitere originelle Sachen einfallen.

Die Balance von Komik, Emotion und Spannung stimmt. Etliche Gags gehen auf das Konto des Goldfischs und seiner Verwandlung in ein Mädchen. Der Spannungsaufbau funktioniert ebenfalls, etwa wenn der Junge Sosuke und seine Mutter Lisa im Auto in rasanter Fahrt vor den Wellen flüchten. Miyazaki nimmt zwar etliche Motive aus Märchen auf, einschließlich seiner in seinen Filmen entwickelten Mythologie vom Menschen, der durch die Umweltzerstörung größte Gefahr für sein Überleben ist, und der Rebellion der Naturgewalten, erdet sie aber in einem realistisch gezeichneten Milieu. Hier schildert er ganz nebenbei das gesellschaftliche Modell vom Zusammenleben aller Generationen in einem Altenheim-Vorschul-Komplex, in dem Lisa arbeitet und Sosuke mit den Alten und Gleichaltrigen spielt. Die sympathischen Alten im Rollstuhl sind auch für witzige Szenen gut und dürfen sich am Ende über ihre Heilung wie Kinder freuen. Und Miyazaki greift die durch die Tsunami-Opfer geschürte Angst vor den Riesenwellen auf und baut sie in seine Story ein, ohne dass sie aufgesetzt wirkt.

Der Animationsspaß sprüht vor Optimismus und kindlicher Spielfreude, und auch wenn im märchenhaften Happy End alle Wünsche dank der Kraft der Liebe erfüllt werden, hat er doch auch universale Probleme thematisiert, die in anderer Hand zum trüben Drama geraten wären. hai.

Ponyo - Das große Abenteuer am Meer

Das Goldfischmädchen Ponyo träumt davon, ein Mensch zu werden - sehr zum Missfallen ihres Vaters, einem Unterwasserzauberer. Mit Hilfe magischer Kräfte gelingt es Ponyo tatsächlich, aus der bunten Wasserwelt auszubüchsen. Als sie an der Küste in Gefahr gerät, wird sie in letzter Sekunde von dem kleinen Sosuke gerettet. Mit ihm entdeckt Ponyo die Überwasserwelt und mit der Freundschaft wächst ihr Wunsch, ein Mensch zu werden und bei ihm zu bleiben. Doch Ponyos Kräfte scheinen die Ozeane zu entfesseln und lösen damit Naturkatastrophen aus, die Sosukes Heimatdorf bedrohen. Wird es Ponyo und Sosuke gelingen, das Gleichgewicht der Welt wieder herzustellen und die Dorfbewohner zu retten?

Quelle: Senator

Sprecher:  Yuria Nara   als Ponyo
  Hiroki Doi   als Sosuke
  Jôji Tokoro   als Fujimoto
  Tomoko Yamaguchi   als Risa
  Yuki Amami   als Guranmamare
  Kazushige Nagashima   als Kôichi
  Akiko Yano   als Ponyo no kyôdai
  Shinichi Hatori   als Moderator
 
Regie:  Hayao Miyazaki  
Buch:  Hayao Miyazaki  
Musik:  Joe Hisaishi  
Kamera:  Atsushi Okui  
Produzent:  Toshio Suzuki  
  Steve Alpert  
  Kathleen Kennedy  
  Frank Marshall  
 

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