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Kaufvideo
Erhältlich seit:
24.04.2008
Originaltitel: Pornorama oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts
Deutschland 2007
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12
Benno Fürmann
Tom Schilling
Karoline Herfurth
Regie: Marc Rothemund
Highlight Communications (Deutschland)

Hinter dem knalligen Titel verbirgt sich eine Mainstream-taugliche romantische Komödie, in der sich ein Polizeianwärter und eine Kommunardin verlieben.
Im Rahmen dieser sympathischen Lovestory im München der späten Sechziger erzählen die Macher aber auch vom Filmedrehen. Und die kennen sich aus, handelt es sich doch um die "Harten Jungs" Marc Rothemund und Granz Henman, die die Idee hatten, und Bernd Eichinger, der produzierte und seinen reichen Erfahrungsschatz einfließen ließ. Stephan Puchner führte es im Drehbuch aus. Dabei geht es nicht um irgendeinen Filmdreh, sondern um einen Porno im Mäntelchen des damals populären Aufklärungsfilms. Einen solchen will Hallodri Freddie (Benno Fürmann) realisieren, um seine Geldsorgen loszuwerden. Ein Team, das sich mehr durch Begeisterung denn Kompetenz auszeichnet, hat er auch schon beisammen: Pizzabäcker Cesare produziert, Kinovorführer Eckert kümmert sich um den Ton (Dieter Landuris und Michael Gwisdek im Dialekt- und Typenkomödie-Modus), Friseuselehrling Irene (Lisa Marie Potthoff) ist für Kostüme sowie Maske und Kiffer Lothar (Martin Glade) für das Licht zuständig. Seinen jüngeren Bruder Bennie (Tom Schilling), einen grundsoliden Polizeianwärter und angehenden Kameramann, überredet Freddie, Regie zu führen. Bennie hat zwar vom Thema des Films keine Ahnung, doch eine Kommunardin (charmant und keck: Karoline Herfurth), die er bei einer Demo für Frieden und freie Liebe vor das Objektiv bekommt und in die er sich Hals über Kopf verliebt, macht Schluss mit seiner Unwissenheit. Eine Location, einen Getränkemarkt, hat Freddie über seine aggressiven Verführungskünste auch gefunden. Damit sind natürlich längst nicht alle Probleme der Hobbyfilmer gelöst. Doch fast alle werden es - wie es sich für das Genre gehört - bis zum Ende des turbulenten Spaßes sein, bei dem zwischen wilden Slapstick auch nachdenkliche Passagen ihren Platz haben. Für die eingeschworene "Pornorama"-Crew gehört zu den größten Pleiten, Pech und Pannen die Besetzung ihrer Titelheldin Nina Brauchts mit einer vollbusigen Italienerin, die zwar viel Gefühl, aber keine Sprachkenntnisse mitbringt und schließlich statt ihrem Text Cesares Speisekarte voller Inbrunst rezitiert - und der Crew, obwohl sie sich nicht ausziehen will, letztlich einen gelungenen Orgasmus vorspielt. Wie für die "Pornorama"-Crew stellt sich Sandra Ferrara auch für den Film als Glücksfall heraus. Sie spielt genüsslich mit den Klischees. Das versucht auch der Film, dem das aber nicht durchgehend gelingt. Manchen Witzen fehlt einfach die Leichtig-keit, doch angesichst der recht hohen Gag- und Slapstick-Dichte und einem gut gelaunten und harmonierenden Ensemble sollte das Komödienpublikum auf seine Kosten kommen. Komische Highlights sind Ausschnitte aus originalen Aufklärungsfilmen wie auch "Pornorama" selbst, in dem trotz der Anweisung "Denk dran, keine Kunst" die Eisenstein-Montage mit Tunneldurchfahrt und Feuerwerk als bekannte Bilder für den Orgasmus verwendet wird. Liebevoll gemacht ist auch das Sixties-Design bei Ausstattung und Kostüm. Besonders gelungen in dieser Hinsicht ist auch der Retro-Soundtrack von Mousse T., der zur ansonsten modernen Optik den Sound und das Lebensgefühl der Sixties liefert. Also: ein gelungener Begleitfilm zu "Das wilde Leben". hai.
Sommer, Ende der 60 Jahre. Die sexuelle Revolution regiert die Welt und selbst München-
Ramersdorf ist ideologisch aufgeladen. Der junge Polizeianwärter Benjamin (Tom Schilling)
lässt sich von seinem lebenslustigen und ständig in Geldnöten steckenden älteren Bruder
Freddie (Benno Fürmann) zu einem bahnbrechenden Plan überreden. Ausgerechnet
Benjamin soll die Regie bei einem von Freddie geplanten "Aufklärungsfilm" übernehmen.
Ein Projekt, das nicht lange ohne Folgen bleibt.
Während Freddie vom schnellen Reichtum träumt und nebenbei die flotte Getränkeladen-
Besitzerin Frau Schröder (Elke Winkens) umgarnt, hat Bennie am Set mit einer chaotischen
Filmcrew alle Hände voll zu tun: dem Pizzeria-Besitzer und "Filmfinanzier" Cesare (Dieter
Landuris), dem Kinovorführer Herrn Eckert (Michael Gwisdek), dem kiffenden Lothar (Michael
Glade) und seiner Freundin Irene (Lisa Maria Potthoff) sowie der vollbusigen italienischen
Möchtegern-Diva Gina (Valentina Lodovini), die, wie sich herausstellt, sich weder ausziehen
will noch der deutschen Sprache mächtig ist. Nachts heimlich einen Film drehen, tagsüber im
Dienst, das macht Bennie bald sehr zu schaffen. Auch Freddies finanzielle Schwierigkeiten
spitzen sich zu, da sich die Dreharbeiten schwieriger gestalten als erwartet ...
Regisseur Marc Rothemund ("Harte Jungs") gelingt es zusammen mit Produzent Bernd Eichinger
("Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders") den Zeitgeist des Münchner Sommers Ende der
60er Jahre zu neuem Leben zu erwecken. Drehbuchautor Stephan Puchner studierte und
sichtete unzählige Fachbücher und Bildbände zu den Themen Sex und Aufklärung sowie zeit-
genössische Filmwerke. Einige dieser originalen Filmausschnitte sind auch in PORNORAMA zu
sehen. Die Hauptrollen in dieser romantischen Komödie spielen Benno Fürmann ("Nackt"),
Tom Schilling ("Napola"), Karoline Herfurth ("Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders"),
Michael Gwisdek ("Herr Lehmann") sowie Dieter Landuris ("Verschwende Deine Jugend"),
Lisa Maria Potthoff ("Schwere Jungs") und der italienische Nachwuchs-Star Valentina Lodovini.
Die Musik stammt von dem Musikproduzenten Mousse T.
Quelle: Highlight
Interviews (ca. 17 Min.), Outtakes, Deleted Scenes, Musikcollage (ca. 25 Min.),
Blick hinter die Kulissen (ca. 5 Min.), Darstellerinfos
Quelle: Highlight
| Darsteller: | Benno Fürmann | als Freddie | |
|---|---|---|---|
| Tom Schilling | als Bennie | ||
| Karoline Herfurth | als Luzi | ||
| Michael Gwisdek | als Herr Eckert | ||
| Elke Winkens | als Frau Schröder | ||
| Leonie Brill | als Emmelie | ||
| Dieter Landuris | als Cesare | ||
| Valentina Lodovini | als Gina | ||
| Lisa Maria Potthoff | als Irene | ||
| Martin Glade | als Lothar | ||
| Christian Näthe | als Walter | ||
| Michael Schönborn | als Hauptkommisar Wiesner | ||
| Patrick Finger | als Lasse | ||
| Sandra Ferrara | als Elke | ||
| Regie: | Marc Rothemund | ||
| Buch: | Stephan Puchner | ||
| Musik: | Mousse T. | ||
| Kamera: | Martin Langer | ||
| Produzent: | Bernd Eichinger | ||
| Klaus Dohle | |||
Sprachen: Deutsch dts 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Bildformat: 16:9
Extras: Interviews, Outtakes, Entfallene Szenen, Musikcollage, Behind the Scenes, Bio- und Filmografien
Interviews (ca. 17 Min.), Outtakes, Deleted Scenes, Musikcollage (ca. 25 Min.),
Blick hinter die Kulissen (ca. 5 Min.), Darstellerinfos
Kraftvoll, vital, zupackend, draufgängerisch, gutaussehend mit durchtrainiertem Körper, zu melancholischen Tönen, manischen Anwandlungen,...
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