DVD Leihvideo

Pornorama

Überdrehte Komödie vom Spezialisten für das "Verhalten geschlechtsreifer Großstädter" über die wilden 60er.


Pornorama

Leihvideo

Erhältlich seit:
03.04.2008

Originaltitel: Pornorama oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts

Komödie

Deutschland 2007
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12

Benno Fürmann
Tom Schilling
Karoline Herfurth

Regie: Marc Rothemund
Highlight Communications (Deutschland)

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Das Erfolgsduo Bernd Eichinger und Marc Rothemund versammelt in dieser romantischen Komödie eine hochkarätige Schauspielerriege vor (und hinter) der Kamera.

Bennie hat ein Ziel vor Augen (Foto: Constantin) Großansicht

Bennie hat ein Ziel vor Augen (Foto: Constantin)

Ende der 60er Jahre erfasst die Welle der sexuellen Revolution selbst den verstaubten Münchener Vorort Ramersdorf. Es ist Sommer, es ist heiß, und der 20-jährige Polizeianwärter Bennie (Tom Schilling) verliebt sich hoffnungslos in die demonstrierende Kommunardin Luzi (Karoline Herfurth). John Lennon und Yoko Ono erregen mit ihrem legendären Bed-In die Gemüter, und im Kino werden die "Mysterien des Orgasmus" erkundet.

Freddie (Benno Fürmann), Bennies lebenslustiger, aber ständig in Geldnöten steckender älterer Bruder, denkt sich: "Das können wir auch" und überredet den Staatsdiener in spe, die Regie bei seinem geplanten Filmprojekt zu übernehmen - einem Aufklärungsstreifen.

Der Aufklärungsprozess hat begonnen (Foto: Constantin) Großansicht

Der Aufklärungsprozess hat begonnen (Foto: Constantin)

Wa(h)re Liebe und kurzfristige "Darlehen"

Produzent Bernd Eichinger ("Das Parfüm - Die Geschichte eines Mörders") weiß scheinbar immer genau, worüber man(n) lacht - siehe "Der bewegte Mann". Zusammen mit Marc Rothemund gelingt ihm - seit "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" im Sujet bestens eingearbeitet - eine Romantic Comedy der besonderen Art.

Höchst vergnüglich und kenntnisreich werden Beziehungsmuster in Frage gestellt und familiäre Konflikte ausgetragen, während man dabei zusehen darf, wie ein Aufklärungsfilm entsteht - schwierige Finanziers wie Pizzeria-Besitzer Cesare (Dieter Landuris) und zickige Möchtegern-Stars wie die vollbusige Gina (Valentina Lodovini) inklusive.

Aber es geht auch um wahre Liebe und Freddies Finanznöte - als Nachtwächter bei der Bank hat er sich dort mal eben Geld "geliehen". Eine Komödie mit jeder Menge Turbulenzen.

Pornorama

Hinter dem knalligen Titel verbirgt sich eine Mainstream-taugliche romantische Komödie, in der sich ein Polizeianwärter und eine Kommunardin verlieben.

Im Rahmen dieser sympathischen Lovestory im München der späten Sechziger erzählen die Macher aber auch vom Filmedrehen. Und die kennen sich aus, handelt es sich doch um die "Harten Jungs" Marc Rothemund und Granz Henman, die die Idee hatten, und Bernd Eichinger, der produzierte und seinen reichen Erfahrungsschatz einfließen ließ. Stephan Puchner führte es im Drehbuch aus. Dabei geht es nicht um irgendeinen Filmdreh, sondern um einen Porno im Mäntelchen des damals populären Aufklärungsfilms. Einen solchen will Hallodri Freddie (Benno Fürmann) realisieren, um seine Geldsorgen loszuwerden. Ein Team, das sich mehr durch Begeisterung denn Kompetenz auszeichnet, hat er auch schon beisammen: Pizzabäcker Cesare produziert, Kinovorführer Eckert kümmert sich um den Ton (Dieter Landuris und Michael Gwisdek im Dialekt- und Typenkomödie-Modus), Friseuselehrling Irene (Lisa Marie Potthoff) ist für Kostüme sowie Maske und Kiffer Lothar (Martin Glade) für das Licht zuständig. Seinen jüngeren Bruder Bennie (Tom Schilling), einen grundsoliden Polizeianwärter und angehenden Kameramann, überredet Freddie, Regie zu führen. Bennie hat zwar vom Thema des Films keine Ahnung, doch eine Kommunardin (charmant und keck: Karoline Herfurth), die er bei einer Demo für Frieden und freie Liebe vor das Objektiv bekommt und in die er sich Hals über Kopf verliebt, macht Schluss mit seiner Unwissenheit. Eine Location, einen Getränkemarkt, hat Freddie über seine aggressiven Verführungskünste auch gefunden. Damit sind natürlich längst nicht alle Probleme der Hobbyfilmer gelöst. Doch fast alle werden es - wie es sich für das Genre gehört - bis zum Ende des turbulenten Spaßes sein, bei dem zwischen wilden Slapstick auch nachdenkliche Passagen ihren Platz haben. Für die eingeschworene "Pornorama"-Crew gehört zu den größten Pleiten, Pech und Pannen die Besetzung ihrer Titelheldin Nina Brauchts mit einer vollbusigen Italienerin, die zwar viel Gefühl, aber keine Sprachkenntnisse mitbringt und schließlich statt ihrem Text Cesares Speisekarte voller Inbrunst rezitiert - und der Crew, obwohl sie sich nicht ausziehen will, letztlich einen gelungenen Orgasmus vorspielt. Wie für die "Pornorama"-Crew stellt sich Sandra Ferrara auch für den Film als Glücksfall heraus. Sie spielt genüsslich mit den Klischees. Das versucht auch der Film, dem das aber nicht durchgehend gelingt. Manchen Witzen fehlt einfach die Leichtig-keit, doch angesichst der recht hohen Gag- und Slapstick-Dichte und einem gut gelaunten und harmonierenden Ensemble sollte das Komödienpublikum auf seine Kosten kommen. Komische Highlights sind Ausschnitte aus originalen Aufklärungsfilmen wie auch "Pornorama" selbst, in dem trotz der Anweisung "Denk dran, keine Kunst" die Eisenstein-Montage mit Tunneldurchfahrt und Feuerwerk als bekannte Bilder für den Orgasmus verwendet wird. Liebevoll gemacht ist auch das Sixties-Design bei Ausstattung und Kostüm. Besonders gelungen in dieser Hinsicht ist auch der Retro-Soundtrack von Mousse T., der zur ansonsten modernen Optik den Sound und das Lebensgefühl der Sixties liefert. Also: ein gelungener Begleitfilm zu "Das wilde Leben". hai.

Darsteller:  Benno Fürmann   als Freddie
  Tom Schilling   als Bennie
  Karoline Herfurth   als Luzi
  Michael Gwisdek   als Herr Eckert
  Elke Winkens   als Frau Schröder
  Leonie Brill   als Emmelie
  Dieter Landuris   als Cesare
  Valentina Lodovini   als Gina
  Lisa Maria Potthoff   als Irene
  Martin Glade   als Lothar
  Christian Näthe   als Walter
  Michael Schönborn   als Hauptkommisar Wiesner
  Patrick Finger   als Lasse
  Sandra Ferrara   als Elke
 
Regie:  Marc Rothemund  
Buch:  Stephan Puchner  
Musik:  Mousse T.  
Kamera:  Martin Langer  
Produzent:  Bernd Eichinger  
  Klaus Dohle  
 

Pornorama in der Fotoshow

 

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Features

 

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Benno Fürmann

Kraftvoll, vital, zupackend, draufgängerisch, gutaussehend mit durchtrainiertem Körper, zu melancholischen Tönen, manischen Anwandlungen,...

 

Star

Tom Schilling

Deutscher Schauspieler. Mit zwölf Jahren auf dem Schulhof entdeckt und fürs Theater engagiert, gehörte Tom Schilling zu den Jungschauspielern...