DVD Kaufvideo

Prall im Leben

Drama um vier Dicke, die abnehmen wollen. Seelenstriptease, der die Probleme seiner Figuren ernst nimmt, aber auch Humor zulässt.


Prall im Leben

Kaufvideo

Erhältlich seit:
18.02.2011

Originaltitel: Gordos

Komödie

Spanien 2009
Laufzeit: 129 Min.
FSK: ab 12

Antonio de la Torre
Roberto Enriquez
Veronica Sanchez

Regie: Daniel Sánchez Arévalo
good!movies

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Prall im Leben

Nach seinem Goya-gekrönten Familiendrama "dunkelblaufastschwarz" vollführt der Spanier Daniel Sánchez Arévalo mit seinem Porträt über Dicke einen Seelenstriptease der besonderen Art.

Wer das spanische Filmkunstkino liebt, der kennt auch Daniel Sánchez Arévalo. Mit seinen Debütfilm "dunkelblaufastschwarz", der auch in Deutschland fast 100.000 Besucher fand, gewann er vor drei Jahren den Goya als bester Nachwuchsregisseur. Jetzt legt er nach und präsentiert im wahrsten Sinne des Wortes ein Schwergewicht, dreht sich doch in "Gordos" alles um des Menschen größtes Problem - überflüssige Pfunde, schlabberige Schmerbäuche, grässliche Orangenhaut. Die Liste der Fettpolsterzonen ließe sich unendlich fortführen. Doch Arévalo spart die optischen Details aus, er will auf etwas ganz anderes hinaus. Und das macht er schon gleich zu Anfang seines Filmes klar, der wie eine Dokumentation beginnt:

Acht Übergewichtige treffen sich, um gemeinsam ihre Essstörungen in den Griff zu bekommen. Doch als der - extrem gut aussehende und verdammt schlanke - Therapeut sie dazu auffordert, als erstes einmal sämtliche Hüllen fallen zu lassen, nimmt die eine Hälfte Reißaus. Die anderen vier bleiben in der Hoffnung auf ein wundersames Diätprogramm, bis sich nach und nach herausstellt, dass sie mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben. Während die eine unter ihrem bigotten Bräutigam, der Schlankheitswahn als Todsünde geißelt, leidet, muss die andere erkennen, dass sie mit einem Bisexuellen verheiratet ist. Ein anderer wiederum müsste eigentlich seine ganze Familie mit in diese Therapie schicken, während der Therapeut ausgerechnet bei seiner schwangeren Frau eine Dicken-Phobie entwickelt.

Auch wenn Arévalo viel nackte Haut zeigt - was er im Übrigen auf äußerst ästhetische Art und Weise tut - findet er das Seelenleben seiner Protagonisten viel interessanter. Zwischen den Sitzungen des Stuhlkreises knöpft er sich eine Figur nach der anderen vor und geht bei jedem einzelnen der Frage nach, wie das Dicksein das eigene Leben und das der Mitmenschen beeinflusst, wobei er zum Teil auf erstaunliche Ergebnisse kommt. Zwar sind die vier Parallelhandlungen jeweils etwas zu ausschweifend geraten, was sich auch in der Spielzeit von fast zwei Stunden niederschlägt, dennoch kann man sich der Faszination der Dicken nicht entziehen. Zu menschlich, zu nachvollziehbar sind ihre Aktionen und Reaktionen. Außerdem hält der Regisseur den Betrachter mit erotischen wie komischen Ausflügen bei der Stange und lässt auch in den tragischen Momenten nichts unversucht, Übergewicht als Metapher für Probleme aller Art zu verwenden. Letztendlich ist "Gordos" ein sehr mutiger Film, der sich traut, etwas ungeniert zu zeigen, was man eigentlich am liebsten kaschiert und verbirgt. lasso.

Darsteller:  Antonio de la Torre   als Enrique
  Roberto Enriquez   als Abel
  Veronica Sanchez   als Paula
  Raúl Arévalo   als Alex
  Leticia Herrero   als Sofía
  Fernando Albizu   als Andrés
  María Morales   als Leonor
  Pilar Castro   als Pilar
  Adam Jeziersky   als Luis
  Marta Martín   als Nuria
  Teté Delgado   als Beatriz
 
Regie:  Daniel Sánchez Arévalo  
Buch:  Daniel Sánchez Arévalo  
Musik:  Pascal Gaigne  
Kamera:  Juan Carlos Gómez  
Produzent:  José Antonio Félez  
  Antón Reixa  
 

Prall im Leben in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features