
Kalifornien in den späten 70er Jahren. Alles scheint in bester christlicher Ordnung im Haushalt der resoluten, aber herzlichen Familienmatriarchin Mary Griffith. Mit der Ruhe ist es jedoch vorbei, als sich der zweitälteste, nunmehr fast erwachsene Sohn zu seiner Homosexualität bekennt. Das darf nicht sein, findet Mary, und versucht Bobby mit Gebeten zu kurieren. Als der sensible Bobby schließlich unter dem vielfältigen Druck zusammenbricht und Selbstmord verübt, ist die Trauer groß. Mary aber liest Bobby Tagebuchaufzeichnungen und kommt ins Grübeln.
"Prayers for Bobby" erzählt die wahre Geschichte einer überzeugten Fundamentalchristin, die über den Freitod ihres Sohnes zu einer nicht minder überzeugten Schwulenrechtsaktivistin wurde, und deren Kampf in dem gleichnamigen Buch von Leroy Aarons verewigt wurde. Unter der Ägide des australischen Actionspezialisten Russel Mulcahy ("Highlander") und der Drehbuchautorin Katie Ford ("Miss Undercover") gerät das ganze zum gut gemeinten, sentimentalen Rührstück, aus dem speziell Sigourney Weavers engagierte Darstellung der zerrissenen Mutter weit heraus ragt.