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Precious - Das Leben ist kostbar

Hoch emotionale Verfilmung des gefeierten Romans "Push" von Sapphire, in der sich eine 200 Kilo schwere Teenagerin gegen alle Widrigkeiten durchsetzen kann.


Precious - Das Leben ist kostbar (Limited Gold Edition)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
16.09.2010

Originaltitel: Precious: Based on the Novel Push by Sapphire

Drama

USA 2008
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 12

Gabourey Sidibe
Mo'Nique
Aunt Dot

Regie: Lee Daniels
Prokino Filmverleih GmbH

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Precious - Das Leben ist kostbar (Limited Gold Edition)

Harlem, 1987. Precious ist eine 200 Kilo schwere Teenagerin, die vom Leben arg gebeutelt wird. Vom Vater vergewaltigt, von der Mutter misshandelt, flüchtet sich die 16-Jährige in Tagträume, die ein besseres Leben verheißen. Das ist allerdings weit entfernt. Obwohl schon in der neunten Klasse, kann das Mädchen weder lesen noch schreiben. Als Precious von der Schule zu fliegen droht, schließt sie sich einem alternativen Lehrprogramm an und stößt auf eine verständnisvolle Lehrerin. Die entdeckt das kreative Potenzial ihrer Schülerin.

Regisseur Lee Daniels erzählt nach Romanvorlage eine bewegende Geschichte, die ihre Heldin erst einmal in die tiefsten Untiefen der menschlichen Existenz schickt, um sie schließlich Kraft ihrer eigenen Fähigkeiten doch noch triumphieren zu lassen. Gekonnt verwebt Lee Rückblenden, Erinnerungen, innere Monologe und Traumszenen miteinander, baut komische Momente ein und stimmt im Soundtrack kräftige Töne an. Vor allem aber hat er mit Gabourey Sidibe und Oscar-Gewinnerin Mo'Nique Darsteller, die einem den Atem rauben.

Precious - Das Leben ist kostbar (Limited Gold Edition)

Zweifach Oscar-prämiertes schmerzhaft realistisches Sozialdrama von Lee Daniels, in dem es mit Gabourey Sidibe als Titelheldin eine sensationelle Newcomerin zu feiern gilt.

"Precious", was sich (auch) mit "geschätzt" übersetzen lässt, wird Claireece "Precious" Jones nicht - ihre Umwelt verachtet sie zutiefst. Der Teenager ist extrem übergewichtig, verschlossen und hat keine Freunde. Sie kleidet sich nachlässig, redet kaum. Ihr Leben im Harlem des Jahre 1987 ist die Hölle, zum zweiten Mal hat der eigene Vater sie bereits geschwängert. Die Mutter sitzt tagein tagaus auf dem Sofa, schaut fern, behandelt die Tochter wie einen Dienstboten und prügelt sie windelweich. In der Schule lümmelt sie teilnahmslos in der letzten Reihe, die neunte Klasse besucht sie, doch sie kann weder lesen noch schreiben.

"Precious - Das Leben ist kostbar" besticht als raues, schonungsloses, hartes und doch optimistisches Sozialdrama, trifft einen wie ein Schlag in die Magengrube. Hier bekommt man es mit einer der überzeugendsten US-Produktionen aus dem Jahr 2009 zu tun, Dutzende Preise sind der verdiente Lohn. Lee Daniels ("Shadowboxer") zeichnet als Regisseur verantwortlich, den Roman "Push" von Sapphire hat er adaptiert und dafür einen Oscar bekommen, als ausführende Produzentin war die einflussreiche TV-Moderatorin Oprah Winfrey - sie wurde als Kind sexuell missbraucht und mit 13 Jahren ungewollt schwanger - maßgeblich am Zustandekommen des Projekts beteiligt.

Der "Push", der Stoß, der Ruck, setzt die Handlung in Gang. Precious selbst gibt ihn sich. Äußerlich vielleicht unansehnlich, besitzt sie ein reiches Seelenleben, kann träumen und hoffen. Als sie von der Schule zu fliegen droht, schließt sie sich einem alternativen Lehrprogramm an. Each One/Teach One heißt dieses und ihre neue Lehrerin Ms. Rain (verständnisvolle Augenweide: Paula Patton). Die entdeckt bald das kreative Potenzial in ihrer Schülerin, ermutigt sie Tagebuch zu schreiben.

Wer nun glaubt, dass der Film an diesem Punkt zur typischen sacharinsüßen Hollywood-Aschenputtel-Mär mutiert, aus dem hässlichen Entlein ein strahlender Schwan wird, sieht sich getäuscht. Daniels baut bedingungslos auf Realität und realistische Figurenzeichnungen, verzichtet bei seiner Inszenierung auf jegliche Mätzchen - was nicht heißt, dass er konventionell erzählt. Vielmehr verwebt er Rückblenden, Erinnerungen, innere Monologe und Traumszenen gekonnt miteinander, baut humoristische Momente mit ein, meidet im Soundtrack Schmalz und Kitsch, setzt auf dynamische, kraftvolle Songs.

Der größte "Effekt", der genialste Coup bleibt aber Gabourey Sidibe als gebeutelte (Anti-)Heldin, die hier erstmals auf der Leinwand zu sehen ist und ihre Rolle auslebt - dumpf nach außen, trotzig, den Kopf demütig gesenkt, schwerfällig im Gang und doch tief im Inneren kämpferisch und hoffnungsfroh. Oscar-nominiert ist sie, genauso wie die populäre Komikerin Mo'Nique, die ihre gewalttätige Mutter spielt und den Preis auch tatsächlich in Empfang nehmen durfte. Als Klasse für sich erweist sich, höchst überraschend auch kaum zu erkennen, Skandal-Pop-Star Mariah Carey als Sozialarbeiterin, während Rockmusiker Lenny Kravitz als schmucker Krankenpfleger für die Wohlfühl-Vibes zuständig ist. A-Klasse-Kino mit variierter Obama-Botschaft: "Yes, she can!". geh.

Precious - Das Leben ist kostbar (Limited Gold Edition)

Life is hard. Life is short. Life is painful. Life is rich. Life is ... PRECIOUS Eine berührende Cinderella-Story aus New York über ein afro-amerikanisches Mädchen von 200 Kilo, das zutiefst gedemütigt, aber voller Energie, dem Leben die Stirn bietet. PRECIOUS ist wie ein funkelnder Diamant: klar, hell und unglaublich hart. Mutig und kompromisslos, ein modernes Märchen über ein Mädchen, das vor Lebenslust, Hoffnung und Schmerz nur so strotzt. PRECIOUS ist ein Film mit einer schwarzen Seele und dem funky Sound direkt von den Straßen Harlems. Eine wilde Reise aus der Dunkelheit ans Licht. Manchmal muss ein Film ganz unten beginnen, um mit einem absoluten Hochgefühl zu enden ...

Quelle: Prokino

Audiokommentar, Interviews, Featurette

Quelle: Prokino

Darsteller:  Gabourey Sidibe   als Clareece 'Precious' Jones
  Mo'Nique   als Mary (Precious' Mutter)
  Aunt Dot   als Tootsie (Precious' Großmutter)
  Paula Patton   als Ms. Rain (Lehrerin)
  Mariah Carey   als Mrs. Weiss (Sozialarbeiterin)
  Lenny Kravitz   als John (Krankenpfleger)
  Sherri Shepherd   als Cornrows (Schulsekretärin)
  Stephanie Andujar   als Rita
  Chyna Layne   als Rhonda
  Amina Robinson   als Jermaine Hicks
  Xosha Roquemore   als Joann
  Angelic Zambrana   als Consuelo
  Susan Taylor   als Die gute Fee
 
Regie:  Lee Daniels  
Buch:  Geoffrey Fletcher  
Musik:  Mario Grigorov  
Kamera:  Andrew Dunn  
Produzent:  Lee Daniels  
  Sarah Siegel-Magness  

Oscars: "Hurt Locker" sticht "Avatar" aus, Preise für Bridges, Bullock und Waltz

Eigentlich sollte die Nacht der Nächte in Hollywood diesmal nicht golden werden, sondern blau. Doch die Academy kürte nicht den Publikumsrenner "Avatar" zum großen Oscar-Sieger, sondern den Irak-Kriegsfilm "The Hurt Locker".

Die großen Sieger bei den Schauspielern: Heath Ledger, Kate Winslet und Sean Penn (Foto:  © A.M.P.A.S.) Großansicht

Die großen Sieger bei den Schauspielern: Heath Ledger, Kate Winslet und Sean Penn (Foto: © A.M.P.A.S.)

Je länger der Abend dauerte, um so frostiger wurde das Gesicht von James Cameron - bis ihm bei der Auszeichnung des Konkurrenten "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" als bester Film schließlich das mühsame Lächeln endgültig einfror: Die Academy hat sich einmal mehr gegen den großen Publikumsrenner, "Avatar - Aufbruch nach Pandora", entschieden und statt des erfolgreichsten Films aller Zeiten das ambitionierte Irak-Kriegsdrama "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" über ein Team von Bombenexperten mit Oscars überhäuft. Und das, obwohl Produzent Nicolas Chartier im Vorfeld mit einer Anti-Avatar-E-Mail an Jury-Mitglieder für reichlich Unmut gesorgt hatte und dafür von der Oscar-Gala verbannt worden war.

Sechs Oscars an der Zahl gab es für "Hurt Locker", darunter die beiden Preise in den Königsklassen Bester Film und Beste Regie für Kathryn Bigelow. Damit gewann erstmals eine Frau diesen begehrten Oscar - pikanterweise James Camerons Ex-Gattin, der dieser den Regie-Award allerdings im Vorfeld sogar selbst als "verdient" zugesprochen hatte. "Avatar" erhielt drei Preise, allerdings nur in eher technischen Nebenkategorien wie Visual Effects, Kamera und Ausstattung.

Jeff Bridges wurde für seine herausragende Leistung als versoffener Country-Veteran in "Crazy Heart" nach der fünften Nominierung endlich mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller geehrt. Das gesamte Kodak-Theatre würdigte den "Dude" mit stehenden Ovationen, Bridges bedankte sich ausführlich, kämpfte mit den Tränen.

Gleich im ersten Anlauf durfte dagegen Sandra Bullock den Goldjungen für die beste weibliche Hauptrolle in Empfang nehmen. Das Football-Drama "Blind Side - Die große Chance", in dem sie nach einer wahren Begebenheit ein afroamerikanisches Talent unter ihre Fittiche nimmt, traf den Nerv der sportbegeisterten US-Amerikaner. Bullock hielt die emotionalste Dankesrede des Abends, als sie ihrer Mutter weinend für eine Erziehung im Geist von Toleranz und Gleichberechtigung dankte. Auf dem Roten Teppich hatte Sandra zuvor ihre große Nervosität gestanden und verkündet, dass sie sich nach der Verleihung "erstmal eine Ladung Pommes und einen Milchshake" gönnen werde.

 
 
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Der Österreicher Christoph Waltz heimste nach der Palme in Cannes wie erwartet auch den Oscar für die beste Nebenrolle ein. Als schauriger SS-Mann in "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino, dem Waltz überschwänglich dankte, überzeugte Waltz auch die Oscar-Jury. Ein Kommentar auf dem Roten Teppich dürfte bei aller Freude über den Preis für einen deutschsprachigen Schauspieler manchem hiesigen Filmschaffenden Kopfzerbrechen bereiten, denn Christoph Waltz meinte: "In den USA werden Filme als Kunstwerk gemacht und wie eine Handelsware verkauft - in Deutschland ist es genau andersherum."

Auch bei den weiblichen Nebendarstellerinnen setzte sich mit Mo'Nique die Favoritin durch. Sie mimt im Drama "Precious - Das Leben ist kostbar" eine beängstigend brutale Mutter.

Die großen Verlierer des Abends waren George Clooneys "Up in the Air", der trotz sechs Nominierungen komplett leer ausging und "Inglourious Basterds", der bei sage und schreibe acht Nominierungen nur den Preis für Christoph Waltz verzeichnen konnte.

Der deuschte Beitrag "Das weiße Band" hatte zwar im Vorfeld als Favorit für den Auslands-Oscar gegolten, zog aber gegen den argentinischen Thriller "El secreto de sus ojos" den Kürzeren. Einen der größten Lacher einer an Höhepunkten eher armen Gala erzielte dabei Regisseur Juan José Campanella, als er der Academy dankte, dass diese Na'vi nicht als Fremdsprache anerkannt hatte und "Avatar" deshalb nicht für den Auslands-Oscar zuließ.

Als bester Animationsfilm wurde wie erwartet "Oben" ausgezeichnet, dazu gab's noch den Oscar für die beste Filmmusik.

Das Moderatorenduo Steve Martin und Alec Baldwin konnte leider bei Weitem nicht an die turbulente Show von Hugh Jackman im vergangenen Jahr heranreichen, wirkte brav und hausbacken. Als die beiden bei der Begrüßung von James Cameron 3D-Brillen aufsetzten und Nominierungs-Königin Meryl Streep als "die Schauspielerin mit den meisten Oscar-Niederlagen" verhöhnten, gab's zumindest verhaltenen Beifall.

Highlight des Abends war eine dem aktuellen Trend geschuldete Rückschau auf Hollywoods Horrorklassiker, präsentiert von den "Twilight"-Stars Kristen Stewart und Taylor Lautner. Als Ausschnitte aus "Der weiße Hai", "Shining", "Nightmare on Elm Street", "Halloween", "Sleepy Hollow", "Psycho", "Alien", "Der Exorzist" und "Bram Stoker's Dracula" über die Leinwand flimmerten, kletterte der Puls das einzige Mal spürbar nach oben.

 

Precious - Das Leben ist kostbar (Limited Gold Edition) in der Fotoshow

 

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