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Prestige - Meister der Magie

Packender Historienthriller über zwei lebenslang verfeindete Zauberer, deren Rivalität mörderische Konsequenzen hat.


Prestige - Meister der Magie

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Erhältlich seit:
11.05.2007

Originaltitel: The Prestige

Thriller/ Drama

USA 2006
Laufzeit: 125 Min.
FSK: ab 12

Hugh Jackman
Christian Bale
Sir Michael Caine

Regie: Christopher Nolan
Warner Home Video Germany

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Packender Historienthriller über zwei ein Leben lang verfeindete Zauberer, deren Rivalität mörderische Konsequenzen hat.

Borden verzaubert sein Publikum (Foto: Warner) Großansicht

Borden verzaubert sein Publikum (Foto: Warner)

Die Zauberer Robert Angier (Hugh Jackman) und Alfred Borden (Christian Bale) sind Kontrahenten im London der Jahrhundertwende, und das schon seit ihrem ersten Zusammentreffen zu Beginn ihrer Karriere. Begonnen hatte alles als freundschaftlicher Wettstreit, bei dem der eine den anderen übertrumpfen wollte.

Doch schon bald weitet sich das Duell zur erbitterten Rivalität aus, die alle Menschen in ihrem Umfeld gefährdet und die Männer schließlich zu Mördern macht.

Auf "Batman Begins" lässt Christopher Nolan einen weiteren fantastischen Stoff folgen, der aber mit deutlich geringerem Aufwand entstand und sich trotz seiner makellosen technischen Umsetzung stärker auf die Figuren und deren lebenslange Fehde konzentriert.

Angier bastelt an neuen Tricks (Foto: Warner) Großansicht

Angier bastelt an neuen Tricks (Foto: Warner)

Duell im historischen Gewand

Besessenheit, Verrat und Eifersucht sind die Themen des prächtig anzusehenden Historienthrillers, in dem sich die Superstars und Ausnahmekönner Christian Bale und Hugh Jackman im Duell der Magier gegenüberstehen.

Prestige - Meister der Magie

Batman Christian Bale und Wolverine Hugh Jackman bekriegen sich in Christopher Nolans ("Batman Begins") verschachtelten Historiendrama mit doppelten Plotboden als zwei verfeindetete Bühnenmagier der viktorianischen Ära.

Das von Nolan mit seinem Bruder Jonathan geschriebene Drehbuch zaubert eine spannungsreiche Mischung von Mord und Magie, Illusion und Intrige, Liebe und Laster, Rivalität und Rache, die den ähnlich konzipierten "The Illusionist" mit noch aufwändigeren Schauwerten in den Schatten stellt. Begonnen wird wie beim Konkurrenzfilm mit einer Mordbeschuldigung, in diesem Fall soll der bekannte Bühnenmagier Alfred Borden (Bale) seinen langjährigen Rivalen Robert Angier (Jackman) umgebracht haben. Wie es dazu gekommen ist, wird nun in puzzlehaften Rückblenden auf mehreren Zeitebenen erzählt.

Zunächst erlernen die beiden Kollegen gemeinsam das Magierhandwerk beim versierten Illusionisten und Ingenieur Cutter (ein souveräner Michael Caine). Doch als Angiers Ehefrau bei einem Bühnentrick wegen Bordens Eigensinnigkeit umkommt, werden sie zu erbitterten Feinden. Beide beginnen ihren Aufstieg auf den Bühnen Londons, wobei sich Borden als der talentiertere und innovativere erweist. Doch Angier ist der größere Showmann und mit seiner adretten Assistentin Olivia (Scarlett Johansson) der Publikumsfavorit. Als Borden einen verblüffenden neuen Teleportations-Trick vorstellt, kopiert ihn Angier skrupellos mit einem Doppelgänger. Allerdings glaubt er, dass sein Rivale eine bessere Methode dafür hat und ist fortan davon besessen, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dies führt Angier nach etlichen Verwicklungen schließlich über den großen Teich zum mysteriösen Wissenschaftler Nikola Tesla (ein elektrisierender David Bowie), der ihm wie zuvor Borden eine Materien-Verdoppelungsmaschine bauen soll. Die ohnehin undurchsichtigen Ereignisse überschlagen sich im Anschluss.

Während Nolan den Schleier lüftet, wie manche Zaubertricks funktionieren, und dabei so manchen Tierfreund schockiert, wird die faszinierende Starkstromapparatur der historischen Figur Tesla als genuines Science-Fiction-Wunderwerk präsentiert. Überhaupt zieht sich eine gewisse Ambivalenz und Doppeldeutigkeit als Leitmotiv durch den gesamten Film. Dies umfasst die Ähnlichkeiten sowie Gegensätze der beiden vehementen Kontrahenten, ihre Liebe zur gleichen Frau (Olivia), Bordens verkorkste Beziehung zu seiner eigenen Ehefrau (um die ihn der verwitwete Angier ebenfalls beneidet) und ihre Tagebücher, mit denen sie jeweils den anderen an der Nase herumführen. Genau dies gelingt Nolan auch elegant mit dem Publikum, dem er trickreich eine Finte nach der anderen unterschiebt. Unverzichtbare Unterstützung für diese komplexe Konstruktion bekommt er vom exzellenten Ensemble, dem opulenten Setdesign und den klasse Kostümen, den beschaulichen Bildkompositionen und dem passend wuchtigen Score. Ohne Frage ein prächtiges Prestige-Projekt nicht nur für Freunde metaphernreicher magischer Mysterythriller. ara.

Darsteller:  Hugh Jackman   als Robert Angier
  Christian Bale   als Alfred Borden
  Sir Michael Caine   als Cutter
  Rebecca Hall   als Sarah Borden
  Piper Perabo   als Julia McCullough
  Scarlett Johansson   als Olivia Wenscombe
  David Bowie   als Tesla
  Andy Serkis   als Alley
 
Regie:  Christopher Nolan  
Buch:  Christopher Nolan  
  Jonathan Nolan  
Kamera:  Wally Pfister  
Produzent:  Christopher Nolan  
  Emma Thomas  
  Aaron Ryder  

Zurück in eine andere Welt

Seit Jahren führen Kostümfilme die Kinozuschauer in die Vergangenheit. Hochgetürmte Frisuren, gepuderte Perücken und wallende Reifröcke sind für die wenigen Stunden auf der Kinoleinwand so wunderbar romantisch.

In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures) Großansicht

In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures)

Der Klassiker stammt aus dem Jahr 1939: "Vom Winde verweht" mit Clark Gable und Vivien Leigh. Vor dem Hintergrund des amerikanische Bürgerkriegs sprüht der Film vor Drama und Romantik.

Seitdem haben wir vor allem Jane Austen die verträumte Vorstellung des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Die Traumfabrik hat ihre Bücher in wunderbare Filme wie "Emma" mit Gwyneth Paltrow, "Sinn und Sinnlichkeit" mit Emma Thompson und "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley verwandelt. Alle drei Dramen durften sich über Oscar-Nominierungen freuen. Emma Thompson nahm sogar für das Drehbuch einen Goldjungen entgegen.

Bekam mit 26 Jahren den Oscar für "Shakespeare in Love": Gwyneth Paltrow (Foto: UIP) Großansicht

Bekam mit 26 Jahren den Oscar für "Shakespeare in Love": Gwyneth Paltrow (Foto: UIP)

Im Korsett zum Oscar

Dass Historienfilme immer wieder mit Auszeichnungen rechnen dürfen, zeigte auch "Shakespeare in Love". Gleich siebenmal wurde der Film von der Academy geehrt. Gwyneth Paltrow angelte sich die goldene Statue als beste Hauptdarstellerin und Dame Judi Dench nahm mit nur einem achtminütigen Auftritt als Königin Elizabeth den Oscar als beste Nebendarstellerin mit nach Hause.

Der Spitzenreiter ist aber "Vom Winde verweht". Das Drama wurde 1939 mit acht Goldstatuen ausgezeichnet und dann gibt es da natürlich noch den großen Erfolgshit von 1997, "Titanic", mit elf Oscars geehrt - wenn man das Drama, das 1919 spielt, noch zu den Kostümfilmen zählen will. Historienfilme berühren also nicht nur das Kinopublikum, sondern auch die Kritiker. So ist es nicht verwunderlich, dass das Genre auch weiterhin Furore macht.

 

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