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Prêt-à-Porter

Mit einem gigantischen Star-Ensemble inszenierte Meisterregisseur Robert Altman ("Short Cuts") eine wunderbar bösartige Farce auf die Modewelt.


Prêt-à-Porter

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Erhältlich seit:
26.01.2009

Originaltitel: Ready to Wear

Komödie

USA 1994
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 12

Sophia Loren
Marcello Mastroianni
Julia Roberts

Regie: Robert Altman
Senator Home Entertainment

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Prêt-à-Porter

Obwohl der zufällige Tod des Leiters der Modekommission Aufsehen verursacht, sorgen die Verantwortlichen dafür, daß der Verlauf der Pariser Modewoche dadurch nicht allzu sehr gestört wird. Und so steigen die Promi-Partys, inszenieren die Top-Designer sich selbst und ihre Haute Couture, während die Models ihren Allüren freien Lauf lassen, Journalisten ihre Kämpfe austragen und eine Reporterin die Schönen und Reichen für nichtssagende Statements vor die Kamera bittet.

Mit einem gigantischen Star-Ensemble, das von Kim Basinger und Lauren Bacall über Sophia Loren und Marcello Mastroianni bis hin zu Tim Robbins und Julia Roberts reicht, inszenierte Meisterregisseur Robert Altman ("Short Cuts") eine wunderbar bösartige Farce auf die Modewelt. Mit beißendem Sarkasmus entlarvt Altman den gigantischen Betrieb der Kostümfabrik als leeres, hohles Gebilde. "Prêt-à-Porter", bereits im Kino gut angenommen, wird nicht zuletzt wegen seines Themas auf breites Publikumsinteresse stoßen.

Prêt-à-Porter

Die Modebranche mit ihren Eitelkeiten, Machtkämpfen und Bluffkreationen ist flirrendes Objekt des sarkastischen Humors mit dem der alte Spötter Robert Altman nach seiner Hollywood-Tretmine "The Player" und dem Psychosozial-Panorama "Short Cuts" erneut gesellschaftlichen Firlefanz bloßlegt: diesmal im Wortsinn. Bis zum bare look der Schlußsequenz macht sich Altman den Schein der gehobenen Kleiderkunstwelt zunutze, um das Treiben vor und hinter den Kulissen der alljährlichen "Prêt-à-Porter"-Woche in der Welthauptstadt der modernen Mode in Paris süffisant, zynisch und mit dem Blick des subversiven Spaßmachers der Lächerlichkeit zu überführen. So locker, luftig und leicht war selten ein Meisterwerk. Die Altman-Methode aus hinterhältigen Drehbucheinfällen, einem sich um Auftritte und Cameos drängenden Staraufgebot und konsequent vernichtender Beobachtung funktioniert bestens. Die Arbeit, Hektik und Panik vor den Modenschauen, die Designer-Schmeicheleien, die Allüren der Supermodels, die Leere vor dem Betreten des Laufstegs: Altman fängt es ein, genießt die Nichtigkeiten der Promi-Parties, die Inszenierungen der Designer in Hallen und Metro und den Rummel der Redakteure von "Elle" bis "Harper's Bazaar". Führer durch das kreativ-chaotische Labyrinth ist Kim Basinger als TV-Reporterin, die die Sprechblasen der beautiful people perfekt in die Sprechblasen der Medien umsetzen kann. Um das Ensemble der Szenen aus Haute Couture, Journalismus und Hotelbettenkarrieren (Tim Robbins und Julia Roberts als Champions der weißen Laken), Paparazzi-Neigung von Starfotografen und der Scharlatanerie von Redakteuren und Fabrikanten zusammenzuhalten, dienen Altman der scheinbare Mord am Zaren der Modewelt und die allgegenwärtigen Kothaufen als Fälschungspartie und Running Gags. Wie immer regnet es Stars von Lauren Bacall über Anouk Aimée bis Stephen Rea, treten die echten Designer und Models auf und entlarvt sich der gigantische Betrieb der kostümierten Wolkenkuckucksheime als hohles Gebilde. Insofern ist jeder Einwand gegen die Nichtigkeit einiger Dialoge überflüssig: Altmann zitiert blendend und funktioniert es durch kleine verbale Bösartigkeiten um. Meisterhaft die Kameraführung. Wie in "Nashville" und "Buffalo Bill und die Indianer" arbeitet Altman mit riesigen Brennweiten und gleichzeitig engen Bildkadrierungen, so daß der Eindruck eines verschleierten Universums entsteht. Allem die Schau aber stehlen Marcello Mastroianni und Sophia Loren: Als Schneider aus Moskau verfolgt er die reiche Witwe, eine Geliebte aus alten Tagen, wird zum Hoteldieb par exzellence und schafft es, daß sie sich vor ihm entblättert - eine schöne Parodie auf die berühmte Striptease-Szene aus de Sicas "Gestern, heute und morgen". Altmans Modekosmos: eine todchice Show, die dem Thema entsprechend von großem Medienrummel begleitet wird. ger.

Prêt-à-Porter

Obwohl der zufällige Tod des Leiters der Modekommission Aufsehen verursacht, sorgen die Verantwortlichen dafür, dass der Verlauf der Pariser Modewoche dadurch nicht allzu sehr gestört wird. Und so steigen die Promi-Partys, inszenieren die Top-Designer sich selbst und ihre Haute Couture, während die Models ihren Allüren freien Lauf lassen, Journalisten ihre Kämpfe austragen und eine Reporterin die Schönen und Reichen für nichtssagende Statements vor die Kamera bittet.

Quelle: Senator

 

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