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Prinz Eisenherz

Märchenhafte, zum Parodistischen neigende Verfilmung des Kult-Historien-Comics von 1937.


Prinz Eisenherz

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Erhältlich seit:
17.09.2009

Originaltitel: Prince Valiant

Abenteuer/ Komödie

Deutschland/Großbritannien/Irland 1997
Laufzeit: 87 Min.
FSK: ab 12

Stephen Moyer
Katherine Heigl
Thomas Kretschmann

Regie: Anthony Hickox
Highlight Communications (Deutschland)

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Prinz Eisenherz

Um an die Macht zu kommen, ist den kriegerischen Wikinger-Brüdern Sligon und Thagnar jedes Mittel recht. Erst ermorden sie kaltblütig die Eltern von Eisenherz, und dann bringen sie auch noch das sagenumwobene Schwert Excalibur in ihre Gewalt. Doch der tapfere Eisenherz, Knappe auf König Arthus' Schloß Camelot, denkt gar nicht daran, den Wikingern kampflos das Feld zu überlassen. In der bezaubernden Prinzessin Ilene findet er bei seinen Heldentaten nicht nur Unterstützung, sondern schließlich auch seine große Liebe.

Neuauflage des von Henry Hathaway 1954 schon einmal verfilmten Comic-Klassikers von Harold R. Foster. Der britische Regisseur Anthony Hickox setzt bei seiner Variation des Abenteuermärchens allerdings weniger auf epische Breite als auf Action und Komik. Die europäische Co-Produktion, die zum Teil in den Potsdamer Babelsberg-Studios entstand, ist solide inszeniert, enthält jedoch einige Brüche im Drehbuch und geizt mit aufwendigen Massenszenen. Da auch vor der Kamera kaum namhafte Darsteller agieren, dürfte sich der Erfolg des auf ein jugendliches Publikum zugeschnittenen Films eher in Grenzen halten.

Prinz Eisenherz

Es schien keine zeitgemäße, aber mutige Idee zu sein, als Bernd Eichinger vor Jahren eine Verfilmung des seit 1937 erfolgreichen Comics von Harold Foster ankündigte. Henry Hathaways Cinemascope-Version von 1954 war bislang die einzige, aber längst nicht definitive Version des Kultstrips, doch die versprochene, von Bernd Eichinger als ausführender Produzent betreute Neuauflage bleibt weit im Schatten des Oldies. Deutlich auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten, fehlt "Prinz Eisenherz" der von Schauplatz, Story und Figuren zwingend geforderte epische Atem, womit auch die Luft an der Kasse dünn werden könnte.

Die Visionen des als Regisseur angeheuerten Briten Anthony Hickox, dessen letzter Film "Tödliche Umstände" an den deutschen Kinokassen nicht gerade Furore machte, orientieren sich an den Bedürfnissen eines Actionfilms im überschaubaren Budgetbereich, der seine limitierten Mittel nie kaschieren kann. Trotz einiger Außenaufnahmen in Wales spielt ein Großteil des zum Teil in den Babelsberger Studios entstandenen Films im Inneren einiger allenfalls in Teilansichten gezeigter Schlösser. Wenigen Totalen steht eine Vielzahl hektisch aneinandergereihter halbnaher und naher Einstellungen gegenüber, die den finanziellen Rahmen dieser deutsch-britisch-irischen Koproduktion verschleiern sollen. Und dies für einen Film, der Camelot und die Tafelrunde von König Arthus (Edward Fox) als Background benutzt und dabei deren mythische Aura - im Unterschied etwa zu Jerry Zuckers "Der erste Ritter" - drastisch zurechtstutzt. Der von Hickox und Produzent Carsten Lorenz entworfene Plot ist dabei nicht mehr als eine Aneinanderreihung von unübersichtlichen Überfällen und Befreiungen, in die Knappe Eisenherz (Newcomer Stephen Moyer) und seine schutzbefohlene Prinzessin Ilene (Katherine Heigl, zuletzt Steven Seagals Tochter in "Alarmstufe: Rot II") auf der Suche nach dem von arglistigen Wikingern geraubten sagenhaften Schwert Excalibur verwickelt werden. Die obersten Nordmänner geben Thomas Kretschmann und Udo Kier ganz in der Tradition von Ur-Punks zum Besten, und Zurückhaltung gehörte dabei sichtbar nicht zum mimischen Wortschatz.

Freilich sind nicht nur hier parodistische Züge unübersehbar, womit deutlich wird, daß dieser "Prinz Eisenherz" sich mehr der Komik als dem Comic verpflichtet fühlt. Als Brückenschlag zur Vorlage dienen dabei einige Zeichentricksequenzen, die mit Kostendämpfung wohl den wichtigsten Beitrag leisten. "Borrow - this is Camelot?", beschreibt Gaststar Ron Perlman das zentrale Dilemma dieses auch in seinen Effekten solidarisch barbarischen Films, der seine Zuschauer über Action und parodistische Momente zu erreichen versucht, weil er (sich) ein optisch beeindruckendes Spektakel nicht leisten kann. kob.

Darsteller:  Stephen Moyer   als Prinz Eisenherz
  Katherine Heigl   als Prinzessin Ilene
  Thomas Kretschmann   als Thagnar
  Udo Kier   als Sligon
  Edward Fox   als König Arthus
  Ron Perlman   als Boltar
  Warwick Davis   als Pechet
  Joanna Lumley   als Morgana Le Fey
  Benjamin Pullen   als Prinz Arn
  Anthony Hickox   als Sir Gawain
  Zachary Galligan   als Sir Kay
  Jodie Kidd   als Lady of the Lake
  Marcus Schenkenberg   als Tiny
  Catherine Hiegel  
 
Regie:  Anthony Hickox  
Buch:  Anthony Hickox  
  Carsten H. W. Lorenz  
  Michael Frost Beckner  
Musik:  David Bergeaud  
Kamera:  Roger Lanser  
Produzent:  Carsten H. W. Lorenz  
 

Fassungen

 

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Features

 

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Katherine Heigl

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Thomas Kretschmann

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