DVD (Special Edition, 2 DVDs) Kaufvideo

Public Enemies

Mit Johnny Depp und Christian Bale prominent besetztes Crime-Epos über einen mythischen Gangster der Dreißigerjahre und seine Flucht vor dem FBI.


Public Enemies (Special Edition, 2 DVDs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
10.12.2009

Kriminalfilm/ Thriller

USA 2009
Laufzeit: 134 Min.
FSK: ab 12

Johnny Depp
Christian Bale
Marion Cotillard

Regie: Michael Mann
Universal Pictures Germany

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Public Enemies (Special Edition, 2 DVDs)

Fast neun Jahre verbrachte John Dillinger in Haft. Nach seiner Entlassung im Mai 1933 holt er das Leben mit großen Atemzügen nach. Er überfällt Banken, genießt Alkohol, Geld und Frauen, findet in Billie Frechette seine große Liebe, die ihm trotz erzwungener Trennungen die Treue hält. In 13 Monaten wird Dillinger zum Helden der Bevölkerung, weil er in der Zeit der Großen Depression die verhassten Banken bluten lässt. Und zu einer Reizfigur, die die Agenten des FBI und auch die mächtigen Syndikate am liebsten tot sehen würden.

Gangster und Cops bestimmen den Kinokosmos von Michael Mann, vollendet zum Ausdruck gebracht in "Heat". Dessen Beziehungskomplexität und emotionale Tiefe erreicht "Public Enemies" nicht, bleibt aber trotzdem ein Filmevent der Spitzenklasse. Stark besetzt in Haupt- und Nebenrollen, plastisch mit Digitaltechnik fotografiert und getragen von jeder Menge Action. Von den vielen Shootouts reiht sich ein nächtlicher Waldangriff in Manns Meistersequenzen ein, unter denen sich auch das elektrisierende Finale einen Platz verdient.

Public Enemies (Special Edition, 2 DVDs)

Große Gangster brauchen die besten Dokumentaristen: Michael Manns Rückschau auf John Dillingers Einzug in den Mythos der US-Kriminalgeschichte ist Actionkino der A-Klasse.

"Public Enemies" hat nicht die Beziehungskomplexität und das emotionale Gewicht von "Heat", aber dennoch ist die Große Depression nicht als Reaktions-, sondern nur als Zeitbeschreibung angebracht. Auch mit seiner zehnten Regiearbeit bleibt Mann der unerreichte Chronist des ewigen Duells zwischen Cops und Gangstern. Auch hier umkreist er seine Themen Loyalität und Verrat, Charakterparallelen bei kontrastierenden Lebensentwürfen, Prinzipientreue und Coolness selbst unter größter Hitze.

Auf der Grundlage von Bryan Burroughs gleichnamigem Buch konzentriert sich das Skript auf die letzten 13 Monate Dillingers, der 1933, nach knapp neun Jahren, aus der Haft entlassen wird und sich mit großen Atemzügen auf das Leben in Freiheit stürzt. Wie schon in John Milius' Biopic von 1973 ist Dillinger (Johnny Depp) ein harter Pragmatiker mit Humor und sporadischer Gentleman-Attitüde. Ein Mann, der Gewalt benutzt, aber nicht von ihr gesteuert wird, der auf sein Image in der Öffentlichkeit achtet, die mit ihm sympathisiert, weil er die verhassten Banken bluten lässt. Der Gangster als Volksheld, teils kalkuliert, teils selbst von der Rezeption überrascht, ist Spezialist für effektive Überfälle, liebt aber auch das Spiel mit seinen Verfolgern aus der Gründerzeit des FBI, das sich unter J. Edgar Hoover gerade zu einer Bundespolizei mit neuen Methoden und größeren Kompetenzen formiert.

Dillingers Aufstieg zum "Public Enemy No.1", den Agent Purvis (Christian Bale) unerbittlich jagt, ist so explosiv wie die Eroberung seiner großen Liebe Billie Frechette (Marion Cotillard) und Konsequenz des Bewusstseins einer ablaufenden Lebensuhr. Der Plot reißt das Paar mehrfach auseinander, aber Depp und Cotillard geben ihr Bestes, der Beziehung eine Tiefe zu geben, wie sie in "Heat" bei mehreren Charakteren spürbar war. Trotzdem ist "Public Enemies" vor allem ein Attacke-und-Flucht-Film, weniger Drama, das Handeln und Fühlen auf den Grund geht. Dillingers Überfälle und die Reaktion der Cops darauf bestimmen den Rhythmus der oft bestechend plastisch fotografierten Tommy-Gun-Saga, die in Nebensätzen herausarbeitet, wie Dillinger zwischen dem Erfolgszwang des FBI und den Syndikaten, deren Geschäfte durch seine Prominenz gefährdet wurden, zerrieben wurde. Die Annäherung zum meisterlichen Epos gelingt dem Film vor allem in der zweiten Hälfte, wenn sich unter den diversen Shootouts ein nächtlicher Waldangriff zu einer Mann-typischen Brillantsequenz entwickelt, wenn Realität und Hollywood bei einem Kinobesuch Dillingers verschmelzen, der letztlich seinen Tod besiegelte. Ein perfektes, dazu noch wahres Ende für einen Mann, der Zelluloid liebte und es irgendwie auch lebte. kob.

Public Enemies (Special Edition, 2 DVDs)

Johnny Depp (Fluch der Karibik) brilliert als charismatischer Gangsterboss Dillinger, der als erster "Staatsfeind Nummer 1" gnadenlos vom FBI gejagt wird. An seiner Seite: Oscar[r]-Gewinnerin Marion Cotillard in der Rolle seiner großen Liebe Billie Frechette. Als das FBI den ehrgeizigen Top-Agenten Melvin Purvis (Christian Bale) auf Dillinger ansetzt, beginnt ein packendes Katz-und-Maus- Spiel, das atemlos auf einen explosiven Showdown zusteuert ...

Quelle: Universal Pictures

Disc 1: Filmkommentare - Disc 2: Legendär - Feinde - Die Entstehung des Films - Der Letzte der legendären Verbrecher - Die echten Drehorte - Die Technologie der Verbrecher

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Johnny Depp   als John Dillinger
  Christian Bale   als Melvin Purvis
  Marion Cotillard   als Billie Frechette
  Billy Crudup   als J. Edgar Hoover
  Stephen Dorff   als Homer Van Meter
  Stephen Lang   als Charles Winstead
 
Regie:  Michael Mann  
Buch:  Ronan Bennett  
  Ann Biderman  
  Michael Mann  
Musik:  Elliot Goldenthal  
Kamera:  Dante Spinotti  
Produzent:  Kevin Misher  
  Michael Mann  

Bis dass der Tod euch scheidet...

Michael Manns furioses Gangster-Biopic "Public Enemies" ist jetzt auf DVD und Blue-ray erhältlich. Verfilmt wurde die Geschichte von US-Gangster-Legende John Dillinger und seinem Konterpart Melvin Purvis. Wir haben die Facts zu den Figuren.

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Kult-Kriminelle: Die Crime-Facts:

Mit der Verhaftung von Al Capone durch Eliot Ness im Jahr 1931 ging eine der berüchtigsten Gangsterkarrieren der US-Geschichte zu Ende. Aber die Zeit war reif für weitere legendäre Kriminelle - denn es war die Zeit der Großen Depression, der größten Wirtschaftskrise, die das Land je heimgesucht hatte. Bonny und Clyde erbeuteten sich das Geld, das sie brauchten, von den Banken, Ma Barker tat es ihnen nach und John Dillinger perfektionierte den Habitus des Gentleman-Gangsters. Die Skrupellosigkeit, mit der diese sogenannten "Public Enemies" vorgingen, führte zum Ausbau jener Eliteeinheit, die heute als FBI bekannt ist. Um Dillinger das Handwerk zu legen, wurde der Gerechtigkeitsfanatiker Melvin Purvis auf ihn angesetzt. Und Amerika hatte eine zeitlang sein neues Dreamteam aus Gut und Böse.

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Von sich und seiner Unfassbarkeit überzeugt: Johnny Depp als John Dillinger

Im Portrait: John Dillinger

Ohne ihn wären die 30er Jahre, das goldene Zeitalter des US-Verbrechens, nicht komplett: John Dillinger ist ohne Frage eine Gangsterlegende. Bis heute wird der elegante, aber skrupellose Gesetzesübertreter als eine Art moderner Robin Hood verehrt. Mindestens zwei Dutzend Banküberfälle hat er verübt, er ist in vier Polizeistationen eingebrochen und zweimal aus dem Gefängnis ausgebrochen. Die Selbstüberschätzung, die er dabei an den Tag legte, wurde ihm schließlich zum Verhängnis. Verwundet und von einer allein auf ihn angesetzten FBI-Einheit verfolgt, kehrte er nach dem legendären Shootdown an der Little Bohemia Lodge nach Chicago zurück. Überzeugt davon, dass er unfassbar sei, ging er ins Kino. Vor dem Ausgang wartete die Polizei - und setzte Dillingers Leben auf den Tag genau einen Monat nach seinem 31. Geburtstag ein Ende.

Christian Bale verkörpert in "Public Enemies" den erbarmungslosen FBI-Mann Melvin Purvis Großansicht

Christian Bale verkörpert in "Public Enemies" den erbarmungslosen FBI-Mann Melvin Purvis

Im Portrait: Melvin Purvis

Melvin Purvis gehört zu John Dillinger wie Batman zu Joker. Während der eine ein Gesetz nach dem anderen übertrat, jagte ihm der andere wie ein manisch Getriebener hinterher. Nachdem Purvis Dillinger erfolgreich zur Strecke gebracht hatte, wurde er zum Medienstar und Nationalhelden. Seine Popularität überflügelte selbst die von FBI-Direktor J. Edgar Hoover - was innerhalb der Zentrale zu Missgunst führte. Ein Jahr nach dem Tod Dillingers verließ Purvis das FBI. Und arbeitete fortan als Anwalt und Radiomoderator für Kindersendungen.

 

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