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Pulse

US-Remakes von Japan-Horror und kein Ende: Hier bringen kryptische E-Mails aus der Schattenwelt Tod und Verderben.


Pulse

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Erhältlich seit:
06.07.2007

Horror

USA 2006
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 16

Kristen Bell
Ian Somerhalder
Christina Milian

Regie: Jim Sonzero
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Schattenhafte Geister saugen den Menschen alle Lebenskraft aus: Im furios-finsteren Japan-Horror-Remake steht die Welt vor dem Ende.

Mattie und Dexter stehen vor einem Rätsel (Foto: Kinowelt) Großansicht

Mattie und Dexter stehen vor einem Rätsel (Foto: Kinowelt)

Der J-Horror zeigt wieder seine spitzen Zähne. Nun, da sich die "Ring"- und die "Grudge"-Serie als Publikumshits etabliert haben, kommen die abseitigeren Ideen zum Zuge, die das Grauen aus den verstecktesten Winkeln destillieren. Dazu zählt das gleichnamige Original von Kiyoshi Kurosawa, der unter Kennern als Tenno des japanischen Gruselfilms gilt. Meisterhaft beschwört er verstörende, kryptische Endzeitszenarien in eiskalter Atmosphäre.

Dass davon in der US-Übersetzung nichts verloren ging, kann man dem Team aus vielversprechenden Newcomern rund um Jim Sonzero gar nicht hoch genug anrechnen.

Die andere Seite greift nach Mattie und jedem, der sich mit dem Phänomen befasst (Foto: Kinowelt) Großansicht

Die andere Seite greift nach Mattie und jedem, der sich mit dem Phänomen befasst (Foto: Kinowelt)

Buch vom Meister

Behutsam wurde die Geschichte um Personen, die rätselhafte Selbstmorde verüben, an westliche Standards angeglichen. Aber bei einem Drehbuch von Maestro Wes Craven ("Scream") und dem Drehort Rumänien verwundert es kaum, wenn die Story vor heftigen Gänsehaut-Schocks birst und die Städte trist und ungemütlich aussehen.

Studentin Mattie (Kristen Bell aus "Kifferwahn") ist geschockt: Ihr Freund Josh hat sich in seiner Wohnung erhängt. Am nächsten Tag erreicht sie eine E-Mail - mit seinem Absender! Angsterfüllt forscht Mattie nach der Ursache, aber der PC fehlt in seinem Zimmer. Und dann behauptet auch noch Computerfreak Dexter ("Lost"-Boone: Ian Somerhalder), dass es nicht der erste Vorfall dieser Art war.

Düstere Dinge geschehen um Mattie herum (Foto: Kinowelt) Großansicht

Düstere Dinge geschehen um Mattie herum (Foto: Kinowelt)

Apokalypse aus dem Internet

Im ganzen Land häufen sich die Selbstmorde. Wie Internet und Apokalypse zusammenhängen, was das Wort Geisterstadt wirklich bedeutet, was passiert, wenn man seelenlos existiert: Fiese Antworten darauf liefert dieser originelle Endzeithorrortrip.

Pulse

US-Remake des atmosphärisch-abstrakten Japan-Horrorthrillers "Kairo" (2001) von Kiyoshi Kurosawa, bei dem Schreckensmaestro Wes Craven als Koautor mitmischte.

Ursprünglich war Craven als Regisseur vorgesehen, doch letztlich ging diese Funktion an Jim Sonzero, dessen einziger Credit "War of Angels" (1999) ist. Dabei wäre die Produktion fast überhaupt nicht zustande gekommen: Produzent Bob Weinstein hatte zu große Ähnlichkeiten mit " Ring" ausgemacht. Damit mag er nicht Unrecht gehabt haben, doch noch deutlicher finden sich Parallelen zu dem übernatürlichen Thriller "White Noise". Denn Verstorbene aus dem Jenseits initiieren auch hier Kontakt über die Frequenzen elektronischer Geräte, sprich Computer, Scanner und Handys, um Lebende um Hilfe anzuflehen. Wie der verstorbene Collegestudent und Computerhacker Josh, der sich nach einer Phase völliger Abkapselung vor den Augen seiner Freundin Mattie (Kristen Bell) mit einem Telefonkabel aufgehängt hatte. Sie und ihre Freunde beginnen nach seinem rätselhaften Selbstmord Hilfesignale von ihm zu erhalten und beobachten auf ihren Computermonitoren mysteriöse schwarzweiße Videoaufnahmen verzweifelter junger Menschen. Gleichzeitig häufen sich weltweit unerklärliche Selbstmorde. Auch innerhalb der Freundesclique kommt es zur "Infizierung" mit dem Seelen zerstörenden Computervirus - der im japanischen Original noch deutlicher als eine Metapher für die soziale Verkrüppelung und Vereinsamung der Tech-Generation herausgearbeitet wird. Dieses personifizierte Böse gleicht den weißen haarlosen Dämonenwesen in "Silent Hill" oder "The Descent", während der trostlose Apartmentkomplex sich in der Nachbarschaft von dem aus "Dark Water" befindet. Inspiration fand man auch bei "Akte X" mit den sich ausbreitenden tintenartigen Hautmalen, die vom Opfer schließlich nichts weiter als Rohrschachfleck an der Wand zurücklassen. Ähnlich undefinierbar und verworren fällt letztlich auch die Plotumsetzung der Neuversion aus, die mehr wie eine obligatorische Aneinanderreihung von Elementen verschiedener Genrefilme, denn wie eine eigenständig homogene Produktion wirkt. Das soll nicht heißen, dass sich nicht effektive Schockmomente und gegen Ende eine regelrecht atemberaubende Dali-inspirierte Einstellung einer apokalyptischen Cyperspace-Hölle finden. Attraktiv sind zudem das dunkle Produktionsdesign und die farbentleert-blaustichige Kameraarbeit, wobei man einen lebendig kreativen Pulsschlag weitgehend vermisst. ara.

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Der plötzliche Selbstmord ihres Ex-Freundes Josh wirft Psychologiestudentin Mattie völlig aus der Bahn. Umso größer ist ihr Schock, als sie E-Mails mit seinem Absender erhält. Gemeinsam mit ihren Freunden versucht sie, Joshs Computer zu finden. Dabei stößt sie auf den Bastler Dexter, der ihr hilft, den rätselhaften Vorgängen auf den Grund zu gehen. Immer mehr Menschen erhalten rätselhafte E-Mails und verfallen nach dem Öffnen in tiefe Depressionen. Die Suizidrate im ganzen Land schnellt nach oben, auch in Matties engstem Freundeskreis gibt es weitere Tote. Schließlich kommen Mattie und Dexter einem Experiment auf die Spur, das auf schreckliche Weise fehlgeschlagen ist ...
Der düstere Endzeit-Schocker aus der Feder von Horrorspezialist Wes Craven spielt genüsslich mit den Möglichkeiten der kabellosen Kommunikation: Funknetze, die Grenzen öffnen, zu Welten, die besser verschlossen geblieben wären! In den Hauptrollen überzeugen die Jungstars Kristen Bell und Ian Somerhalder!

Quelle: Studiocanal

Making of, Musikvideo von SONIC SYNDICATE: "Denied", Deleted Scenes, 2 Audiokommentare, Interviews, 2 Featurettes, Fotogalerie, Produktionsnotizen, Trailer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Kristen Bell   als Mattie
  Ian Somerhalder   als Dexter
  Christina Milian   als Isabell
  Rick Gonzalez   als Stone
  Samm Levine   als Tim
  Jonathan Tucker   als Josh
  Ron Rifkin   als Dr. Waterson
 
Regie:  Jim Sonzero  
Buch:  Wes Craven  
Musik:  Elia Cmiral  
Produzent:  Michael Leahy  
  Joel Soisson  
  Anant Singh  
 

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Features

 

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