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Punch-Drunk Love

Schräge romantische Dramödie, in der Adam Sandler als verschrobener Einzelgänger auf abenteuerlichen Wegen seine große Liebe findet.


Punch-Drunk Love

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Erhältlich seit:
22.10.2010

Komödie/ Drama

USA 2002
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 12

Adam Sandler
Emily Watson
Philip Seymour Hoffman

Regie: Paul Thomas Anderson
Universum Film

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Träumen, staunen und schmunzeln Sie, wenn Paradekomiker Adam Sandler die Liebe entdeckt und auf Wolke Sieben schwebt.

Auch eine Art, Bonusmeilen zu sammeln: Barry beim Puddingkauf Großansicht

Auch eine Art, Bonusmeilen zu sammeln: Barry beim Puddingkauf

Wer hätte das gedacht? Amerikas Comedy-Ass Adam Sandler als sympathischer Loser mit Tiefgang! Zu Verdanken haben wir diese Wandlung Paul Thomas Anderson ("Magnolia"), der rührend von einem erzählt, der auszog, sein Leben umzukrempeln.

Der kleine Angestellte Barry Egan hat in seinem Job wenig zu lachen, auch wenn der in einem blauen Anzug Eingezwängte immer den fröhlichen Hansel markiert und in jedes Fettnäpfchen tritt, sich sogar von einer Telefonsex-Tussi erpressen lässt. Von den sieben Schwestern, die ihn drangsalieren, ganz zu schweigen.

Erst die Begegnung mit der sanften Lena (Emily Watson) wandelt den eigentlich traurigen Gute-Laune-Fanatiker in einen romantischen Liebhaber, der über den eigenen Schatten springt und bei der Frau seiner Träume die Liebe lernt - mit Happy End auf Hawai.

Die Lovestory, die Meisterregisseur und Top-Komiker mit "Punch-Drunk Love" zusammenbrauen, lässt einem das Herz übergehen!

Punch-Drunk Love

Was passiert, wenn der gegenwärtig größte Schenkelklopf-Komödienstar und Amerikas vielleicht ambitioniertester Kunstfilmemacher zusammenarbeiten? Eine romantische Komödie über einen einsamen Simpel auf der Suche nach der Liebe, wie sie vielleicht David Lynch ersinnen könnte, ist die Fläche, auf der sich die Extreme Adam Sandler ("Mr. Deeds") und P.T. Anderson ("Magnolia") begegnen und zu einem filmischen Höhenflug ansetzen, der sich mit nichts vergleichen lässt. Das eigentliche Wunder von "Punch-Drunk Love" (Regiepreis in Cannes) besteht darin, dass die Fangemeinden beider Künstler jeweils ihre uneingeschränkte Freude haben werden: Sowohl für Sandler als auch für Anderson markiert diese exzentrische, originelle und surreale Verrücktheit einen Karrierehöhepunkt, ohne dass einer von beiden Kompromisse hätte eingehen müssen.

Während sich Adam Sandler mit Filmen wie "Happy Gilmore", "Eine Hochzeit zum Verlieben", "Waterboy" und "Big Daddy" als ewiges Kind mit allamerikanischem Schalk im Nacken zum größten Komödienstar unserer Tage aufschwang und der Kritik langsam die Adjektive ausgingen, mit der sie ihr Missfallen an Sandlers burschikosen College-Comedies und seines schauspielerischen Non-Talents Ausdruck verleihen konnte, wuchs P.T. Andersons (wie übrigens auch Quentin Tarantinos) Begeisterung für den sympathischen Trottel vom Dienst zunehmend. Das Resultat ist "Punch-Drunk Love", eine knappe, geradlinige, überraschende Surrealkomödie über die Einsamkeit im San Fernando Valley, kleine Alltagswunder und das Hoffen auf Liebe und Erlösung, die Sandlers patentierte Leinwandpersona in Andersons wundersames Filmuniversum (inklusive verdienter Anderson-Darsteller wie Luis Guzman und Philip Seymour Hoffman) verpflanzt und dann tollste Kapriolen schlägt. Besonders anstrengen muss man sich nicht, um sich vorzustellen, wie der von Sandler gespielte Barry Egan mit den einsamen Seelen von Andersons "Magnolia" in deren Chor "Wise Up" einstimmt. Von Olivia Öls traurigem Lamento "He needs me" aus "Popeye" leitmotivisch geführt, lebt dieser Unhappy Gilmore in leuchtend blauem Anzug mit sieben Schwestern, einem tristen Job in einer gigantischen Lagerhalle und keiner Frau an seiner Seite, bis neben einem Harmonium auch die geheimnisvolle Lena Licht in seine Existenz bringt. Alles, was Anderson dem Publikum zeigt, ist einen Tick zu grell, zu viel, zu laut, zu intensiv: Wenn Barry auf der Straße ein Harmonium findet, geht das mit einem der wüstesten Autounfälle der Filmgeschichte einher. Wenn Lena bei ihm ist, reißt er die Tonspur mit Percussionsprengseln von Jon Brion bis zum Anschlag auf. Wenn er zu einem ersten Abschiedskuss zu Lenas Wohnung zurückeilt, dann nur mit dem Umweg über endlose Gänge und Flure. Ein Schreiduell zwischen ihm und Philip Seymour Hoffman artet zu einer regelrechten Hymne von Obszönitäten aus. Und natürlich reichte nicht eine nörgelnde Schwester, es mussten gleich sieben sein. Dabei liegen bei dem Film die Nervenenden lediglich genauso bloß wie bei Barry, der auf die endlosen Anforderungen in seinem Leben oft mit unverhohlenen Gewaltausbrüchen reagiert und schon mal eine Restauranttoilette zu Kleinholz verarbeitet, wenn ihm gerade das Herz übergeht. Diese Art der Aggression liegt allen Sandler-Figuren zugrunde, aber Anderson kitzelt da eine Menschlichkeit heraus, die einem die Sprache verschlägt, speziell wenn sich auf Barrys vom gegen die Wand schlagen wunden Knöchel ein zärtliches "Love" abzeichnet. All die vorangegangene Ungemach um einen Anruf bei einer Telefonsexnummer, die sich zu einer absurden Erpressung mit körperlicher Abreibung auswächst, rückt in den Hintergrund, als die feenhafte Lena den schüchternen Einzelgänger an die Hand nimmt und ihm die Liebe erklärt. Jetzt kommt es gelegen, dass Barry einen Fehler einer Werbeaktion für Bonusmeilen entdeckt hat. Einige Lagen Billigpudding sollen ihm den Flug nach Hawaii sichern, ins Paradies, zu Lena, zur Liebe. Dass es sich gar nicht zu Hinterfragen lohnt, warum sich eine hinreißende Frau wie Lena in einen Tölpel wie Barry verliebt, liegt auf der Hand: Hier geht es nicht um die Chronik einer Liebes, sondern eine Annäherung an die Liebe als Gefühl selbst, in der trotz der ökonomischen Laufdauer von etwas mehr als 90 Minuten allemal ausreichend Raum für wunderbare Sandler-Momente und Überraschungen am laufenden Band bleiben. ts.

Punch-Drunk Love

In Barrys Leben muss sich etwas ändern. Bevormundet von seinen Schwestern und zu Aggressionsausbrüchen neigend, sammelt er Bonusmeilen auf Puddingbechern. Infolge eines Anrufs bei einer Telefonsex-Nummer, versuchen schließlich auch noch Sister Latisha und ihr brutaler Boss ihn zu erpressen. Barry, der auf Wolke Sieben schwebt, seit die geheimnisvolle Lena in sein Leben getreten ist, will dies mit allen Mitteln verhindern. Als Lena verreist beschließt er, ihr zu folgen. Doch so einfach lassen sich die Pudding-Bonusmeilen nicht einlösen...

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Adam Sandler   als Barry Egan
  Emily Watson   als Lena Leonard
  Philip Seymour Hoffman   als Dean Trumbell
  Luis Guzmán   als Lance
  Mary Lynn Rajskub   als Elizabeth
  Ashley Clark   als Telefon-Sex- Schwester
  Robert Smigel   als Walter der Zahnarzt
  Lisa Spector   als Susan
  Julie Hermelin   als Kathleen
  Karen Hermelin   als Anna
  Hazel Mailloux   als Rhonda
  Nicole Boroda Gelbard   als Nicole
  Mia Weinberg   als Gilda
  David Stevens   als David
  Jim Smooth Stevens   als Jim
  Nathan Stevens   als Nate
  Mike D. Stevens   als Mike D.
  Rico Bueno   als Rico
  Salvador Curiel   als Sal
  Jorge Barahona   als Jorge
  Ernesto Quintero   als Ernesto
  Larry Ring   als Schwager Steve
  Kerry Gelbard   als Schwager Richard
 
Regie:  Paul Thomas Anderson  
Buch:  Paul Thomas Anderson  
Musik:  Jon Brion  
Kamera:  Robert Elswit  
Produzent:  JoAnne Sellar  
  Daniel Lupi  
  Paul Thomas Anderson  

Cannes beginnt mit "Hollywood Ending"

Am 15. Mai eröffnen die Filmfestspiele in Cannes. Den Auftakt macht Woody Allens neuer Film.

Außer sich vor Freude?<br />Woody Allen

Außer sich vor Freude?<br />Woody Allen

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Das wichtigste europäische Filmmeeting eröffnet mit einem Abgesang auf Hollywood.

Woody Allen spielt in "Hollywood Ending" den abgetakelten Regisseur Val Waxman. Der darf nach großen Erfolgen in den 70ern und 80ern nur noch Werbefilmchen drehen. Doch dann schenkt ihm das Schicksal doch noch einmal die Chance, einen großen Film zu machen.

Just in diesem Moment bekommt Waxman die Folgen seiner berufsbedingten Paranoia zu spüren: Der gestresste Regisseur erblindet vorübergehend.

Den Film macht er trotzdem. Die Studiobosse dürfen natürlich nicht erfahren, dass ihr neuestes Machwerk von einem Blinden gefilmt wird.

Die symbolträchtige Geschichte läutet ein Festival voller europäischer Bonbons ein, das letzte davon ist "And Now Ladies and Gentlemen".


Das vollständige Programm:

Außerhalb des Wettbewerbs laufen:

 

Punch-Drunk Love in der Fotoshow

 

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