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Quarantäne

US-Remake eines spanischen Horrorhits um ein unter Quarantäne gestelltes Mietshaus, in dem eine Zombieseuche ausbricht.


Quarantäne

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Erhältlich seit:
09.04.2009

Originaltitel: Quarantine

Horror

USA 2008
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 16

Jennifer Carpenter
Jay Hernandez
Columbus Short

Regie: John Erick Dowdle
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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US-Remake eines spanischen Horrorhits um ein unter Quarantäne gestelltes Mietshaus, in dem eine Zombieseuche ausbricht.

Angela wittert eine heiße Story (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Angela wittert eine heiße Story (Foto: Sony Pictures)

Ein Einsatzteam der Feuerwehr wird in ein Mietshaus gerufen - für Reporterin Angela (Jennifer Carpenter) und ihren Kameramann die Gelegenheit für das TV-Format "The Night Shift" den Feuerwehrmann Jake (Jay Hernandez) und seine Kollegen im nächtlichen Routine-Einsatz zu filmen. Ein Polizist führt den Trupp zu einer alten und sehr verwirrten Dame, die ihn zum Dank niederbeißt.

Als sie den Schwerverletzten versorgen wollen, stellen sie fest, dass alle Ausgänge versperrt sind. Die Polizei hat das mehrstöckige Gebäude in der Zwischenzeit abgeriegelt und unter Quarantäne gestellt.

Vorsicht! Bissige Frauen! (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Vorsicht! Bissige Frauen! (Foto: Sony Pictures)

Ganz schnell nachgemacht

So schnell war Hollywood noch nie: Im Mai erst startete dort der spanische Horrorhit "[Rec]", im November folgt das amtliche US-Remake, das seinem Vorbild erstaunlich gleichwertig ist. Der als Pseudo-Dokumentation verpackte Horror zwischen "Blair Witch Project" und "28 Days Later" bleibt sehr nahe an der Vorlage. Durch den Transfer nach Los Angeles wird jedoch daraus ein Schauspiel über die Angst vor Terroristen als Nachwirkung auf den 11. September.

Quarantäne

Das Filmmaterial eines Reporterteams zeugt von ungeheuren Vorgängen in einem unter Quarantäne gestellten Mietshaus. Als Pseudo-Dokumentation verpackter Horror über Seuchen und Zombies.

So schnell war Hollywood noch nie: Im Mai erst startete der spanische Horrorhit "[Rec]", im November folgt das amtliche US-Remake, dass seinem Vorbild erstaunlich gleichwertig ist. Bereits nach Sichtung eines Promo-Reels nahm John Erick Dowdle seine Cover-Version in Angriff, was die Rekordzeit erklärt. Mit dem True-Crime-Thriller "The Poughkeepsie Tapes" nutzte er schon das Doku-Konzept, das zehn Jahre nach "Blair Witch Project" seine verblüffende Renaissance in Horrormetier erlebt - "Cloverfield" und "Diary of the Dead" sind jüngste Beispiele, durch "found footage" Authentizität zu kreieren.

Dieser inoffizielle Zombiefilm setzt auf Terror statt Splatter und kreuzt Romeros "Crazies" mit den wütenden Untoten Danny Boyles, wenn er im klaustrophobischen Setting eines Mietshauses vom Ausbruch einer unbekannten Epidemie erzählt. Dorthin wird ein Einsatzteam der Feuerwehr gerufen und für die Reporterin Angela (Jennifer Carpenter) und ihren Kameramann (Steve Harris) ist es die willkommene Abwechslung, für das TV-Format "The Night Shift" Feuerwehrmann Jake (Jay Hernandez) und seine Kollegen im nächtlichen Routine-Einsatz zu filmen. Ein Polizist führt den Trupp zu einer alten und sehr verwirrten Dame, die ihn zum Dank niederbeißt. Als sie den Schwerverletzten notversorgen wollen, sind die Ausgänge verrammelt, denn die Polizei hat das mehrstöckige Gebäude abgeriegelt und unter Quarantäne gestellt. Alle Kommunikationsmöglichkeiten sind gekappt, Scharfschützen vereiteln jeden Fluchtversuch. Ein Veterinär identifiziert die gefährliche Infektion als Tollwut mit rapide beschleunigtem Verlauf - der geübte Genre-User indes als Zombie-Syndrom.

Zwar dreht Dowdle "[Rec]" fast 1:1 nach, aber durch den Transfer der Handlung nach Los Angeles wird daraus ein Schauspiel über american angst und die Nachwirkungen des 11. September. Zum einen missachten die Behörden die Menschenrechte der Beteiligten, zum anderen zerfrisst das Misstrauen, Terroristen (hier: Zombies) unter sich zu haben, den Gruppenzusammenhalt. Helden fehlen, nicht einmal die Feuerwehrmänner können etwas ausrichten. Die Anthrax-Angst gipfelt im Dachboden, wo die Krankheit ihren Ursprung nahm: Ein Unbekannter aus Boston hat hier ein privates Biowaffenlabor errichtet und den tödlichen Erreger gezüchtet. Neben dieser Paranoia, zuletzt in "Mulberry Street" eindrucksvoll zu sehen, leistet sich Dowdle einen herrlich bösen "Peeping Tom"-Mord, bei dem die Kamera benutzt wird, einen Infizierten zu erschlagen. Das Medium ist wieder Komplize.

tk.

Darsteller:  Jennifer Carpenter   als Angela Vidal
  Jay Hernandez   als Jake
  Columbus Short   als Danny Wilensky
  Greg Germann   als Lawrence
  Dania Ramirez   als Sadie
  Steve Harris   als Scott Percival
  Rade Serbedzija   als Juri Ivanov
  Johnathon Schaech   als George Fletcher
 
Regie:  John Erick Dowdle  
Buch:  John Erick Dowdle  
  Drew Dowdle  
  Jaume Balagueró  
  Luiso Berdejo  
Kamera:  Ken Seng  
Produzent:  Sergio Agüero  
  Doug Davison  
  Roy Lee  
 

Quarantäne in der Fotoshow

 

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