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Rachels Hochzeit

Genau beobachtete Sittenkomödie über eine Familienfeier, die aus dem Ruder läuft, als das schwarze Schaf der Familie zurückkehrt.


Rachels Hochzeit

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Erhältlich seit:
03.09.2009

Originaltitel: Rachel Getting Married

Drama/ Komödie

USA 2008
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Anne Hathaway
Rosemarie Dewitt
Bill Irwin

Regie: Jonathan Demme
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Hollywood-Schönheit Anne Hathaway zeigt sich als drogenabhängiges schwarzes Schaf einer Familie von einer völlig neuen Seite.

Kym hält sich ungerne an die Regeln (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Kym hält sich ungerne an die Regeln (Foto: Sony Pictures)

Kym Buchman (Anne Hathaway) war immer schon ein Magnet für Probleme und Schwierigkeiten und hat die letzten Jahre damit verbracht, ihre Drogenabhängigkeit hinter sich zu lassen. Ihre ruppige, bissige Art macht die Dinge für sie nicht einfacher. Als sie zur Hochzeit ihrer Schwester Rachel in den Schoß der Familie zurückkehrt, wandelt sich die Feierlichkeit mit Musik und guter Laune schnell in ein Kriegsgebiet.

Rachels Anwesenheit lässt lange schlummernde Spannungen mit Urgewalt ausbrechen und stellt den Familienverband auf eine harte Probe.

Eigentlich haben sich doch alle lieb (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Eigentlich haben sich doch alle lieb (Foto: Sony Pictures)

Weg vom Studio

Mit seinem ersten Spielfilm seit vier Jahren kehrt Jonathan Demme, der seither zwei Dokus realisierte, zurück zu einem persönlicheren, intimeren Filmemachen, abseits der geleckten Oberflächen gängiger Studioproduktionen.

Sein intimes Porträt einer Familie ist eine genau beobachtete Sittenkomödie, in der sich Anne Hathaway als gewachsene Schauspielerin jenseits der zuckersüßen Rollen präsentiert, für die der Star aus "Teufel trägt Prada" bekannt ist. Für diesen Mut gab's sogar eine Oscar-Nominierung!

Rachels Hochzeit

Anne Hathaway beweist als Süchtige in Jonathan Demmes kraftvollem Familiendrama, dass sie mehr ist als "Plötzlich Prinzessin".

In "Der Teufel trägt Prada" konnte sie neben Meryl Streep bestehen, "Plötzlich Prinzessin" machte sie zum Star. Das nette all-american girl Anne Hathaway zeigt sich unter der Regie von Jonathan Demme von einer anderen, ernsthafteren Seite. Als drogensüchtige und kaputte Kym darf sie die Reha-Klinik für die Hochzeit von Schwester Rachel ein paar Tage lang verlassen. Alle sind da und nett zueinander, wollen Party feiern - die geschiedenen Eltern, die Freunde und Verwandten. Küsschen hier, Küsschen da. Aber hinter dem Rücken werden psychologisch die Messer gewetzt, denn Familienfeiern sind dazu prädestiniert, unbequeme Wahrheiten heraus- und wüste Peinlichkeiten zuzulassen.

Es beginnt wie in Thomas Vinterbergs Dogma-Film "Das Fest", man trifft sich zur Familienfeier und die Harmonie bröckelt sukzessive, schmerzhafte Ereignisse der Vergangenheit - wie die tragische Mitschuld von Kym am Unfalltod ihres kleinen Bruders - kommen erneut zur Sprache. Nur dass bei Demme, der hier seine dokumentarischen Erfahrungen nutzt, am Ende trotz aller Verletzungen ein bisschen Versöhnung regiert, die Buchmans aus der Not eine Tugend machen und trotz der Krise zusammen halten. Nach dem Drehbuch von Sydney-Lumet-Tochter Jenny bleibt Kym bei aller Fröhlichkeit die Außenseiterin und lässt keine Gelegenheit aus, die Multi-Kulti-Gesellschaft vor den Kopf zu stoßen und dem Schwesterherz (Rosemarie Dewitt) den schönsten Tag zu vermiesen. Eigentlich geht alles schief, die gefühlskalte Mutter (Debra Winger) taucht mit neuem Partner zu spät auf, Kym lästert über lila Roben und bootet penetrant eine andere Brautjungfer aus, der farbige Bräutigam aus Hawaii versucht dem Schwiegerpapa in spe beizubringen, wie man eine Spülmaschine richtig füllt und fatale Liebesgeständnisse laufen bei Musik und Tanz ins Leere. Neben kleinen Sticheleien, großen Streitereien und rigoroser Aufdeckung von Lügen und Geheimnissen lässt Demme, der nach "Der Manchurian Kandidat" von 2004 mit neuer Kraft zum Spielfilm zurückkehrt, aber Optimismus zu. Er schlägt eine Brücke zwischen den Welten, zeichnet mit den gemischtrassigen Hochzeitsgästen, die sich an indischen Speisen delektieren, ein Amerika, das sich über Hautfarben und Herkunft hinwegsetzt, die individuellen Unterschiede akzeptiert. Und auch ein bisschen Robert Altman schwingt bei dieser "beautiful home movie"-Idee mit. Weinen, Lachen, Tanzen, eine gute Kombination. mk.

Rachels Hochzeit

Für die Hochzeit ihrer Schwester Rachel (Rosemarie DeWtt) kehrt Kym (Anne Hathaway) nach einigen Jahren der Abwesenheitund mehreren Aufenthalten in Entzugskliniken
zurück in ihr Elternhaus. Dort hat sich bereits eine illustre Hochzeitsgesellschaft mit zahlreichen Freunden und Verwandten der Familie Buchman für ein idyllisches Wochenende
des Feierns, der Musik und der Liebe versammelt. Doch Kym bringt mit ihrem schwarzen Humor und ihrem Hang zur Dramatik die unterschwelligen Spannungen innerhalb der Familie
ans Licht - und lässt dadurch eine lange Geschichte persönlicher Krisen und Familienkonflikte wieder aufflammen. Angefüllt mit einer eindrucksvollen Palette vielschichtiger und
vielseitiger Charaktere, die immer schon ein Markenzeichen aller Filme von Jonathan Demme sind, zeichnet RACHELS HOCHZEIT ein einfühlsames, scharfsinniges und bisweilen
urkomisches Familienportrait.
Demme und der ausgezeichneten Besetzung gelang es, dieses differenzierte Drama über eine schwierige aber gleichzeitig fesselnde Familie mit Ironie, Zuneigung und einer großen
Portion freiem Geist anzureichern. Drehbuch-Neuling Jenny Lumet wurde vom New York Film Critics Circle mit dem Preis für das Beste Drehbuch ausgezeichnet.

Quelle: Sony Pictures

-Audiokommentar mit Produzentin Neda Armian,
Drehbuchautorin Jenny Lumet und Cutter Tim Squyres
- Audiokommentar mit Schauspielerin Rosemarie DeWitt
- Dokumentationen - Entfallene Szenen - Trailer

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Anne Hathaway   als Kym
  Rosemarie Dewitt   als Rachel
  Bill Irwin   als Paul
  Debra Winger   als Abby
  Tunde Adebimpe   als Sidney
  Mather Zickel   als Kieran
  Anisa George   als Emma
  Anna Deavere Smith   als Carol
 
Regie:  Jonathan Demme  
Buch:  Jenny Lumet  
Musik:  Zafer Tawil  
  Donald Harrison jr.  
Kamera:  Declan Quinn  
Produzent:  Neda Armian  
  Marc E. Platt  
 

Rachels Hochzeit in der Fotoshow

 

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