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Radio Rock Revolution

Von Drehbuchautor Richard Curtis inszenierte charmante Komödie über die Musik und Piratensender der Fabulous Sixties.


Radio Rock Revolution

Leihvideo

Erhältlich seit:
27.08.2009

Originaltitel: The Boat That Rocked

Komödie

Großbritannien 2009
Laufzeit: 130 Min.
FSK: ab 12

Philip Seymour Hoffman
Bill Nighy
Rhys Ifans

Regie: Richard Curtis
Universal Pictures Germany

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Rock-DJs vereinigen sich und gründen einen Privatsender.

Auf dem Schiff wird gerockt bis zum Umfallen (Foto: Universal) Großansicht

Auf dem Schiff wird gerockt bis zum Umfallen (Foto: Universal)

England 1966. Der Rock 'n' Roll feiert längst seinen weltweiten Durchbruch, doch gerade in England sendet die BBC nur einmal wöchentlich zwei Stunden Rockmusik - für Fans viel zu wenig. Schon bald entsteht eine regelrechte Subkultur von DJs, die sich gegen die strenge Regelung auflehnen.

Sie gründen den Privatsender Radio Rock, der heimlich von der Nordsee aus sendet, damit die Regierung ihn nicht abschalten kann. Doch die staatlichen Widersacher, die dem rebellischen Treiben ein Ende machen wollen, sind den Untergrund-Rockern dicht auf den Fersen.

Regisseur und Drehbuchautor Richard Curtis gilt seit "Notting Hill" und "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" als Erfolgsgarant auf dem Gebiet der romantischen Komödie aus Großbritannien.

Gavin versorgt die Fans mit richtig guter Musik (Foto: Universal) Großansicht

Gavin versorgt die Fans mit richtig guter Musik (Foto: Universal)

Erfolg von der Insel

"Radio Rock Revolution" ist nach "Tatsächlich ... Liebe" seine zweite Regiearbeit. Sie verspricht mit Schauspielern wie Philip Seymour Hoffman, Emma Thompson und Bill Nighy erneut beim breiten Publikum zu punkten.

Radio Rock Revolution

Lebenslust, Tee-und-Keks-Nostalgie und die Musik der Sixties feiert Richard Curtis in seiner zweiten Regiearbeit über einen britischen Piratensender.

"Das sind die besten Tage unseres Lebens", resümiert Philip Seymour Hoffman als US- DJ The Count melancholisch - und wohl auch Curtis, der Meister der romantischen Komödie ("Tatsächlich Liebe", "Notting Hill") auf seiner verklärten Reise zurück in eine Zeit, in der die britische Jugend unter dem Kopfkissen den Klängen der Revolution lauschte. Während die BBC 1966 nur zwei Stunden in der Woche ihr Seniorenprogramm zwischen Percy Faith und Mozart für Modernes unterbrach, schickten Piratensender Rock und Pop nonstop über den Äther. Radio Caroline, das Flagschiff dieser Blockadebrecher, war wohl Curtis' Inspiration für "Radio Rock".

Zum schillernden Personal dieses in der Nordsee tuckernden Musikkahns gehören rauschbärtige Kiffer-Hippies, sanfte Romantiker im Monkees-Styling, charismatische Mitternachtsverführer, die im frühen Marc-Bolan-Look die Girls erhitzen, gut gelaunte Kalorientonnen mit Mutterwitz und The Count, der in einer reaktivierten Legende (Rhys Ifans) bald Konkurrenz als Star-DJ bekommt. Sie alle lernt der junge Carl (Tom Sturridge) kennen, der zu Besuch beim Captain, seinem Taufpaten, Lebenserfahrung sammeln, aber jüngeren Zuschauern auch als Identifikationsfigur dienen soll. Wie Carl die Unschuld verliert, den unbekannten Vater findet und die britische Regierung versucht, den Sender vom Netz zu nehmen, sind die Schwerpunkte des losen Plots.

Mehr als einmal kontrastiert Curtis die bunte flippige Bootsbesatzung mit der steifen Brillenversammlung in der freudlosen Gasse, in der Downing Street, wo ein erzkonservativer Minister Tee und Tremeloes für inkompatibel hält. Nicht Plotstränge, sondern Typen dominieren diese Komödie, die einer Sketchstruktur folgend ein paar deskriptive Songs zuviel einzubauen versucht. "So long, Marianne" begleitet also Carls Betrug durch die erste gleichnamige Flamme, "Let's Spend the Night Together" seine sexuelle Initiation oder auch "Hang on Sloopy" das überflüssige "Titanic"-Finale, in dem sich die Crew an das sinkende Schiff klammert. Nicht jeder Sketch zündet, nicht immer setzt der Cutter rechtzeitig die Schere an, aber natürlich ist diese Revolution eine sympathisch-unterhaltsame und im Duell zwischen Hoffman und Ifans, das in einer sehr komischen, realistisch wirkenden Mastbesteigung gipfelt, einmal nicht süß, charmant und sensitiv, sondern auch ausgelassen verrückt und wirklich Rock 'n' Roll. kob.

Darsteller:  Philip Seymour Hoffman   als The Count
  Bill Nighy   als Quentin
  Rhys Ifans   als Gavin
  Nick Frost   als Dave
  Kenneth Branagh   als Sir Alistair Dormandy
  Tom Sturridge   als Carl
  Chris O'Dowd   als Simon
  Rhys Darby   als Angus
  Katherine Parkinson   als Felicity
  Talulah Riley   als Marianne
 
Regie:  Richard Curtis  
Buch:  Richard Curtis  
Kamera:  Danny Cohen  
Produzent:  Tim Bevan  
  Eric Fellner  
  Hilary Bevan-Jones  
 

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