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Kaufvideo
Erhältlich seit:
08.04.2010
Deutschland 2008
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12
Maximilian Brückner
Maria Furtwängler
Thomas Schmauser
Regie: Marcus H. Rosenmüller
EuroVideo Bildprogramm

In hypnotischen Bildern belebt Marcus H. Rosenmüller die Legende des berühmten bayerischen Rebellen mit viel Gefühl, schwarzem Humor und einem furios aufspielenden Maximilian Brückner.
Mit dem Förderpreis Deutscher Film für "Wer früher stirbt, ist länger tot" kam für Marcus H. Rosenmüller beim Filmfest München 2002 der Durchbruch und er bleibt dem Filmfest treu, diesmal mit seiner Außenseiter-Ballade "Räuber Kneißl". War Reinhard Hauffs kritischer Historienfilm "Matthias Kneißl" aus dem Jahre 1970 eine ruhige und tiefgründige Betrachtung der Ungerechtigkeiten um die Wende zum 20. Jahrhundert (mit Hans Brenner in der Titelrolle), setzt sein Nachfolger auf schnelles Tempo und eine bewegende Liebesgeschichte. Die armen Kneißls passen nicht so richtig ins beschauliche Dachauer Land, die Männer wildern im Wald und führen ein wildes Leben, scheren sich nicht um die Obrigkeit. Deshalb hat Dorfgendarm Förtsch ein Auge auf die Familie. Als die Eltern den Tabernakel plündern, prügeln seine Mannen den Vater tot, die Mutter kommt ins Gefängnis, wenig später werden die Brüder Mathias und Alois nach einer Schießerei festgenommen, Alois stirbt an Schwindsucht. Nach seiner Haftentlassung machen die Dörfler und vor allem Förtsch es dem "Zuchthäusler" schwer, sich wieder einzugliedern, der Traum vom bürgerlichen Dasein zerrinnt. Aus Not wird er zum Kriminellen und Mörder, nur die Liebe zur schönen Mathilde gibt ihm Kraft. Als deren Mutter ihn verrät, stürmt eine Hundertschaft von Polizisten sein Versteck. Seinen von Kugeln durchlöcherten Leib richten Ärzte wieder her - zur Hinrichtung durch die Guillotine.
Rosenmüller hält sich weitgehend an grundsätzliche Fakten und stilisiert Kneißl zum charismatischen bayerischen Anarchisten, der Widerstand leistet, sich über Autoritäten lustig macht und nicht beugen will, ungebrochen in den Tod geht. Stefan Biebls Kamera schwelgt in satten Farben, opulenten Sonnenauf- und -untergängen, entfaltet eine im deutschen Kino seltene visuelle Pracht. Die Lovestory zwischen Maximilian Brückner und Brigitte Hobmeier rührt in ihrer Einfachheit und durch die Ehrlichkeit der Gefühle, und immer wieder taucht sie auf, die Sehnsucht nach Amerika, die sich nicht erfüllt. Trotz bitterem Ende feiert der Film das Leben und die Liebe, die schönen Momente kann Kneißl keiner nehmen. Die Stärke von Rosenmüller liegt in den poetischen Szenen, im gelungenen Mix aus Soap und Abenteuer, Kitsch und Gefühl. Der Stoff hat nichts an Aktualität verloren, Ungerechtigkeiten gibt es noch immer. Vielleicht wäre der Held heute ein zorniger Hartz IV-Empfänger. Kneißl ist eine Art Robin Hood, und diese Figur ist zeitlos. mk.
"Ich hab' ein Aug' auf Euch", droht der Dorfgendarm (Thomas Schmauser) der Familie Kneißl, die in der abgelegenen Schachermühle im Dachauer Land ein wildes Leben führt. Als Wilderer und Diebe halten sich die Kneißls notdürftig über Wasser, immer wieder schlagen sie der Obrigkeit ein Schnippchen. Doch dann verlässt sie das Glück: Der Vater (Michael Fitz) wird auf der Flucht von der Polizei erschlagen, die Mutter (Maria Furtwängler) muss ins Gefängnis. Kurz danach wird auch Mathias Kneißl (Maximilian Brückner) wegen einer Schießerei unschuldig eingesperrt.
Als er endlich aus der Haft entlassen wird, steckt er voller Zukunftspläne: Er will ein anständiges Leben führen und träumt davon, mit seiner großen Liebe Mathilde (Brigitte Hobmeier) in Amerika neu anzufangen. Doch dafür fehlt das Geld, denn ehrliche Arbeit bekommt der "Zuchthäusler" nicht. In seiner Not lässt er sich auf einen "todsicheren" Raubzug ein: Bei den reichen Bauern gibt's fette Beute. Bald sucht die Polizei fieberhaft nach dem Räuber Kneißl, der einfach nicht zu fassen ist.
Quelle: EuroVideo
Hörfilm-Fassung für Blinde und Sehbehinderte,
Making of, Kinotrailer
Alternatives Ende
Quelle: EuroVideo
| Darsteller: | Maximilian Brückner | als Mathias Kneißl | |
|---|---|---|---|
| Maria Furtwängler | als Therese Kneißl | ||
| Thomas Schmauser | als Dorfgendarm Förtsch | ||
| Brigitte Hobmeier | als Mathilde Danner | ||
| Christian Lerch | als Anton Wörndl | ||
| Michael Fitz | als Vater Kneißl | ||
| Andreas Giebel | als Pfarrer Endl | ||
| Florian Brückner | als Alois Kneißl | ||
| Stefanie von Poser | als Katharina Kneißl | ||
| Isabella Brückner | als Cilli Kneißl | ||
| Sigi Zimmerschied | als Flecklbauer | ||
| Jürgen Tonkel | als Brandmaier | ||
| Regie: | Marcus H. Rosenmüller | ||
| Buch: | Karin Michalke | ||
| Christian Lerch | |||
| Musik: | Gerd Baumann | ||
| Kamera: | Stefan Biebl | ||
| Produzent: | Quirin Berg | ||
| Max Wiedemann | |||
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Hörfilmfassung für Sehbehinderte, Making of, Alternatives Ende, Trailer
Hörfilm-Fassung für Blinde und Sehbehinderte,
Making of, Kinotrailer
Alternatives Ende
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