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Kaufvideo
Erhältlich seit:
26.02.2010
Originaltitel: Rang de basanti
Indien 2006
Laufzeit: 160 Min.
FSK: ab 16
Aamir Khan
Siddarth
Sharman Joshi
Regie: Rakesh Omprakash Mehra
Rapid Eye Movies HE

Nach seinem TV- und DVD-Siegeszug sollte der indische Film nun endlich auch vom deutschen Kinobesucher "entdeckt" werden. Beispielsweise "Rang de Basanti", ein gekonnter Mix aus Geschichtsstunde, Drama und modernem Bollywood.
Im "exotischen" London - statt wie bei aktuellen indischen Produktionen gerne in den Österreichischen oder Schweizer Alpen - nimmt "Rang de Basanti", was in Anlehnung an die orange-gelbe Nationalfarbe sinngemäß übersetzt "Farbe des Patriotismus" bedeutet, seinen Anfang. Und der Titel verrät: Neben Unterhaltung ist auch Reflektion angesagt, über den Vielvölkerstaat, seine Bewohner und deren Selbstverständnis. Regisseur Rakesh Omprakash Mehra bringt das so auf den Punkt: "Primär stehen einem im Leben zwei Entscheidungsmöglichkeiten offen: Entweder man akzeptiert die Dinge wie sie sind oder akzeptiert die Verantwortung, sie zu verändern."
Seine "Erzählerin", die Journalistin Sue, entscheidet sich für letztere Möglichkeit, nachdem sie beim "Haussender" eine Absage für ihre lang geplante Dokumentation über indische Unabhängigkeitskämpfer hinnehmen musste. Wutentbrannt macht sie sich nach Delhi auf, entschlossen das auf den Tagebüchern ihres Großvaters gründende Projekt dennoch auf die Beine zu stellen. Aber kaum hat die Filmemacherin Schauspieler gefunden, tut sich schon das nächste Problem auf: Ihre (Laien-)Darsteller sind moderne Söhne Indiens, die sich mit altmodischen Charakteren nicht anfreunden mögen, für die Party vor Patriotismus geht, Genuss allemal Gandhi'scher Askese vorzuziehen ist.
Ein Schwellenland, gefangen zwischen Tradition und Moderne. Ein Jugendporträt im Bollywood-Stil: blauer Himmel, ziehende Wolken, wiegende Ähren, safran-farbige Felder. Dazu Drum'n'Bass und MTV statt Tempeltanz und Staatsfernsehen. Die "Helden", angeführt vom Lebenskünstler DJ - der charismatische Aamir Khan aus "Lagaan" - blicken optimistisch in die Zukunft bis ihr Kumpel bei einem Routineflug abstürzt, sein Tod von der Luftwaffe als Leichtsinn hingestellt wird. Da geht der Blick zurück in die Vergangenheit, zum Nationalhelden Bhagat Singh, der fortan in Parallelmontage die Jugendlichen "begleitet". Das Gestern wird mit den Heute in Kontext gesetzt, in punkto Korruption, Militarismus, Nepotismus und dem schwelenden Streit zwischen den Volksgruppen.
Was als Gefühlskino mit historischen Fußnoten beginnt, mutiert zur durchaus scharfen Polit-Parabel, die etwa den zeitgenössischen Verteidigungsminister offen mit dem britischen Oberbefehlshaber des Massakers von Jallianwala Bagh im Jahre 1919 gleichsetzt. Aus Spaß wird Ernst, wobei der Film freilich immer der Unterhaltung verpflichtet bleibt - mit Lust gespielt und sauber choreographiert, von Binod Pradhan wunderbar fotografiert und vom Bhangra-Virtuosen Daler Mehndi mit einer eingängigen Titelmusik versehen.geh.
Die junge Londoner Journalistin Sue reist nach Delhi, um einen Film über die frühe indische Unabhängigkeitsbewegung zu drehen. Sie begegnet vier Freunden, darunter auch dem charismatischen DJ, die die Rollen der legendären Revolutionäre übernehmen sollen. Doch die jungen Studenten, ganz Söhne des modernen Indiens, unterstützen ihr Projekt nur widerwillig, da sie sich mit den altmodischen Charakteren einfach nicht identifizieren können. Als Idealtypen einer Generation, die mehr von Konsum als von ideellen Werten bestimmt wird, kennen sie die Vorstellung, das eigene Leben für seine Ideale zu geben, lediglich aus staubigen Lehrbüchern. Nicht nur im Alphabet steht für sie Party vor Patriotismus. Erst ein tragischer Zwischenfall lässt sie aus ihrer politischen Gleichgültigkeit erwachen und eine radikale Wendung erleben...
Was als munteres Jugendporträt beginnt, explodiert als offensive Kampfansage, die es filmisch in Indien so noch nicht gegeben hat. Neben Superstar Aamir Khan, der sich mit Shah Rukh Khan den Thron des Bollywoodolymps teilt und hierzulande bereits mit LAGAAN - ES WAR EINMAL IN INDIEN auf sich aufmerksam gemacht hat, ist vor allem die großartige Titelmusik des Bhangra-Virtuosen Daler Mehndi ein wahrer Höhepunkt des Bollywoodjahres 2006.
Quelle: Rapid Eye Movies
- Making of
- Deleted Scenes
- Kinotrailer
Quelle: Rapid Eye Movies
| Darsteller: | Aamir Khan | als DJ | |
|---|---|---|---|
| Siddarth | als Karan | ||
| Sharman Joshi | als Sukhi | ||
| Kunnal Kapoor | als Aslam | ||
| Atul Kulkarni | als Laxman Pandey | ||
| Alice Patten | als Sue | ||
| Soha Ali Khan | als Sonia | ||
| Madhavan | als Ajay Rathod | ||
| Waheeda Rehman | als Ajays Mutter | ||
| Anupam Kher | als Karans Vater | ||
| Kirron Kher | als DJs Mutter | ||
| Om Puri | als Aslams Vater | ||
| Lekh Tandon | als DJs Großvater | ||
| Regie: | Rakesh Omprakash Mehra | ||
| Buch: | Rakesh Omprakash Mehra | ||
| Renzil D'Silva | |||
| Musik: | A. R. Rahman | ||
| Kamera: | Binod Pradhan | ||
| Produzent: | Ronnie Screwvala | ||
| Rakesh Omprakash Mehra | |||
Rang De Basanti - Junge Rebellen in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Hindi DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Making of, Entfallene Szenen, Kinotrailer
- Making of
- Deleted Scenes
- Kinotrailer
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