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Kaufvideo
Erhältlich seit:
09.06.2005
USA 2004
Laufzeit: 146 Min.
FSK: ab 12
Jamie Foxx
Kerry Washington
Clifton Powell
Regie: Taylor Hackford
Universal Pictures Germany

Pionier, Visionär, Vorreiter: Will man dem Leben eines Giganten wie Ray Charles filmisch gerecht werden, geht das eigentlich nicht anders als in Form eines Epos. Aber trotz zahlreicher hypnotischer Musiksequenzen, in denen die größten Hits des Erfinders der Soul-Musik in hinreißenden Fassungen dargeboten werden, und dem Abfeiern seiner Karrieretriumphe ist Taylor Hackfords süffiges, Energie geladenes Biopic kein schönfärberisches Heldengemälde: Das Jammertal, u. a. Charles' Kampf mit seinen inneren Dämonen, seine Vielweiberei und seine Jahrzehnte lange Heroinsucht, wird in diesem komplexen und in satten Farben gefilmten Sittenbild ebenso thematisiert wie die Höhenflüge, weil sie, wie der Regisseur argumentiert, Kehrseiten der selben Medaille sind. Und über all dem thront die unglaubliche Darstellung von Jamie Foxx als "Ray", der sich als erster ernsthafter Oscar-Anwärter des Jahres empfiehlt.
Drei Hürden musste Ray Charles, geboren 1930 in Albany, Georgia, gleich zu Beginn seiner Karriere (und danach immer wieder nehmen), als er 1947 auf eigene Faust von Florida nach Seattle reiste, um als professioneller Musiker arbeiten zu können: Er war blind (seit seinem sechsten Lebensjahr), er war arm, er war schwarz. Mit den mahnenden Worten seiner Mutter, er solle sich niemals im Leben wie ein Krüppel behandeln lassen, setzt der Film an dieser Stelle ein. Ray befolgt ihn. Während seiner Zeit als Begleitmusiker im Chitterlings-Circuit (das Tingeln durch schwarze Clubs), als Leader einer kleinen Band, die sich schnell eine Fangemeinde erspielt, als Entdeckung von Atlantic Records, deren Chefs ihn ermutigen, einen eigenen, unverkennbaren Stil zu entwickeln, schließlich als Chart-Sensation, der es sogar gelingt, das weiße Publikum zu begeistern. Mit viel Flair und Gespür erweckt Hackford nicht nur die Zeit mit eindringlichen Bildern zum Leben, sondern bannt auch die elektrisierende Musik und entsprechenden Auftritte von Charles auf die Leinwand. Die Hits geben den Rahmen vor, werden aber auch so clever eingesetzt, dass sie stets einen narrativen Zweck erfüllen: In einer herrlichen Passage hilft ihm "I Got a Woman", buchstäblich eine eigene Stimme zu finden. "What'd I Say" mit seinem unwiderstehlichen Ruf-Antwort-Schema entsteht rein zufällig bei einem Auftritt, als seiner Band die Lieder ausgehen. "Hit the Road Jack", "Unchain My Heart" und "I Can't Stop Loving You" sind weitere Meilensteine in Karriere und Leben Charles' - entsprechend endet "Ray" auch in den 70er Jahren, als er den Zenit seines Schaffens gerade überschritten hat.
Die Musik ist der Motor. Sie speist den Film, wie sie auch das Leben von Ray Charles gespeist hat: Wenn Hackford, der bereits 1987 in der Chuck-Berry-Doku "Hail! Hail! Rock'n'Roll" bewiesen hatte, wie perfekt er Bilder mit dem Rhythmus von Popmusik synchronisieren kann, auf das Privatleben von Charles blickt, ist das stets untrennbar mit seinem Schaffensdrang und der dazugehörigen Lust auf Leben und Erfahrung verbunden. Wenn er sich anderen Frauen hingibt oder bereitwillig Drogen nimmt, dann entspringt das der gleichen Quelle, die ihn auch Musik fühlen lässt. Und es ist ein Verdrängungsmechanismus, wie zahlreiche, farblich leicht übersteuerte Rückblenden deutlich zeigen: Mit Musik, Sex und Rausch kann Ray Charles vergessen, dass er aus armen Verhältnissen stammt, ein Schwarzer ist und sein Augenlicht verloren hat. Und er lässt die Stimmen in seinem Kopf verstummen, die ihm einreden, er trage schuld am Unfalltod seines Bruders.
So entsteht eine dramatische Dynamik, die dem Film eine eigentümliche Spannung verleiht: Tatsächlich bleibt Ray Charles ein Enigma - ein Mann buchstäblich ohne Augen, dessen omnipräsente Sonnenbrille den Blick in seine Seele verweigert, obwohl man hautnah an seinen Triumphen, seinem Glück, seinem Schmerz teilhat. Nie ist Charles so richtig greifbar, weil er stets auf einem anderen Planeten zu leben scheint als alle anderen. Jamie Foxx, nach "Collateral" mit seiner zweiten starken Leistung in diesem Jahr, bringt das perfekt rüber, speziell wenn seine Figur mit unausweichlichen Realitäten, etwa dem Gesetz, seinen Mitmusikern oder seiner Ehefrau, konfrontiert wird. Da fliegen Funken, wie sie in Biopics ganz selten fliegen. So mag "Ray" die politische Dimension eines "Ali" weitgehend vermissen, und doch lässt er keine Wünsche offen. Nicht nur für Musikfans (die sich freuen werden, dass man auch Black-Music-Größen wie Quincy Jones, Ahmet Ertegun, Jerry Wexler oder David Newman als Figuren antrifft) rockt er wie kaum ein Film zuvor. Ray Charles kann stolz sein.
Der Film entstand mit der vollen Unterstützung von Ray Charles, der ihn in einer vollständigen Schnittfassung vor seinem Tod am 10. Juni 2004 sah und ihm seinen Segen gab. ts.
Wäre das Leben nur die Summe seiner Bestandteile, dann würde sich die Lebensgeschichte von Ray Charles aus vielen Hochs und Tiefs in einer langen, preisgekrönten Musiker-Karriere zusammensetzen. Doch bei einem Mann, der wie kein zweiter seine Existenzkämpfe, seinen Schmerz und seine Blindheit miteinander verschmolzen hat und dem es gelang, unendlich viele Musikstile - darunter Jazz, Rhythm & Blues, Rock 'n' Roll, Gospel, Country & Western - in seiner Musik zusammenfließen zu lassen, wäre das viel zu wenig. Ray Charles' Leben war die spirituelle Reise eines einmaligen Genies, Visionärs und Künstlers, der - ganz en passant - der Welt eine neue Art zu Hören schenkte.
"Ray" ist das erste musikalische Biopic-Epos, das die faszinierende Geschichte der amerikanischen Soul-Legende Ray Charles erzählt.
Wir sehen wie der junge, farbige und blinde Ray seinen ganzen Mut zusammen nimmt und als Teenager - völlig auf sich allein gestellt - in Florida einen Bus besteigt, der ihn quer durch die USA nach Seattle bringt, wo es ihm bald - dank seines überragenden Talents - gelingt, in der damals angesagtesten Jazz-Szene Amerikas Fuß zu fassen.
Wir erleben ihn, wie er sich abmüht seinen eigenen Musik-Stil zu finden, soziale Widerstände überwindet und schließlich bei Atlantic Records einen Schallplattenvertrag bekommt. Wir begleiten ihn bei seinem triumphalen Aufstieg zum gefeierten Weltstar. Doch es war nicht nur eine Zeit des Erfolgs und Ruhmes - auch zahllose Liebesaffären und Drogen spielten damals eine große Rolle.
Der Film entstand mit der vollen Unterstützung von Ray Charles, der ihn noch zu Lebzeiten in seiner vollen Länge sah. Hauptdarsteller Jamie Foxx zeigt darin eine schauspielerische Meisterleistung, die ihresgleichen sucht. Bewegend, emotional, sensationell.
Quelle: Universal Pictures
DISC 1:
- Enthält sowohl die Kinofassung als auch eine Erweiterte Fassung mit über 25 Minuten noch nie gezeigter Szenen.
- Audiokommentar von Regisseur Taylor Hackford
DISC 2:
- Die vollständigen und ungeschnittenen Musikszenen aus dem Film, darunter dem Auftritt von Rae & The Raelettes mit "Hit The Road Jack"
- Metamorphose - Die unglaubliche Verwandlung von Jamie Foxx in Ray Charles, inklusive einer Jam Session des Schauspielers mit Ray Charles persönlich
- Erinnerung an Ray - Freunde und Musiker erinnern sich an Ray Charles
- Zugriff auf die 14 geschnittenen Szenen der erweiterten Fassung von Disc 1
Quelle: Universal Pictures
| Darsteller: | Jamie Foxx | als Ray Charles | |
|---|---|---|---|
| Kerry Washington | als Della Bea Robinson | ||
| Clifton Powell | als Jeff Brown | ||
| Harry J. Lennix | als Joe Adams Gossie | ||
| Terrence Howard | als Gossie McKee | ||
| Larenz Tate | als Quincy Jones | ||
| Richard Schiff | als Jerry Wexler | ||
| Aunjanue Ellis | als Mary Ann Fisher | ||
| Bokeem Woodbine | als Fathead Newman | ||
| Sharon Warren | als Aretha Robinson | ||
| Curtis Armstrong | als Ahmet Ertegun | ||
| Regina King | als Margie Hendricks | ||
| C.J. Sanders | als Junger Ray Charles | ||
| David Krumholtz | als Milt Shaw | ||
| Wendell Pierce | als Wilbur Brassfield | ||
| Chris Thomas King | als Lowell Fulson | ||
| Thomas Jefferson Byrd | als Jimmy | ||
| Rick Gomez | als Tom Dowd | ||
| Denise Dowse | als Marlene | ||
| Warwick Davis | als Oberon | ||
| Patrick Bauchau | als Dr. Hacker | ||
| Robert Wisdom | als Jack Lauderdale | ||
| Kurt Fuller | als Sam Clark | ||
| Regie: | Taylor Hackford | ||
| Buch: | James L. White | ||
| Robert Eisele | |||
| Musik: | Craig Armstrong | ||
| Ray Charles | |||
| Kamera: | Pawel Edelman | ||
| Produzent: | Howard Baldwin | ||
| Karen Baldwin | |||
| Stuart Benjamin | |||
| Taylor Hackford | |||
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Engl. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85
Extras: Audiokommentar, Entfallene Szenen, Erweiterte Musikszenen, Featurettes, Behind the Scenes, "Ray"-Soundtrack-Trailer, "Genius: A Night for Ray Charles", Internationaler Kinotrailer
DISC 1:
- Enthält sowohl die Kinofassung als auch eine Erweiterte Fassung mit über 25 Minuten noch nie gezeigter Szenen.
- Audiokommentar von Regisseur Taylor Hackford
DISC 2:
- Die vollständigen und ungeschnittenen Musikszenen aus dem Film, darunter dem Auftritt von Rae & The Raelettes mit "Hit The Road Jack"
- Metamorphose - Die unglaubliche Verwandlung von Jamie Foxx in Ray Charles, inklusive einer Jam Session des Schauspielers mit Ray Charles persönlich
- Erinnerung an Ray - Freunde und Musiker erinnern sich an Ray Charles
- Zugriff auf die 14 geschnittenen Szenen der erweiterten Fassung von Disc 1
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