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Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg

Solider Verschwörungs-Thriller über einen Anwalt, der fälschlich des Mordes verdächtigt wird mit Richard Gere in der Hauptrolle.


Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg

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Erhältlich seit:
03.02.2012

Originaltitel: Red Corner

Drama/ Thriller

USA 1997
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12

Richard Gere
Bai Ling
Bradley Whitford

Regie: Jon Avnet
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg

Um den Vertrag für einen historischen Deal zu unterschreiben, reist der renommierte US-Anwalt Jack Moore nach Peking. Den Erfolg feiert er mit seinem chinesischem Partner Lin Dan in einem Nachtclub. Bereits betrunken, lernt er dort das Model Hong Ling kennen, verbringt mit ihr die Nacht - und findet sie am nächsten Morgen tot neben sich im Bett vor. Moore wird wegen Mordes verhaftet und vor Gericht gestellt. Die verhängte Todesstrafe droht in sieben Tagen vollstreckt zu werden...

Der politische brisante Hintergrund dient Regisseur Jon Avnet ("Aus nächster Nähe") hier nur als Staffage für einen aufregenden Gerichtssal-Thriller. Richard Gere als angeklagter Yuppie und Bai Ling ("The Crow") als seine mutige Pflichtverteidigerin harmonieren sowohl in den zahlreichen Dialog-Passagen als auch in den zwischendurch eingestreuten Action-Szenen prächtig. Erstklassige Schauwerte bieten die packenden Peking-Bilder des "Independence Day"-Kameramanns Karl Walter Lindenlaub. Zuweilen etwas klischeebeladen, trotzem ein ansprechendes Star-Vehikel.

Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg

Das aktuelle antichinesische Sentiment in Hollywood - präsent in Filmen wie "Sieben Jahre in Tibet" und Scorseses "Kundun" - verärgerte die Regierung in Peking dermaßen, daß der Filmindustrie bereits eine harsche Warnung ausgesprochen wurde.

Der melodramatische Propaganda-Thriller "Red Corner" mit Richard Gere, dem seit Jahren engagierten Vorreiter der "Free Tibet"-Bewegung, nimmt mit seiner Kritik am totalitären System der "Roten Macht" kein Blatt vor den Mund, verpackt sie aber gleichzeitig in einen von Jon Avnet kompetent inszenierten Reißer im Stil von "Midnight Express".

Gere mimt den sarkastischen Entertainment-Anwalt Jack Moore, der im Auftrag eines US-Konglomerats in Peking einen Satelliten-Deal abschließen soll. Den bevorstehenden Erfolg feiert er in Champagnerlaune mit einem hübschen Model (Jessey Meng), das nach ihrer gemeinsamen Nacht ermordet in seinem Hotelzimmer aufgefunden wird. Von Soldaten abgeführt, macht der desorientierte und seine Unschuld beteuernde Moore Bekanntschaft mit dem archaischen Justizapparat seines Gastgeberlandes. Er erfährt, daß "dem Geständigen Milde widerfährt, den Reulosen aber Härte erwartet". Ergo wird ihm von seiner Pflichtverteidigerin Shen Yuelin (Bai Ling) zu einem Geständnis geraten, sonst könnte innerhalb einer Woche sein Todesurteil vollstreckt werden. Nach etlichen dramatischen Verwicklungen wird Moore schließlich freigesprochen und durchlebt mit seiner attraktiven Anwältin einen "Casablanca"-inspirierten Abschied.

Regisseur Jon Avnet ("Grüne Tomaten", "Aus nächster Nähe") emotionaler, manchmal poetisch-philosophierender Politkommentar mischt etliche Elemente aus "Die Wiege der Sonne" und Gefängnismißhandlungen à la "Midnight Express" mit konventionellem Gerichtssaaldrama. Laut Produktionsnotizen wurde viel Wert auf die Authentizität der Verhandlungsszenen gelegt, die ein extrem reaktionäres Bild vom China der neunziger Jahre zeichnen. Der strenge, von der repressiven chinesischen Regierung forcierte Moralkodex trifft - personfiziert von Gere als ruchlosem Kapitalisten - auf westliche Dekadenz (Alkohol und sexuelle Promiskuität). Das Bindeglied stellt Bai Lings Figur dar, die als Kind der Kulturrevolution schließlich Verantwortung übernimmt und sich für ein modernes, reformiertes China einsetzt. Gere ist effektiv als zunächst selbstgefälliger Erfolgsmensch, der sich auf der sozialen Leiter plötzlich ganz unten wiederfindet. Doch die schauspielerische Show gehört Ling, die ihr persönliches wie professionelles Dilemma fein nuanciert zu porträtieren weiß. Obwohl den Filmemachern die Drehgenehmigung vor Ort verweigert wurde, gelang es, die Atmosphäre Pekings mittels vom Computer eingefügter Aufnahmen und detailgetreuer Nachbauten (beispielsweise bei einer Verfolgungshatz über die Dächer der Stadt) erstaunlich realistisch zu rekonstruieren. Karl-Walter Lindenlaubs Kameraarbeit weiß ebenfalls zu überzeugen. ara.

Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg

Dem Amerikaner Jack Moore wird in China der bestialische Mord an einem Foto-Model angehängt. Brutale Gefängnis-Schergen versuchen, ihn durch Folter zu einem Geständnis zu zwingen. Vor Gericht fordert die Anklage die Todesstrafe - Moores Schicksal scheint besiegelt. Durch einen Zufall gelingt es ihm, aus der Haft zu fliehen, doch aus der feindseligen chinesischen Hauptstadt gibt es praktisch kein Entkommen...

Quelle: Fox

Audiokommentar von Regisseur Jon Avnet
U.S.-Kinotrailer

Quelle: Fox

Darsteller:  Richard Gere   als Jack Moore
  Bai Ling   als Shen Yuelin
  Bradley Whitford   als Bob Ghery
  Byron Mann   als Lin Dan
  Peter Donat   als David McAndrews
  Robert Stanton   als Ed Pratt
  Tsai Chin   als Vorsitzender Xu
  James Hong   als Lin Shou
  Tzi Ma   als Li Cheng
  Ulrich Matschoss   als Gerhardt Hoffman
  Richard Venture   als Botschafter Reed
  Jessey Meng   als Hong Ling
  Roger Yuan   als Huan Minglu
  Li Chi Yu   als General Hong
 
Regie:  Jon Avnet  
Buch:  Robert King  
Musik:  Thomas Newman  
Kamera:  Karl Walter Lindenlaub  
Produzent:  Jon Avnet  
  Jordan Kerner  
  Charles B. Mulvehill  
  Rosalie Swedlin  
 

Fassungen

 

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Der 1949 in Philadelphia geborene Richard Gere begann bereits während seines Philosophiestudiums mit der Schauspielerei. Nach ersten...