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Reindeer Games

Noir-angehauchter Actionthriller über einen aus dem Gefängnis entlassenen Sträfling, der gegen seinen Willen in einen Casinoraub involviert wird.


Reindeer Games

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Erhältlich seit:
15.10.2006

Thriller/ Action

USA 2000
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16

Ben Affleck
Gary Sinise
Charlize Theron

Regie: John Frankenheimer
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Reindeer Games

Im Knast wurden Rudy und Nick Freunde, doch kurz vor der gemeinsamen Entlassung fällt Nick dem Attentat eines feindlichen Knackis zum Opfer. Als Rudy vor dem Knasttor auf Nicks attraktive Knast-Brieffreundin Ashley trifft, bringt er es nicht übers Herz, ihr die Wahrheit zu sagen, und gibt sich stattdessen selbst als Nick aus. Als dann aber Ashleys irrer Bruder Gabriel plus Gang auf der Matte steht und ihn, den angeblichen Superdieb, zu einem Casinoraubzug pressen will, bereut Rudy den Entschluss bitter. Jetzt ist Improvisation gefragt, denn Gabriel ist zu jeder Schandtat entschlossen.

Elegant inszenierter Gangsterthriller aus der Werkstatt von Genreroutinier John Frankenheimer ("Ronin"). Exzellente Darsteller wie Ben Affleck ("Pearl Harbor"), Gary Sinise ("Kopfgeld") und Charlize Theron ("Im Auftrag des Teufels") spielen engagiert gegen das verschnörkelte, in seinen ständigen Wiederholungen mitunter gar anstrengende Drehbuch an, erst gegen Ende gewinnt der Film an Fahrt und Überraschungen. Gute Namen in solidem Thrillerhandwerk.

Reindeer Games

Der mittlerweile 70-jährige Regieveteran John Frankenheimer kann auf ein langes Filmschaffen zurückblicken, das exzellente Klassiker wie "Botschafter der Angst" und "French Connection II", aber auch den einen oder anderen Ausrutscher wie "DNA - Die Insel des Dr. Moreau" umfasst. 1998 meldete er sich stilsicher mit dem ebenso eleganten wie atemlosen Agententhriller "Ronin" zurück, und jetzt legt der Routinier des Genrekinos mit dem in unterkühlter Noir-Tradition konstruierten "Reindeer Games" einen Heist-Thriller reinsten Wassers nach. In den Hauptrollen finden sich mit Ben Affleck ("Auf die stürmische Art") und Charlize Theron ("The Astronaut's Wife") zwei aufstrebende junge Hollywood-Stars.

Eigentlich sollte die Miramax-Veröffentlichung in Einklang mit ihrer zur Weihnachtszeit angesiedelten Story um vertauschte und verdeckte Indentitäten im Dezember in die amerikanischen Kinos kommen. Doch gab man der starken Konkurrenz (unter anderem die ebenfalls von Drehbuchautor Ehren Kruger geskriptete Slasherbescherung "Scream 3") nach und wählte die wohl nicht so ideale Pole-Position Ende Februar. Ihren Ausgang nimmt die rasante Räuberpistole mit einem Schwenk über eine handvoll toter Weihnachtsmänner, dann geht es unvermittelt weiter in einem Staatsgefängnis in Michigan (tatsächlich wurde in British Columbia gedreht), wo sich Nick (James Frain) und Rudy (Affleck) eine Zelle teilen. Nick pflegt eine Briefromanze mit der süßen Ashley (Theron ist hier auch dem Namen nach Ashley Judd ähnlich). Als Nick kurz vor seiner Entlassung erstochen wird, zeigt Rudy wenig Skrupel und gibt sich bei der am Gefängnistor wartenden Ashley als Nick aus. Kaum haben sie eine Runde im überschwenglichen Sexclinch verbracht, steht Ashleys unausstehlicher Bruder Gabriel (Gary Sinise) auf der Matte. Er verlangt vom gründlich vermöbelten Rudy - oder wie er glaubt, Nick - mit ihm und seinen nicht minder gewalttägig-garstigen Handlangern ein indianisches Casino auszurauben, in dem Nick gearbeitet te. Zwei Fluchtversuche und eine Reihe sadistischer Misshandlungen später, willigt Rudy ein, mit der Gang in Weihnachtsmännerkostümen den großen Coup im Casino zu wagen. Fortan überschlagen sich die Ereignisse mit der Schnelligkeit der später abgefeuerten Maschinengewehrsalven, und die einigermaßen konstruierte Handlung schlägt wie ein gehetzter Hase wilde und unerwartete Haken.

Tempo, Tempo, Tempo scheint das Motto des einmal sehr schnörkellos zur Sache kommenden Frankenheimer gewesen zu sein. Mit seinem routinierten Actionthriller gönnt er dem Zuschauer kaum eine Verschnaufpause. Ein Gewaltgewitter folgt auf das nächste, während die endlosen tristen Schneelandschaften "Fargo" ins Gedächtnis rufen. Doch dessen Comic relief will "Reindeer Games" nicht bieten - stattdessen gibt es Tough-Guy-Kino pur, in dem es die glatte Visage von Affleck Frankenheimer schwer angetan zu haben scheint: Auffällig viele Großaufnahmen gönnt der Regisseur seinem jungen Star. Den Spannungsbogen lässt er dennoch nicht aus dem Auge: Er wird straff gehalten, auch wenn nicht alle Handlungshaken glaubhaft sind. Für das Genrepublikum wird allemal grundsolide Unterhaltung geboten, und der deutsche Starttermin im Dezember kommt dem Szenario entgegen. ara.

Reindeer Games

Kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis kommt Nick Cassidy bei einem blutigen Häftlingskrawall ums Leben. Sein Zellenkumpan Rudy (Ben Affleck) nutzt die Gelegenheit und mogelt sich als "Nick" in die Freiheit. Wenn Rudy jedoch geahnt hätte, in welche Schwierigkeiten er danach geraten würde, hätte er dies sein lassen und sich auch nie auf eine Affaire mit Nicks Briefbekanntschaft Ashley (Charlize Theron) eingelassen. Denn Ashleys Bruder Gabriel (Gary Sinise) taucht überraschend auf und zwingt "Nick", bei einem Raubüberfall auf ein Spielcasino mitzumachen. Rudy sitzt mit einem Mal gehörig in der Klemme und muss wohl oder übel das Spiel weiterspielen, um nicht kaltblütig erschossen zu werden. Die einzige, auf deren Hilfe Rudy noch zählen kann, ist Ashley. Als sie den Tresor leer räumen, entpuppt sich die unschuldige Ashley jedoch als knallharte Furie...

Quelle: Studiocanal

Interviews mit Ben Affleck, Charlize Theron, Gary Sinise, John Frankenheimer, Behind the Scenes, Set Pass, Trailer, Audiokommentar von Regisseur John Frankenheimer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Ben Affleck   als Rudy Duncan
  Gary Sinise   als Gabriel
  Charlize Theron   als Ashley
  Dennis Farina   als Jack Bangs
  James Frain   als Nick
  Donal Logue   als Pug
  Danny Trejo   als Jumpy
  Isaac Hayes   als Zook
  Gordon Tootoosis   als Old Governor
  Clarence Williams III   als Merlin
  Dana Stubblefield   als The Alamo
 
Regie:  John Frankenheimer  
Buch:  Ehren Kruger  
Musik:  Alan Silvestri  
Kamera:  Alan Caso  
Produzent:  Marty Katz  
  Bob Weinstein  
  Chris Moore  
 

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