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Kaufvideo
Erhältlich seit:
16.07.2010
Originaltitel: Analyze This
USA 1999
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 12
Robert De Niro
Billy Crystal
Leo Rossi
Regie: Harold Ramis
Warner Home Video Germany

Ganz in ihrer Tätigkeit aufgehende Mafiosi brauchen in der Regel drei Dinge: einen guten Koch, einen guten Schneider und einen schlechten Polizisten. "Reine Nervensache", der neueste potentielle Hit des Komödienspezialisten Harold Ramis ("Vier lieben dich") ergänzt diesen Katalog um einen Eintrag. Unterweltboss Paul Vitti benötigt einen Psychiater, denn eine nervliche Blockade droht ihn zur Heulsuse zu machen. Aus dem Aufeinanderprallen der Problemlösungsstrategien beider Männer ("Ich mach dich fertig, Kröte" versus "Ich hör dir zu, Du") entwickeln sich genügend Situationskomik und Dialogwitz für 100 amüsante Minuten, auch wenn das Potential der Ausgangsidee von der Geschichte nicht ausgeschöpft wirkt.
Wie schon "Sein Name ist Mad Dog" lebt auch "Reine Nervensache" von der Prämisse einer sich entwickelnden Freundschaft zwischen Mafioso und Normalbürger, gegen die sich Letzterer vergeblich zur Wehr setzt. Hier ist es Billy Crystal, ein von seinen neurotischen Patienten entnervter Psychiater, der wie schon sein Kollege aus "Happiness" bei Sitzungen in Gewaltfantasien abdriftet, ohne freilich deren Radikalität zu erreichen. Der ungewollte Kontakt zur Unterwelt wird bei einem Auffahrunfall hergestellt, nach dem die Visitenkarte von Crystals Figur Ben Sobol in der Jackentasche von Bodyguard Jelly (Joseph Viterelli) landet. Dem sein Boß Paul Vitti (Robert De Niro) seit Tagen große Sorgen bereitet, weil Vittis Angstattacken das Image ruinieren, und er befragte Zeugen von der Gangsterkonkurrenz zum besseren Informationsfluß nicht einmal mehr den Schädel weichklopfen kann. Weil sich aber in New York in zwei Wochen die ganze amerikanische Mafiasippe zur Krisenkonferenz versammeln wird, auch um die Fehde zwischen Vitti und Widersacher Primo (Chazz Palminteri) zu klären, soll der Doc bis dahin die Killer-Komplexe kurieren.
Für Ramis' Komödie erweist es sich als Glücksgriff, daß Robert De Niro für diese Rolle gewonnen werden konnte. Zum einen, weil De Niro auch in einer als komisch angelegten Figur zu den leisesten Darstellern zählt. Zum anderen, weil die Komödie seine filmographische Vergangenheit natürlich humoristisch ausbeutet. Wenn der Goodfella also den hier nicht übermäßig geforderten Crystal warnt "Machst Du aus mir ein schwules Weichei, stirbst Du", wird das von uns zwar beschmunzelt, aber auch ernst genommen. Gleiches gilt für Joseph Viterelli, der sich im Kino als tumber, aber oft nicht unsympathischer Mafiaschläger (etwa in Woody Allens "Bullets over Broadway") schon seinen Lebensabend sichern konnte. Gewalt ist in diesem Milieu, über das der Film als geistigen Hohlraum spottet, ein konditionierter Reflex, wird aber von Ramis trotz eines sichtbaren Mordes cartoonhaft serviert. Überraschend ernst meint es "Reine Nervensache" jedoch mit seinem moralischen Ton. Während dem therapeutischen Ansatz und den Analysekonzepten der Psychologie über weite Strecken nur Hohn entgegengebracht werden, hat der Seelenklempner am Ende doch einen Gefallenen geläutert. Radikaleres und Frecheres, etwa die Enthemmung De Niros zum befreiten Killer, oder die Verführung Crystals durch den Lebensstil der Goodfellas, traut sich diese unterhaltsame Komödie nicht zu, mit der Ramis wohl nicht an den Erfolg von "Und täglich grüßt das Murmeltier", vielleicht aber an "Vier lieben dich" anschließen könnte. kob.
Ein Gangster dreht fast durch. Sein Seelenklempner fürchtet, dass man ihn deswegen durch den Wolf dreht. Welchen psychiatrischen Rat gibt man einem Typen, der seine Probleme mit blauen Bohnen und Zement löst? Robert De Niro und Billy Crystal machen Ihnen zusammen mit Lisa Kudrow, Chazz Palminteri und Regisseur/Co-Autor Harold Ramis (Caddyshack, Die schrillen Vier auf Achse) ein Komödienangebot, das Sie nicht ablehnen können: In dieser irren Mafia-Parodie nimmt De Niro als mächtiger, aber unsicherer Unterweltboss gekonnt seine vielen Gangsterrollen auf die Schippe. Crystal spielt seinen Psychotherapeuten, dem nur wenige Tage bleiben, um die emotionale Krise des Mafiosos in den Griff zu bekommen und ihn wieder in einen glücklichen, angepassten Gangster zu verwandeln. Gemeinsam geben sie wirklich spitzenmäßige Goodcomedyfellas ab.
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Robert De Niro | als Paul Vitti | |
|---|---|---|---|
| Billy Crystal | als Ben Sobol | ||
| Leo Rossi | als Carlo Mangano | ||
| Lisa Kudrow | als Laura MacNamara | ||
| Joe Viterelli | als Jelly | ||
| Chazz Palminteri | als Primo Sindone | ||
| Bill Macy | als Isaac Sobol | ||
| Kyle Sabihy | als Michael Sobol | ||
| Rebecca Schull | als Dorothy Sobol | ||
| Molly Shannon | als Caroline | ||
| Max Casella | als Nicky Shivers | ||
| Pat Cooper | als Salvatore Masiello | ||
| Richard C. Castellano | als Jimmy | ||
| Jimmie Ray Weeks | als FBI Agent Steadman | ||
| Elizabeth Bracco | als Marie Vitti | ||
| Tony Darrow | als Moony | ||
| Donna-Marie Recco | als Sheila | ||
| Dave Corey | als Bodyguard | ||
| New York Joe Catalfumo | als Unbekannter Gangster | ||
| Tony Bennett | als Tony Bennett | ||
| Joseph Rigano | als Manetta | ||
| Anthony Russo | |||
| Regie: | Harold Ramis | ||
| Buch: | Peter Tolan | ||
| Harold Ramis | |||
| Kenneth Lonergan | |||
| Musik: | Trevor Jones | ||
| Howard Shore | |||
| Kamera: | Stuart Dryburgh | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch dts HD 5.1 MA, Französisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1, Katalanisch DD 5.1, Portugiesisch DD 2.0, Russisch DD 5.1, Tschechisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,78/4:3
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