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Kaufvideo
Erhältlich seit:
26.06.2009
Originaltitel: Rennschwein Rudi Rüssel - Die Serie (1. Staffel, 13 Folgen)
Deutschland 2008
Laufzeit: 390 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)
Martin Lindow
Jasper Smets
Ilknur Boyraz
Regie: Rolf Wellingerhof, ...
polyband Medien GmbH

Samstags gegen halb neun kommt man als Erwachsener in der Regel nicht auf die Idee, sich vor den Fernseher zu setzen. Deshalb werden die meisten diese Serie verpasst haben: "Rennschwein Rudi Rüssel" war viel zu gut, um die Produktion (Relevant Film) den Kindern zu überlassen. Die erneute Adaption des Kinderbuchs von Uwe Timm hat mit der Vorlage und dem ersten Film von Peter Timm (1995) nur noch den Titelhelden gemeinsam.
Dafür gibt es deutliche Parallelen zur Kinofortsetzung (2007): Nach dem Tod der Mutter ist der zehnjährige Fritz (Jasper Smets) mit seinem Vater zu den Großeltern ins Bergische Land gezogen. In der Provinz fühlt sich der Großstadtjunge aus Köln ebenso fehl am Platz wie die beiden Töchter der neuen türkischen Hausärztin. Neben ihrer Außenseiterschaft haben Fritz und die gleichaltrige Ayla (Aylin Yelda Sengül) noch etwas gemeinsam: die Liebe auf den ersten Blick zu einem süßen kleinen Ferkel, das sich durch eine beherzte Flucht zu Fritz gerettet hat.
Fortan sorgt der kleine Racker für eine Menge Turbulenzen. Erst mal alarmiert Oma die Ärztin Semra Koray (Ilknur Boyraz), weil sie glaubt, dass Opa halluziniert; das führt immerhin dazu, dass Fritz' Vater Daniel (Martin Lindow) nun seinerseits ärztliche Behandlung braucht, weil auch er sein Herz verliert. Damit sind die Grundlagen für gleich mehrere Handlungsstränge gelegt, in deren Zentrum keineswegs immer das Schwein steht. Allerdings sorgt Rudi für die lustigsten Momente der 13 Folgen. Hübsch sind aber auch Daniels tollpatschige Versuche, bei Semra zu landen. Die wiederum hat keine Patienten. Eine Ärztin, und dann auch noch Türkin: Da sind die Leute lieber krank. Der einzige Mensch, der sich regelmäßig in die Praxis verirrt, ist eine Frau, die die neuesten Zeitschriften lesen will und sich beschwert, dass Semra "Haus und Garten" abbestellt hat.
Die Geschichten (Gabriele Kob, David Ungureit) haben eine Menge solch' liebevoller Details zu bieten. Viele der Pointen richten sich eindeutig eher an ein älteres Publikum, stören den Ablauf der Handlung aus Kindersicht aber nicht weiter. Geschickt integrieren die Drehbücher auch die Integrationsfrage: Mit Witz und Charme sorgen die beiden Mädchen dafür, dass sich erste Diskriminierungsversuche prompt in Luft auflösen. Ernste Untertöne dieser Art gibt es immer wieder, schließlich muss Fritz ja auch noch den Tod der Mutter verwinden. Den Autoren gelingt eine sehr schöne Balance aus nachdenklichen Momenten, typischen Familienszenen und purem Slapstick. So schafft es Semras ältere Tochter Melinda (Imge Ünlü) mit einer ungewöhnlichen Werbeaktion, das Wartezimmer doch noch zu füllen, wenn auch unfreiwillig: Der "Wellness-Tee", den sie verteilt hat, entpuppt sich als Abführtee. Auch Rudi gehört zu den Opfern, was fast seinen Start beim Wettlauf gegen diverse andere Tiere gefährdet. Dutzende von Kindern und jede Menge Vierbeiner: der Alptraum jedes Regisseurs. Rolf Wellingerhof hat in dieser Szene vermutlich Blut und Wasser geschwitzt, aber die Folge "Das große Rennen" ist die vielleicht gelungenste der Serie. Trotzdem ist es wohl die größte Stärke der an Pointen und komischen Situationen reichen Geschichten, dass das Ferkel oft bloß Mittel zum Zweck ist. Außerdem wird es nicht vermenschlicht; es ist einfach ein Ferkel. Aber was für eins. tpg.
Ein echtes Schwein zieht im Hause Fröhlich ein! In der einzigen Praxis im Ort lässt sich eine allein erziehende, deutsch-türkische Ärztin nieder. Und eine große, kunterbunte Patchworkfamilie hat es in dem Dorf auch noch nie gegeben ...Richtig glücklich ist der zehnjährige Fritz Fröhlich nicht, als er mit seinem Vater Daniel aufs Land zu Oma Betty und Opa Oskar zieht. Doch das ändert sich rasch: Bei seiner ersten Erkundungstour durch das Dorf schließt Fritz Freundschaft mit einem ungewöhnlichen Ferkel und nimmt es kurzerhand mit nach Hause.Die Fröhlichs sind gar nicht angetan von dem neuen Mitbewohner auf vier Beinen. Nur in Opa Oskar finden Fritz und der quirlige Ur-Ur-Ur-Enkel des legendären Rennschweins einen Verbündeten.
Quelle: polyband
| Darsteller: | Martin Lindow | als Daniel Fröhlich | |
|---|---|---|---|
| Jasper Smets | als Fritz Fröhlich | ||
| Ilknur Boyraz | als Semra Koray | ||
| Peter Franke | als Opa Oskar | ||
| Imge Ünlü | als Melinda Koray | ||
| Aylin Yelda Sengül | als Ayla Koray | ||
| Regine Vergeen | als Oma Betty | ||
| Regie: | Rolf Wellingerhof | ||
| Wolfgang Groos | |||
| Buch: | Gabriele Kob | ||
| David Ungureit | |||
| Produzent: | Heike Wiehle-Timm | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,78/16:9
Star
Peter Franke
Peter Franke ist vor allem auf der Theaterbühne zu Hause. Nach rund 40-jähriger Theaterkarriere sowie zahlreichen Rollen in Film- und...
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