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Requiem für eine romantische Frau

Leidenschaftliche Liebesgeschichte im Umkreis der deutschen Romantiker-Bohème.


Requiem für eine romantische Frau

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Erhältlich seit:
15.09.2003

Drama

Deutschland 1998
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12

Sylvester Groth
Janina Sachau
Jeanette Hain

Regie: Dagmar Knöpfel
absolut MEDIEN

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Requiem für eine romantische Frau

Nach "Brigitta" hat sich Dagmar Knöpfel wieder eines sehr weiblichen Themas angenommen, der exzessiven Beziehung zwischen dem Dichterfürsten Clemens Brentano und dem blutjungen Bankiers-Mündel Auguste Bußmann. Ein emotionaler Parforce-Ritt durch alle Höhen und Tiefen einer Leidenschaft. Janina Sachau erhielt den "Max Ophüls-Preis" für ihre außergewöhnliche Darstellung der lasziven Frau, die Liebe fordert und auf Ablehnung stößt.

Der Mißerfolg der Hölderlin-Saga "Feuerreiter" ist noch nicht vergessen, da präsentiert Dagmar Knöpfel nach einem Treatment von Hans Magnus Enzensberger einen Kostümfilm über die 1807 beginnende Beziehung zwischen dem Dichter Clemens Brentano und der erst 17jährigen Auguste Bußmann, die hartnäckig um die Zuneigung des 30jährigen kämpft. Belohnt wurde die Courage der Münchner Regisseurin bisher mit dem Hessischen Filmpreis und dem Nachwuchsproduzentenpreis der VGF. Die "liaison scandaleuse" zwischen dem gegensätzlichen Paar überdauert jedoch nicht den Alltag. Das unerfahrene Mädchen - von seiner Familie wegen Fehlverhaltens verstoßen - möchte das verwirklichen, was Romantiker in höchsten Tönen bedichten und besingen, aber sie verschließt die Augen vor der Wirklichkeit. Die frisch gebackene Ehefrau träumt davon, die Tage mit Brentano im Bett zu verbringen, bietet sich ihm dar, bedrängt ihn, bettelt um Aufmerksamkeit. Doch der Reiz des Neuen erschöpft sich bald für den Mann, der sich in die Arbeit zurückzieht. Bald ist sie nicht mehr inspirierende Muse, sondern nur noch Last. Nach mehreren Auseinandersetzungen und Versöhnungen kommt es zur definitiven Trennung und Scheidung. Im Jahre 1832 wählt Auguste, inzwischen wiederverheiratet und Mutter von vier Kindern den Freitod. Mit zwei Gewichtssteinen am Hals ertränkt sie sich im Main.

Fast zehn Jahre beschäftigte sich Dagmar Knöpfel mit dem Thema, für lumpige 1,5 Mio. Mark (FFF Bayern unterstützte das Projekt mit 460.000 Mark, die Hessische Filmförderung mit 200.000 Mark und das Filmbüro NW mit 140.000 Mark) gelang ihr ein respektabler Historienfilm, eine gefühlvolle Liebesgeschichte ohne Happy End. Ausstattung und Kostüme wirken opulenter als man es für das Budget erwarten kann, die Bild- und Lichtgestaltung vermittelt die damaligen Atmosphäre, der Schauwert-Faktor ist hoch. Dagmar Knöpfel gelingt das einfühlsame Porträt einer Frau, die mit ihren Sehnsüchten und ihrem Freiheitsdrang nicht in die streng bürgerliche Welt Anfang des 19. Jahrhunderts paßt und daran zugrunde geht. Nur einen Haken hat die Story: Es fehlt an einer wirklichen Sympathiefigur. Brentano ist ein emotional zurückhaltender Mann, der sich in schöne Worte flüchtet und auf dem Papier für freie Liebe plädiert, in seinem Haus aber das unterwürfige Heimchen vorzieht. Auguste dagegen kann bei aller Attraktivität eine Klette sein, die mit ihrer unbewußten, aber permanenten Penetranz und leichten Hysterie die Geduld eines jeden Menschen strapaziert. Sie prügeln und sie lieben sich, aber weder harter Ehekrieg noch erotischen Versöhnungen berühren wirklich. Was bleibt, ist das spannende Spiegelbild einer vergangenen Epoche. mk.

Requiem für eine romantische Frau

Die radikalste Liebesgeschichte der deutschen Romantik!
Eine Liebe, wie sie die deutschen Romantiker forderten: die 16jährige Auguste und der 30jährige Clemens, eine radikale Romantikerin und ein halbherziger Dichter: die heiße Liebe ist ein skandalöses Abenteuer mit allen Zutaten: Flucht vor den Verwandten und dem Skandal, rasche Heirat, heftige und intensive Eheszenen zwischen Kampf und Konfrontation, Faszination und Frust, Willfährigkeit und Widerstand. Für
Auguste sollen Liebe und Leben zur reinen Poesie werden. Mit diesem Anspruch ist sie den Armins und Savignys, den Grimms und Brentanos weit voraus - in diesen Kreisen die einzig radikale Romantikerin...

Quelle: absolut Medien

Darsteller:  Sylvester Groth   als Clemens Brentano
  Janina Sachau   als Auguste Bußmann
  Jeanette Hain   als Bettine Brentano
  Felix von Manteuffel   als Simon Moritz Bethmann
  Anian Zollner   als Achim von Arnim
  Edgar Selge   als Friedrich Karl von Savigny
  René Dumont   als Jakob Grimm
  Max Urlacher   als Wilhelm Grimm
  Jan-Gregor Kremp   als Karl Jordis
  Stefan Witschi   als Georg Brentano
  Marie Munz   als Lulu Brentano
  Klaus Händl   als Heinrich Mannel
  Michael König   als Pfarrer Mannel
  Eva Maria Bayerwaltes   als Frau Mannel
  Jörg Hube   als Oberster Richter
  Richard Beek   als Eremit
  Helen Delon   als Marie Bußmann
  Marjolaine Schulz   als Friederike Mannel
  Marie Bardischewski   als Wirtin
  Anne Bennent  
  Christian Buse  
  Johannes Silberschneider  
 
Regie:  Dagmar Knöpfel  
Buch:  Dagmar Knöpfel  
Musik:  Joschi Schumann  
Kamera:  Igor Luther  
Produzent:  Dagmar Knöpfel  
 

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