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Resident Evil: Apocalypse

Sequel der extrem erfolgreichen Games-Verfilmung, in dem es Milla Jovovich mit einem Riesen-Mutanten zu tun bekommt.


Resident Evil: Apocalypse

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Erhältlich seit:
17.02.2005

Horror/ Action

Großbritannien/Deutschland/Kanada 2004
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 16

Milla Jovovich
Sienna Guillory
Oded Fehr

Regie: Alexander Witt
Highlight Communications (Deutschland)

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Wieder tritt eine Frau den Kampf gegen die fehlgeschlagenen Experimente irrer Wissenschaftler an, aber diesmal hat sie ihre Freundin dabei!

Alice kämpft erneut gegen untote Heerscharen (Foto: Constantin) Großansicht

Alice kämpft erneut gegen untote Heerscharen (Foto: Constantin)

In Computerspielen geht es um Kampf, aber auch um Schönheit, um wüstes Gemetzel, aber immer auf der richtigen Seite, und schließlich geht es um Zwischenwelten, die mit der Realität leidlich wenig zu tun haben.

So ungefähr sieht es auch in "Resident Evil - Apocalypse" aus, denn hier handelt es sich um die Verfilmung eines Computerspiels, und das bereits in der Fortsetzung.

Man kennt also die Heldin Alice (Milla Jovovich) aus dem erfolgreichen ersten Film, und ihre Schönheit ist wie immer überzeugend.

Auch in ausweglosen Situationen verliert Alice nicht an Sex-Appeal (Foto: Constantin) Großansicht

Auch in ausweglosen Situationen verliert Alice nicht an Sex-Appeal (Foto: Constantin)

Geeignetes Kampf-Styling

Den Kampf hat sie ursprünglich im Abendkleid erledigt, mittlerweile trägt sie eine Art Combat-Uniform, die ihr schnell in Fetzen vom Körper hängt. Die lose Mode der Computerspiele, die Verbindung von Waffen und Trägerhemdchen, macht natürlich einen Teil des Vergnügens aus, mehr aber doch die Tatsache, dass die Rettung der zivilisierten Welt hier überhaupt in der Hand von Frauen liegt.

Mit Kampfkunst und viel Munition arbeiten sich Milla Jovovich und ihre Begleiterin durch ganze Horden rabiater Untoter. Wieder hat die Umbrella-Corporation einen Fehler begangen, wieder muss Frau Jovovich ihn beheben, ehe er großflächig durch einen Atomschlag beigelegt wird.

Die Flucht gestaltet sich actionreich (Foto: Constantin) Großansicht

Die Flucht gestaltet sich actionreich (Foto: Constantin)

Untergang vorprogrammiert

Gemeinsam mit einem Trupp von Guerilla-Wissenschaftlern wird eine Stadt voll Zombies durchkämmt, um schnell noch ein Mädchen zu retten, das bei all den Experimenten unter die Räder geriet.

Dabei kommt es für Milla nicht nur zur Begegnung mit einem interessanten Mann, sondern auch zum Zusammenstoß mit der Geheimwaffe "Nemesis", die speziell für ihren Untergang entwickelt wurde. Aber auch Milla hat ein paar neue Tricks auf Lager, nicht zuletzt eine genetische Veränderung, die sie als Kriegerin noch glamouröser macht.

Resident Evil: Apocalypse

Zombie-Filme sind nicht tot zu kriegen. Eine weitere Bestätigung ist nach dem Remake von George Romeros Horrorklassiker "Dawn Of The Dead" nun das Sequel der "Resident Evil"-Games-Verfilmung aus dem Jahr 2000. Bei einem Einspiel von über 100 Mio. Dollar weltweit lag eine Reanimation des Science-Fiction-Horrorthrillers auf der Hand. Da Paul W.S. Anderson, der erneut das Drehbuch beisteuerte, mit "Alien Vs. Predator" beschäftigt war, fiel die diesmal deutlich actionreichere Inszenierung Alexander Witt zu, der sich als Second-Unit-Regisseur von "Daredevil" und "Fluch der Karibik" empfahl. Wieder mit von der Partie ist Hauptdarstellerin Milla Jovovich als Kickass-Kampfamazone, die sich mit einer ganzen Stadt voller Untoter rumschlagen muss.

Damit wird das klaustrophobische Szenario des in Berlin entstandenen Originals aus dem Versuchslabor in die dunklen Straßen der fiktiven Großstadt Raccoon City verlegt. Sicherheitschefin Alice (Jovovich) ist die einzige Überlebende aus dem Original. Wissenschaftler der Umbrella Corporation haben an ihr herumgedoktert, wodurch ihr übermenschliche Kräfte verliehen worden sind. Die hat sie auch nötig, da der T-Virus, der menschliche und animalische Organismen nach ihrem Tod reanimiert, sich wie ein Lauffeuer unter der Bevölkerung verbreitet. So eilt Alice auf vollen Östrotouren auf einem Motorrad einer bunt gemischten Gruppe von Nicht-Infizierten in einer Kirche zur Hilfe und ballert zum Leben erweckte Dämonenskulpturen ab. In Kombination mit ihren agilen Martial-Arts-Einlagen hinterlässt dies Eindruck bei Polizeiagentin Jill (Sienna Guillory aus dem TV-Mehrteiler "Helen von Troja"). Jill ist eine Figur aus dem dritten "Resident Evil"-Videospiel und trägt mit knappem Stretchtop und Minirock genau das gleiche Outfit wie die Heroin im Spiel. Zwischen den beiden coolen Alphafrauen kommt es zu kurzzeitigem amüsanten Anfauchen, ansonsten ist Mike Epps als Ghetto-Brother mit "Shaft"-Ambitionen dank launiger Einzeiler für den Comic Relief zuständig. Zum Trupp stößt auch der Umbrella-Söldner Carlos (Oded Fehr aus "Die Mumie kehrt zurück"), und gemeinsam suchen sie nach einem Ausweg, der angekündigten "Desinfizierung" durch eine Nuklearbombe zu entgehen. Darüber hinaus ist Alice ein Furcht erregender Riesenmutant, der als Zwillingsbruder des "Toxic Avenger" durchgehen könnte, auf den Fersen. Beim großen Showdown kommt es zum erbitterten Kampf zwischen den beiden.

Regisseur Witt betont in seinem Debüt Action, die mit etlichen Explosionen, Munitionshagel und sprühendem Glasregen einhergeht. Dabei vermitteln Unterbeleuchtung, Schnellschnitt, Nahaufnahmen, Techno-Wummern und verwackelte Bilder manchmal einen chaotischen Eindruck. Schade, da Action die Stärke des Regiedebütanten ist, was einige sehenswerte Setpieces beweisen. Das Drehbuch verlangt den Darstellern nicht allzu viel ab, Jovovich macht das Beste aus ihrer genretypisch cartoonhaften Rolle und meistert die Over-The-Top-Charakteristiken ihrer Figur, ohne sich lächerlich zu machen. Weniger gut schneiden einige Zombies ab, deren Overacting Grund zu Erheiterung bietet. Dennoch wird das Genrepublikum auf seine Kosten kommen, dafür sorgen Nonstop-Action, (milder) Schrecken und (beachtliche) Thrills. Mit einem Einspiel von knapp 24 Mio. Dollar am Startwochenende - mehr als für den Start des Originals - steht einem unmissverständlich angedeuteten dritten Teil also nichts im Weg. ara.

Darsteller:  Milla Jovovich   als Alice
  Sienna Guillory   als Jill Valentine
  Oded Fehr   als Carlos Oliveira
  Thomas Kretschmann   als Major Cain
  Jared Harris   als Dr. Charles Ashford
  Mike Epps   als L. J.
  Sandrine Holt   als Terri Morales
  Sophie Vavasseur   als Angie Ashford
  Razaaq Adoti   als Peyton Wells
  Matthew G. Taylor   als Nemesis
  Zack Ward   als Nicholai Sokolov
  Frank Chiesurin   als Sniper
  Eric Mabius   als Matt Addison
  Tom Gerhardt   als Zombie-Vater
 
Regie:  Alexander Witt  
Buch:  Paul W.S. Anderson  
Musik:  Jeff Danna  
Kamera:  Christian Sebaldt  
  Derek Rogers  
Produzent:  Jeremy Bolt  
  Paul W.S. Anderson  
  Don Carmody  

"Man muss Männer beeindrucken können"

Sienna Guillory ist vollkommen in ihrer Rolle der wilden Jill Valentine aufgegangen. Als ehemaliges Mitglied der Spezialeinheit S.T.A.R.S. tritt sie in "Resident Evil: Apokalypse" gegen Untonte und Mutanten an.

Alphafrau Nummer zwei in "Evil: Apocalypse": Sienna Guillory (Foto: Constantin) Großansicht

Alphafrau Nummer zwei in "Evil: Apocalypse": Sienna Guillory (Foto: Constantin)

» Wie fühlt man sich, wenn man weiß, dass man in kürzester Zeit der feuchte Traum jedes Videogame spielenden Jungen dieser Welt sein wird?

SIENNA GUILLORY:

Das wird echte Geek-Liebe. Was soll ich sagen? Die Rolle in "Resident Evil: Apocalypse" ist einfach cool. Mehr Spaß könnte ich mir gar nicht vorstellen.

Jill ist eine heiße Braut. Sie ist lässig, sie ist Dynamit. Sie weiß, was sie will. Und sie macht, was sie will. Keiner kann es sich erlauben, ihr irgendwie blöd zu kommen. Wer würde es nicht lieben, eine solche Figur zu spielen?

Alice und Jill vereint im Kampf gegen die Untoten (Foto: Constantin) Großansicht

Alice und Jill vereint im Kampf gegen die Untoten (Foto: Constantin)

» Deshalb wollten Sie die Rolle?

Klar, absolut. Ich liebe die Klamotten und die Frisur. Nach Belieben rumzuballern, macht ebenfalls Laune. Die Wahrheit ist, dass ich schon lange in einem Actionfilm mitmachen wollte, aber keine Lust auf den albernen Comic-Nonsens hatte. Ich wollte bei einem richtigen Actionfilm dabei sein.

Einer meiner Lieblingsfilme ist "Alien". Der ließ mich nicht kalt, alles kam mir absolut real vor. Ich finde, in die gleiche Kerbe schlägt auch "Resident Evil: Apocalypse". Eine biologische Gefahr, die alles Leben befällt und auslöscht - das ist nachvollziehbar in unserer Zeit.

Alice fand ich schon im ersten Teil echt umwerfend. Die Beziehung zwischen ihr und Jill ist ziemlich intensiv - eine Kriegsbekanntschaft, bei der zwei Einzelgängerinnen gezwungen sind, gemeinsame Sache zu machen. Jill ist einfach nicht der Typ, der mit anderen Mädels rumhängt - obwohl andere Mädchen sie bewundern, weil sie so unfassbar taff ist.

Sportliche Stunts im Gotteshaus (Foto: Constantin) Großansicht

Sportliche Stunts im Gotteshaus (Foto: Constantin)

» Sehen Sie Züge von Jill Valentine in sich selbst?

Ich habe mir sagen lassen, dass ich eine Kämpfernatur sei. Seitdem ich mit der Schule fertig bin, lebe ich ein vollständig unabhängiges Leben. Ich bitte niemanden um Gefallen. Ich habe immer mein eigenes Geld verdient.

Ich habe immer das gemacht, was ich gerne machen wollte. Auf dieser Ebene bin ich in völligem Einklang mit Jill. Ich verstehe sie voll und ganz.

» Wie sind Sie groß geworden?

Meine Kindheit war sehr interessant. Ich habe viele Dinge sehen zu bekommen, die die meisten Kinder vermutlich nicht gesehen haben. Mein Vater ist Musiker, also hatten wir immer viele andere Musiker bei uns im Haus rumhängen. Als ich als Teenager selbst ins Partyalter kam, hatte ich das alles bereits miterlebt.

Ich hatte also keine Lust, mich mit Drogen vollzustopfen und in Clubs abzuhängen. Das hat mich gelangweilt, weil es mir so kindisch vorkam. Ich wollte mein eigenes Ding durchziehen. Ich würde sagen, Jill sieht die Welt genauso. Sie schießt zuerst und stellt dann Fragen, weil sie nur mit dieser Einstellung eine Überlebenschance hat. Wenn man als Mädchen in einer Männerwelt gehört werden will, muss man den Mund aufmachen. Und wenn man den Mund aufmachen will, muss man Leute auch beeindrucken können. Daran muss man arbeiten, hart arbeiten.

Noch haben die Umbrella Truppen die Stadt unter Kontrolle (Foto: Constantin) Großansicht

Noch haben die Umbrella Truppen die Stadt unter Kontrolle (Foto: Constantin)

» Sie haben zuvor vornehmlich dramatische Rollen gespielt. Was war die Herausforderung bei diesem Film?

Ich liebe die Körperlichkeit des Parts. Physisch wird mir wirklich alles abverlangt. Und ich muss mit einem amerikanischen Akzent spielen, was nicht weiter wild ist, weil mein Vater Amerikaner ist. Tatsächlich hilft mir der Akzent, mich in der Rolle noch weiter von mir selbst zu distanzieren. Wenn man etwas mit einem anderen Akzent sagen muss, dann wirkt es automatisch wichtig und bedeutungsvoll, weil man das auf diese Weise nicht schon tausendmal gesagt hat.

Was die körperlichen Aspekte anbetrifft: Was mir geholfen hat - und lachen Sie jetzt nicht - ist meine Pantomime-Erfahrung, die ich als Teenager sammeln konnte. Da lernt man wirklich, jede noch so kleine Bewegung bewusst wahrzunehmen. Wenn ich mich jetzt in einer Szene mit einer Waffe in der Hand bewegen muss, dann weiß ich genau, was ich da tue. Das finde ich gut. Man kann das auch nicht so leicht abschütteln. Das frisst sich förmlich in einen rein. Als ich nach einem Drehtag nach Hause ging, passierte der große Stromausfall. Da bin ich mit einer Taschenlampe durch die Wohnung gestreift, als wäre sie eine Waffe. Als mir das auffiel, kam ich mir völlig albern vor. Zum Glück hat mich niemand gesehen.

Milla Jovovich muss es mit Riesen-Mutanten aufnehmen (Foto: Constantin) Großansicht

Milla Jovovich muss es mit Riesen-Mutanten aufnehmen (Foto: Constantin)

» Wie sind Sie mit Milla zurechtgekommen?

Unsere Beziehung erinnert mich an die Beziehung zwischen Jill und Alice. Milla Jovovich ist cool und weiß, was sie will, da muss man schon dagegen halten. Aber ich habe in meinem Leben schon so manchen Krieg ausgefochten, um dahin zu kommen, wo ich jetzt bin. Darüber bin ich froh. Wenn das aus dem Mund von Jill Valentine nicht so blöd klingen würde, würde ich sagen: Ich bin glücklich.

Ich habe als Model gearbeitet und manche andere unsinnige Jobs gemacht. Wenn man keine reichen Eltern hat, muss man sein eigenes Geld verdienen, will man sich etwas leisten können. Ich habe ganz schön schuften müssen. Und ich verstehe, dass auch Milla in ihrem Leben ganz schön schuften musste. Das verstehe ich und ich respektiere es. Sie wären verblüfft, wie intelligent und tiefgründig sie ist. Traut man einem bildschönen Mädel wie ihr einfach nicht zu. Aber sie ist es. Wir sind uns ähnlich, und das spiegelt sich in unserer Beziehung wider. Bisher waren wir uns am Set über alles einig. Keine Ahnung, was passiert, wenn das mal nicht so sein sollte. Könnte hitzig werden. Aber bisher ist alles cool.

Die ehemalige Polizeiagentin Jill in eigener Mission (Foto: Constantin) Großansicht

Die ehemalige Polizeiagentin Jill in eigener Mission (Foto: Constantin)

» Haben Sie eine Vorstellung, wo Sie in fünf Jahren sein werden?

Ich bin ein sehr defensiver Typ. Beim Sport spiele ich immer in der Verteidigung. Verteidigung ist gut, weil ich niemandem vertraue. Deshalb überlege ich mir nicht, wo ich sein werde. Meine Angst ist eher, dass ich in fünf Jahren irgendwo NICHT sein könnte. Grundsätzlich würde ich sagen: Wenn ich so weitermachen kann wie bisher, bin ich zufrieden.

» Haben Sie schon für Fortsetzungen zugesagt?

Hmm, einen würde ich bestimmt noch machen. Ich komme gerne wieder zurück und gewinne noch einmal. Da aber Abwechslung das Leben würzig macht, sollte ich besser als nächstes etwas anderes machen.

 

Resident Evil: Apocalypse in der Fotoshow

 

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