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Resturlaub

Die zweite Tommy-Jaud-Adaption nach "Vollidiot" hat seine stärksten Momente, wenn "Soloalbum"-Regisseur Gregor Schnitzler auf exaltierten "Hangover"-Humor setzt.


Resturlaub

Leihvideo

Erhältlich seit:
29.02.2012

Komödie

Deutschland 2011
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 12

Maximilian Brückner
Mira Bartuschek
Stephan Luca

Regie: Gregor Schnitzler
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Resturlaub

Der 37-jährige Bamberger Brauerei-Marketingmanager Pitschi Greulich will weder mit seiner Freundin Sabine Kinder kriegen noch das von den Eltern geforderte Eigenheim bauen und schon gar nicht zum elften Mal in Folge mit seinen Kumpels in den Mallorca-Urlaub düsen. Also disponiert Pitschi am Flughafen kurzfristig um und landet mit einem Mal in Argentinien, wo er gedenkt, ein neues Leben zu beginnen. Doch in der Ferne merkt der krisengebeutelte Thirtysomething, dass all das, was er eigentlich sucht, längst zu Hause auf ihn wartet.

Nach Top-Comedian Oliver Pocher als deprimierter Single mit Sexdefizit in "Vollidiot" ist es nun "Tatort"-Kommissar Maximilian Brückner, der die Hauptrolle in der zweiten Adaption eines Tommy-Jaud-Bestsellers übernimmt. Regie führt Gregor Schnitzler, ein Fachmann für verfilmte Literatur ("Soloalbum", "Die Wolke"), der auf Comedians wie Martina Hill oder Matthias Matschke in Nebenrollen und auf exaltierten "Hangover"-Humor setzt, seinem Protagonisten allerdings vielleicht ein paar Mal zu oft ins immer gleiche Fettnäpfchen stolpern lässt.

Resturlaub

Die zweite Tommy-Jaud-Adaption nach "Vollidiot" hat seine stärksten Momente, wenn "Soloalbum"-Regisseur Gregor Schnitzler auf exaltierten "Hangover"-Humor setzt.

Während Tommy Jaud 2010 mit "Hummeldumm" den erfolgreichsten deutsche Roman des Jahres ablieferte, kommt nun nach "Vollidiot", der 2007 mit Top-Comedian Oliver Pocher in der Titelrolle mehr als 800.000 Besucher begeisterte, die zweite Adaption eines Jaud-Bestsellers auf die Leinwand. Im Zentrum von "Resturlaub" steht mit dem Bamberger Brauerei-Marketingmanager Pitschi Greulich einer jener Thirtysomethings, den die Bindungsangst zu unüberlegten Handlungen treibt.

In diesem Fall verschlägt es den von "Tatort"-Kommissar Maximilian Brückner verkörperten Pitschi nach Argentinien, was Regisseur Gregor Schnitzler die Gelegenheit gibt, unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Mentalitäten auf komische Art aufeinander prallen zu lassen. Allerdings neigt der Experte für verfilmte Literatur ("Soloalbum", "Die Wolke") dazu, die Gags wie eine Zitrone bis zum letzten Tropfen auszuquetschen und auch Brückner selbst vielleicht ein paar Mal zu oft ins gleiche Fettnäpfchen stolpern zu lassen.

Gut ist "Resturlaub" immer dann, wenn Schnitzler auf exaltierten, ja fast schon makaber-sarkastischen Humor im "Hangover"-Stil setzt. So gehören die grausam-blutige Selbstverstümmelungsszene auf der Flughafentoilette, ein Kokain-Trip, der die Verwüstung eines Luxus-Restaurants nach sich zieht, sowie die Sex-Orgie mit einer feurigen Spanisch-Lehrerin (optischer Leckerbissen: die noch unbekannte Schweizerin Melanie Winiger), inklusive einer Erektions-fördernden Chili-Sauce, die man unangenehmer Weise rektal einführen muss, zu den Highlights.

Comedians wie Martina Hill, bekannt als Heidi-Klum-Double aus "Switch Reloaded", Matthias Matschke ("Ladykracher") oder Dave Davis alias "Der Toilettenmann" hätten sich in ihren Nebenrollen als nervige Frau des besten Freundes, argentinischer Kneipenbesitzer bzw. fußballbegeisterter Pfarrer vielleicht ein wenig zurücknehmen und das Sketchartige mit dem Schauspiel tauschen sollen. Positiv fällt der fetzige Rock-, Pop- und natürlich Tango-Soundtrack ins Gewicht, der neben Lenkas Titelsong "Roll with the Punches" auch "Whatta Man" (Salt-N-Pepa feat. En Vogue) und ein Remix des Sinatra-Klassikers "I've Got You Under My Skin" enthält. Den schnulzigen Fußball-Evergreen "Es gibt nur ein' Rudi Völler" hätte man allerdings nicht fünf Mal anspielen müssen. lasso.

Resturlaub

Das kann doch noch nicht alles gewesen sein... Pitschi Greulich (MAXIMILIAN BRÜCKNER) steckt tief in der Midlife-Crisis. Warum werden um ihn herum alle Leute spießig? Er will mehr vom Leben, als nur ein Reihenhaus mit Kiesauffahrt im beschaulichen Bamberg. Als auch noch sein bester Kumpel (STEPHAN LUCA) unter die Haube kommt und seine langjährige Freundin Biene (MIRA BARTUSCHEK) das Thema "Kinder" anspricht, bekommt es Pitschi mit der blanken Angst zu tun. Er will nur noch eins: So schnell und so weit weg wie möglich! Kurz entschlossen besteigt er heimlich einen Flieger nach Buenos Aires. Dort will er ein neues, spannendes und gar nicht spießiges Leben beginnen. Pitschi träumt vom High Life in einer internationalen Metropole, an der Seite einer sexy Argentinierin. In Sprachlehrerin Luna (MELANIE WINIGER), die ihm mehr als nur Spanisch und Tango beibringt, scheint er seine Traumfrau gefunden zu haben. Doch die Realität sieht leider ganz anders aus. Pitschi wird bewusst, dass er in der fränkischen Provinz längst hatte, was er in Argentinien sucht. So schnell wie möglich will er nun zurück nach Hause, bevor Biene von dem kleinen "Ausflug" ihres Mausbär Wind bekommt...

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Maximilian Brückner   als Pitschi Greulich
  Mira Bartuschek   als Biene
  Stephan Luca   als Arne
  Antoine Monot, Jr.   als Checko
  Dave Davis   als Pfarrer Bouba
  Martina Hill   als Biggy/Ente
  Melanie Winiger   als Luna
  Jeff Burrell   als Jason
  Fred Stillkrauth   als Seppelpeter
  Lina Beckmann   als Steffi
  Leonardo Nigro   als Pedro
  Matthias Matschke   als Stefano
  Manuela Wisbeck   als Adelheid
  Peter Rappenglück   als Pfarrer Braun
  Ivanka Brekalo   als Miriam
 
Regie:  Gregor Schnitzler  
Buch:  Tommy Jaud  
Musik:  Marco Meister  
Kamera:  Andreas Berger  
Produzent:  Christiane Ruff  
 

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