
Der Pariser Privatdetektiv Choucas soll ein seit vier Wochen verschwundenes blindes Mädchen suchen. Die Polizei will die Ermittlungen verhindern. Choucas, dessen Klientin erschossen wird, stößt auf einen Drogenring. Mit Hilfe seines väterlichen Freundes, des jüdischen Ex-Polizisten Tarpon, in Wirklichkeit Heyman, dringt er in ein Sanatorium vor, wo er vom leitenden Arzt, einem ehemaligen Kollaborateur, gefoltert wird. Dank seiner cleveren Sekretärin Charlotte kann er sich befreien und mit der Polizei das Drogennest ausheben.
Alain Delons Regiedebüt, Meister Jean-Pierre Melville ("Der eiskalte Engel") gewidmet, nimmt selbstironisch Delons Image aus Melville-Zeiten auf. Als Detektiv gerät er in ein undurchschaubares Labyrinth aus Drogenhandel und Nazi-Vergangenheit. Der Film, in dem Delon betäubt, mit Fußtritten traktiert, von einer Kugel getroffen, mit dem Hammer geschlagen, wie eine Mumie bandagiert wird und, als Anne Parillaud (Charlotte) seine Armwunde behandelt, vor Schmerz aufschreit. Dynamisch inszeniert, mit gekonnten Actionszenen und Humordialogen.