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Kaufvideo
Erhältlich seit:
30.10.2009
Österreich 2008
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12
Johannes Krisch
Irina Potapenko
Ursula Strauss
Regie: Götz Spielmann
Filmgalerie 451

Abseits aller Konventionen entwickelt Götz Spielmann ("Antares") eine Meditation über Schuld und Rache. Der Arthousekino-Verband prämierte das Werk als besten europäischen Film.
Statt Selbstjustiz als Thriller auszuschlachten, bürstet der Österreicher Spielmann seine spröde Studie gegen den Trend reißerischer Rächerfilme aus Übersee. Pate standen die gnadenlosen Exerzitien von Landsmann Ulrich Seidl ("Import Export"), der Sozialrealismus der Dardenne-Brüder ("L' enfant - Das Kind") - und der russische Weltliterat Fjodor Dostojewski ("Schuld und Sühne"). Nach eigenem Drehbuch schuf Spielmann einen Film über das Töten, einschließlich der Seelenqualen, welche die - unabsichtlich begangene - Tat auslöst.
Das teilt die Geschichte in zwei Hälften. Die erste widmet sich mit trister Hinterhof-Ästhetik und präziser Milieuschilderung dem Ex-Knacki Alex (Johannes Krisch), der als Handlanger des Wiener Zuhälters Konecny (eklig: Hanno Pöschl) in dessen Rotlicht-Betrieb arbeitet und heimlich mit der ukrainischen Prostituierten Tamara (Irina Potapenko) von einer besseren Zukunft träumt. Als ein reicher Kunde sie misshandelt, flieht Alex mit ihr und will noch nebenbei eine Bank überfallen, um ihre Schulden loszuwerden. Es wird die Coensche Chronik eines angekündigten Unglücks - abzüglich jeder Ironie. Die Tragödie nimmt ihren Lauf, als der zufällig anwesende Polizist Robert (Andreas Lust) auf den Fluchtwagen schießt und Tamara tödlich verwundet - fahrlässige Tötung. Damit beginnt die zweite Filmhälfte: Alex taucht auf dem Hof seines gerade verwitweten Vaters unter, wo er den Schmerz des Verlusts betäuben will, aber nicht kann. Bis er merkt, dass Susanne (Ursula Strauss) die Frau des in der Nähe wohnenden Polizisten ist, dessen Schuldgefühle ihn zerfressen. Alex will Rache.
Äußerlich unspektakulär gibt sich Spielmanns glaubwürdiger Versuch über Männergewalt und die Verstrickung des Schicksals. Aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig, auch wenn (mindestens) zwei einsame Wölfe mit sich im Stillen ringen statt ihre Qualen mitzuteilen. Zwei Verlierer, einer aus der Unterschicht, der andere aus dem Mittelstandsmief, sehen ihren Lebenstraum platzen und haben in dieser bitteren Welt wenig zu lachen. Nur einer Frau gelingt es, an den Gefühlspanzern zu kratzen. Explizite Sexszenen, die schonungslose Darstellung der Halbwelt und ein ausgeprägter Mangel an Identifikationsfiguren werden Schöngeister vertreiben. Doch damit verpassen sie ein ungeschminktes Minimalisten-Drama von nachgerade hinterhältiger Wucht.
tk.
Alex arbeitet als Fahrer des Bordellchefs Konecny. Er unterhält eine verbotene Beziehung zu der Prostituierten Tamara. Ihre geheime Liebe hat nur eine Chance, wenn sie aus dem verhassten Leben ausbrechen. Um das notwendige Geld zu organisieren fasst Alex den Plan, eine Kleinstadt-Bank auf dem Land zu überfallen, Tamara besteht darauf, ihren Freund zu begleiten. Doch der Bankraub geht schief und das Leben von ihnen allen wird sich verändern, radikaler als sie ahnen.
Quelle: Filmgalerie 451
| Darsteller: | Johannes Krisch | als Alex | |
|---|---|---|---|
| Irina Potapenko | als Tamara | ||
| Ursula Strauss | als Susanne | ||
| Hanno Pöschl | als Konecny | ||
| Andreas Lust | als Robert | ||
| Hannes Thanheiser | als Der Alte | ||
| Regie: | Götz Spielmann | ||
| Buch: | Götz Spielmann | ||
| Kamera: | Martin Gschlacht | ||
Revanche in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Englisch
Bildformat: 16:9
Star
Ursula Strauss
Die österreichische Schauspielerin Ursula Strauss überzeugte 2008 in Götz Spielmanns hoch gelobtem Drama "Revanche". Als schrullige TV-...
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