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Revanche

Abseits der Konventionen erzählte Meditation über Schuld und Sühne.


Revanche

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Erhältlich seit:
30.10.2009

Drama

Österreich 2008
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12

Johannes Krisch
Irina Potapenko
Ursula Strauss

Regie: Götz Spielmann

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Ein Mann schwört Rache für den Tod seiner Geliebten.

Alex' Träume sind mit einem Schlag zerplatzt (Foto: Movienet) Großansicht

Alex' Träume sind mit einem Schlag zerplatzt (Foto: Movienet)

Ex-Knacki Alex (Johannes Krisch) arbeitet als Handlanger des Wiener Zuhälters Konecny (Hanno Pöschl) in dessen Rotlicht-Betrieb und träumt heimlich mit der ukrainischen Prostituierten Tamara (Irina Potapenko) von einer besseren Zukunft. Als ein reicher Kunde Tamara misshandelt, flieht Alex mit ihr und will nebenbei noch eine Bank überfallen, um ihre Schulden loszuwerden.

Die Tragödie nimmt ihren Lauf, als der zufällig anwesende Polizist Robert (Andreas Lust) auf den Fluchtwagen schießt und Tamara tödlich verwundet - fahrlässige Tötung. Alex taucht auf dem Hof seines gerade verwitweten Vaters unter, wo er den Schmerz des Verlusts betäuben will, aber nicht kann. Bis er auf Susanne (Ursula Strauss) trifft, die Frau des in der Nähe wohnenden Polizisten, der von Schuldgefühlen zerfressen wird. Doch Alex will Rache...

Tamara verkauft ihren Körper (Foto: Movienet) Großansicht

Tamara verkauft ihren Körper (Foto: Movienet)

Welt ohne Helden

Abseits aller filmischen Konventionen entwickelt Götz Spielmann ("Antares") eine Meditation über Schuld und Rache, die ihre Wucht nicht durch offensichtliche Thrills entwickelt. Schonungslos und ungeschminkt stellt er die Halbwelt dar, in der es keine Helden gibt. Das grimmige Selbstjustiz-Drama wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.

Revanche

Abseits aller Konventionen entwickelt Götz Spielmann ("Antares") eine Meditation über Schuld und Rache. Der Arthousekino-Verband prämierte das Werk als besten europäischen Film.

Statt Selbstjustiz als Thriller auszuschlachten, bürstet der Österreicher Spielmann seine spröde Studie gegen den Trend reißerischer Rächerfilme aus Übersee. Pate standen die gnadenlosen Exerzitien von Landsmann Ulrich Seidl ("Import Export"), der Sozialrealismus der Dardenne-Brüder ("L' enfant - Das Kind") - und der russische Weltliterat Fjodor Dostojewski ("Schuld und Sühne"). Nach eigenem Drehbuch schuf Spielmann einen Film über das Töten, einschließlich der Seelenqualen, welche die - unabsichtlich begangene - Tat auslöst.

Das teilt die Geschichte in zwei Hälften. Die erste widmet sich mit trister Hinterhof-Ästhetik und präziser Milieuschilderung dem Ex-Knacki Alex (Johannes Krisch), der als Handlanger des Wiener Zuhälters Konecny (eklig: Hanno Pöschl) in dessen Rotlicht-Betrieb arbeitet und heimlich mit der ukrainischen Prostituierten Tamara (Irina Potapenko) von einer besseren Zukunft träumt. Als ein reicher Kunde sie misshandelt, flieht Alex mit ihr und will noch nebenbei eine Bank überfallen, um ihre Schulden loszuwerden. Es wird die Coensche Chronik eines angekündigten Unglücks - abzüglich jeder Ironie. Die Tragödie nimmt ihren Lauf, als der zufällig anwesende Polizist Robert (Andreas Lust) auf den Fluchtwagen schießt und Tamara tödlich verwundet - fahrlässige Tötung. Damit beginnt die zweite Filmhälfte: Alex taucht auf dem Hof seines gerade verwitweten Vaters unter, wo er den Schmerz des Verlusts betäuben will, aber nicht kann. Bis er merkt, dass Susanne (Ursula Strauss) die Frau des in der Nähe wohnenden Polizisten ist, dessen Schuldgefühle ihn zerfressen. Alex will Rache.

Äußerlich unspektakulär gibt sich Spielmanns glaubwürdiger Versuch über Männergewalt und die Verstrickung des Schicksals. Aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig, auch wenn (mindestens) zwei einsame Wölfe mit sich im Stillen ringen statt ihre Qualen mitzuteilen. Zwei Verlierer, einer aus der Unterschicht, der andere aus dem Mittelstandsmief, sehen ihren Lebenstraum platzen und haben in dieser bitteren Welt wenig zu lachen. Nur einer Frau gelingt es, an den Gefühlspanzern zu kratzen. Explizite Sexszenen, die schonungslose Darstellung der Halbwelt und ein ausgeprägter Mangel an Identifikationsfiguren werden Schöngeister vertreiben. Doch damit verpassen sie ein ungeschminktes Minimalisten-Drama von nachgerade hinterhältiger Wucht.

tk.

Revanche

Alex arbeitet als Fahrer des Bordellchefs Konecny. Er unterhält eine verbotene Beziehung zu der Prostituierten Tamara. Ihre geheime Liebe hat nur eine Chance, wenn sie aus dem verhassten Leben ausbrechen. Um das notwendige Geld zu organisieren fasst Alex den Plan, eine Kleinstadt-Bank auf dem Land zu überfallen, Tamara besteht darauf, ihren Freund zu begleiten. Doch der Bankraub geht schief und das Leben von ihnen allen wird sich verändern, radikaler als sie ahnen.

Quelle: Filmgalerie 451

Darsteller:  Johannes Krisch   als Alex
  Irina Potapenko   als Tamara
  Ursula Strauss   als Susanne
  Hanno Pöschl   als Konecny
  Andreas Lust   als Robert
  Hannes Thanheiser   als Der Alte
 
Regie:  Götz Spielmann  
Buch:  Götz Spielmann  
Kamera:  Martin Gschlacht  
 

Revanche in der Fotoshow

 

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Features

 

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Ursula Strauss

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Andreas Lust

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